Powerwoche Tag 7 – Ostern naht?

So siebter Tag meiner Powerwoche.

Zu Ostern 2014 bekam ich eine Rolle österliches Wachstuch – das nun zu erklären, würde nun ja den Rahmen sprengen und verstehen würde es auch keiner. Außer den Beteiligten wahrscheinlich.

Am späten Nachmittag oder eher frühen Abend saß ich auf allen Vieren in meinem MiniWohnzimmer, das Wachstuch auf meinem Wohnzimmerboden ausgebreitet (ok das war noch übrig war) und habe es mal in breite Streifen a 40 und 30 cm geschnitten. Geplant sind davon Utensilos. Damit das Kapitel: Wisst ihr was? Ich habe noch österliches Wachstuch, was einige aus meinem Umfeld schon nicht mehr hören können, endlich beendet ist.

Aus einem der Reste gab es ein Testmodell, der Rest folgt die Tage. Außerdem noch eins aus diesem wunderbaren Vorhang und Jeans. Ok Jeans musste auch zum Wachstuch. Bei dem Utensilo mit dem Wachstuch muss ich noch mal mit der Fadenspannung spielen. Wobei ich die unkorrekte Naht schon passend finde.

Powerwoche Tag 6 – Utensilo ein Versuch

Mir gehen gerade die Ideen für kleinere Projekte aus und für große Projekte fehlt mir gerade die Geduld und die Zeit. Die Tage stieß ich aber über die Anleitung für ein Utensilo. Diese wollte ich mal testen. Vielen Dank an dieser Stelle an Eva von alles-selbstgenaeht.

Es sollte erst mal nur ein Versuch sein und ich Schnitt aus Jeans und einer alten Gardine (beide aus dem Altkleidersack gerettet) zwei Stücke in der Größe von 23×25 cm zu.

Das Utensilo war fix genäht. Nun kann ich mir manches auch besser vorstellen. Es ist ein wenig schmal für die Höhe, aber für den ersten Versuch ziemlich gut gelungen. Ein Teil meiner Stoffreste und Altkleidersammlung wird nun zu Utensilos verarbeitet.

Ich befürchte, da hätte irgendwo am Boden noch eine Naht hin gemusst?

Eindeutig ein Werk für Upcycling-Dienstag undCreadienstag

 

Powerwoche Tag 5 – Rucksackrettung

Ich liebe ihn wirklich, meinen schwarzen Bundeswehrrucksack. Die Träger musste ich schon reparieren. Ok die sind mehrfach repariert. Nun gab aber auch eine der Aufsatztaschen schon lange ihren Geist auf. Die wurde ganz dünn und es zog sich ein langer Riss über die Tasche.

Ich habe lange überlegt, wie ich das Problem lösen kann. Tasche abtrennen und eine neue Tasche drauf machen, hätte bedeutete: Rucksack auftrennen, Tasche abtrennen, neue Tasche drauf nähen, Rucksack wieder zusammen nähen. Bei der letzten Reparatur der Träger brauchte ich schon drei Nähmaschinennadeln. Das wollte ich mir also nicht antun.

Spontan kam mir die Idee, ich nähe was drüber. Heute fiel mir ein: Jeans ist recht stabil – welch Glück, dass ich einen reichen Vorrat an alten Jeans habe. Als ich anfing, wollte ich nur ein Stück drauf nähen. Dann fiel mir ein, wenn schon denn schon, näh doch eine Tasche drauf.

Tasche gesucht – passt. Umgenäht. Und dann mit der Hand auf die vorhandene Tasche genäht. Ich bin ganz stolz, dass ich mich nur einmal mit der Nadel gestochen habe!

Ich finde es passt – passt auch zu mir. Aber ich glaube zu meinem nächsten Geburtstag schenke ich mir einen neuen Rucksack.

Und ich wandere mit dem Beitrag dann mal zu zepideh und zu Kopfkino

Powerwoche Tage 4 – Einkaufsbeutel

Irgendwie komme ich Sonntags nie aus den Puschen. Erst schlafen bis Uhr und dann….

Nun ja, da ja werkeln angesagt war, habe ich mit dem gestern Abend begonnenen Projekt weiter gemacht. Ich brauche dringend Einkaufsbeutel. Meine Lieblingsbeutel sind über 15 Jahre alt und man sieht es ihnen an. Momentan packe ich meine zwei Jeanstaschen ein, aber die nehmen immens viel Platz weg. Ich gehe ja eh mit einem Bundeswehrrucksack aus dem Haus und der sieht mit den zwei Taschen (zu dem üblichen Krempel) dann immer aus, wie wenn ich umziehen wollen würde.

Hier sind die ersten 4. Die beiden grünen (es sind tatsächlich zwei) sind aus einem Bettbezug. Die anderen beiden aus Kissenbezügen. Einer liegt noch gesteckt in meinem Wohnzimmer – da hatte ich keine Lust mehr, den Faden zu wechseln.

Ich befürchte allerdings, mir sind die Bändel zu kurz. Ich hänge mir gerne meine Einkäufe über die Schulter. Aber das wird der Praxistest noch zeigen.

Und da ich wieder eindeutig Upcyceling betrieben habe, verlinke ich mich bei Zepideh.

Und da ich meine Taschen ohne Schnitt arbeite, auch noch zu Kopfkino

Powerwoche Tag 3 – Kalenderhülle

Die großzügige Spenderin der Wolle für meine Mütze, bat mich, ob ich ihr eine Hülle für einen Taschenkalender nähen kann. Für meinen nähe ich ja seit ein paar Jahren immer eine Hülle. Ich bat sie um die Maße und ein Foto des Kalenders und wollte mich dann mal daran probieren. An sich mache ich so Arbeiten nur, wenn ich eben das Modell eben auch in der Hand habe. So habe ich nun ein paar Tage rum gerechnet und so, denn leicht fällt mir die Vorstellung und Umsetzung (leider) nicht.

Da es in meinem Leben selten ohne Anekdote geht und so:

Mein Vater hatte früher eine Metzgerei. Er produzierte auch selbst und so kamen auch immer mal wieder Vertreter großer Gewürzmittelhersteller ins Haus. Ich verbinde damit sowohl gute, wie auch schlechte Erinnerungen. Allerdings habe auch ich das eine oder andere Werbeprodukt von Gewürzmittelnherstellern.

Nun sah ich das Foto des Kalenders und war erstaunt. Denn besagte Freundin arbeitet eindeutig nicht in der Branche und ernährt sich vegetarisch bis vegan. Also nicht, dass die Gewürzmittelhersteller nicht auch für vegane Endprodukte Gewürze haben… aber wenn man gar nicht irgendwie in der Lebensmittelproduktion arbeitet, kommt man da eben nicht an Werbeartikel. Und das war eben ein Kalender eines Gewürzmittelherstellers. Ich habe in so Momenten immer das Gefühl, der Kreis schließt sich.

Nun ging es für mich an die Stoffauswahl. Da besagte Freundin durchaus Upcycling und ähnlichem nicht abgeneigt ist, dachte ich darüber nach, mal wieder Jeans zu verwenden. Erschien mir dann aber ein wenig dick für einen Kalender, der keinen wirklich stabilen Deckel hat. Beim Sichten einer meiner Stoffkisten fielen mir dann die Pilzstoffe in die Hände. Den dunkleren Pilzstoff habe ich mal für eine Tasche verwendet und den hellen Pilzstoff habe ich von einer anderen Freundin mal als Wichtelgeschenk bekommen. Die Wolle stammt ebenfalls aus einer Wichtelaktion – sprich die Damen kennen sich, zumindest Online.

Gefüttert habe ich die Kalenderhülle mit einem beigen Stoff mit weißen Punkten. Den Stoff habe ich letztes Jahr für ein Wildspitz benutzt, ebenfalls für eine Freundin und wie sollte es anders sein, auch sie verkehrt in der Community, von der wir uns alle kennen. So hoffe ich nun natürlich, dass die Idee, etwas doch gemeinsames miteinander zu verbinden, auch bei der Kalenderbesitzerin gut ankommt.

Ach ja, außer am Rechnen, habe ich die meiste Zeit damit zugebracht, den Bändel umzudrehen. Irgendwann werde ich den Trick lernen, falls es einen gibt. Oder ich verwende das nächste mal eben breitere Stücke, die sich besser wenden lassen.

Zum Verschließen habe ich Kam Snaps verwendet. Für die obere Lasche in passendem Weiß. Braune Kam Snaps habe ich keine, weil braun eigentlich gar nicht meine Farbe ist. Und unten dann einen grünen Kam Snap, weil ich das farblich am passenden empfunden habe.

Powerwoche Tag 2 – Handyhülle

Heute Vormittag habe ich die Bettwäsche einer guten Bekannten gerettet. Da war der Reißverschluss kaputt und ich habe einfach eine Reihe Kam Snaps drauf gesetzt. Auf die Weise habe ich schon zwei Bezüge gerettet. Bilder gibt es davon aber keine.

Heute Nachmittag dachte ich mir, ich fang es lässig an und nähe eine Hülle für mein neues Handy. Das Handy habe ich bereits im November gekauft. Mein altes Handy ist sicherlich über 10 Jahre alt und das Display blind. Außerdem habe ich Ärger mit meiner Prepaid-Karte, die laut Telekom auf meinen Bruder registriert ist. Nur wusste man Bruder noch nicht mal meine Handynummer, als ich die Info der Telekom bekam.

Damit das Handy nicht gleich zerkratzt, wollte ich eben eine Hülle. Ich dachte mir, ach das ist doch einfach, schob es aber trotzdem vor mir her. So saß ich da heute und hab das Phi Mal Daumen zusammen geschustert. Der erste Versuch ist auch eher ein Werk für den Altkleidersack. Versuch 2 zwar besser, aber nicht wirklich toll. Aber da es nur für mich ist usw.

Gefertigt aus einer alten Tischdecke, die eigentlich im Altkleidersack landen sollte. Mir gefiel das Muster und die Farbzusammenstellung. Nur auf dem Tisch nicht. Gefüttert mit einem alten Stoff und dazwischen Luftpolsterfolie.

Und wer sich über das recht einfache Handy wundert – ich brauche wirklich nur für den Notfall ein Handy und um für meine Angehörigen erreichbar zu sein. Wobei die mir eher Vorwürfe machen, warum ich denn nicht ans Telefon gegangen bin (Festnetz in dem Fall). Man könne mich ja nie erreichen. Das ich auch ein Handy habe, geht da immer unter.

Da ich geupcycelt habe, bin ich auch bei zepideh zu finden.

Powerwoche Tag 1 – Mütze mit Bügelmaschen

Da sich bei mir angefangene Arbeiten, geplante Projekte und vor allem Stoffe türmen, habe ich beschlossen eine Powerwoche einzulegen, in der ich vermehrt mit Handarbeiten aller Art auseinander setzen möchte.

Den Anfang machte heute eine Mütze. Zu Weihnachten schenkte mir eine Freundin richtig tolle Wolle. In meiner Lieblingsfarbe. Nun habe ich xmal nach irgendeiner Anleitung gehäkelt, war aber nie zufrieden. Vorsorglich habe ich noch ein drittes Knäul dazu gekauft. Schlussendlich erinnerte ich mich an die Anleitung zu einer Mütze aus Bügelmaschen, die mir an sich sehr gut gefallen hat. Leider ist die Anleitung nicht öffentlich. Ich kann sie aber bei Bedarf gerne beschreiben.

Ich habe mich nun heute Nachmittag mit Emergency Room ans Werk gemacht und habe endlich eine Mütze gefertigt, die mir gefällt.

Die Mütze sitzt besser, als es auf den Bildern aussehen mag. Mir war es wichtig, dass ich endlich mal warme Ohren habe.

Ich bedanke mich für die Spenderin der wirklich tollen Wolle und auch der jungen Dame, die mich den Bügelmaschen näher gebracht hat.

Da ich hier eindeutig was für mich geschaffen habe, kann ich mich zum ersten Mal beim RUMS beteiligen!