Tasche aus Kaffeetüten

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In den letzten Wochen bin ich diversen Kaffeetrinkern auf den Wecker gefallen, ob sie einen Vollautomaten haben. Denn ich wollte die Kaffeetüten haben. Mich reizte es, aus den Tüten eine Tasche zu nähen. Nachdem das Sammeln erst langsam von sich ging, fand sich dann doch jemand, der mir eine größere Menge in die Finger drückte.

So stand ich dann eines Abends in meiner Küche und reinigte die gesammelten Tüten. Dabei entstand dieses Bild, mit dem ich Freunden und Bekannten auf den Wecker ging, in dem ich fragte, was ich wohl damit vorhabe. Die Antworten haben mich auf alle Fälle sehr erheitert. Schon recht bald kamen aber schon jemand auf die Lösung. Man kennt mich halt.

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Am nächsten Tag habe ich meine Sammlung dann erst mal zwischen zwei Bögen Backpapier gebügelt. So werden die Tüten schön steif – ok schön fand ich das irgendwann nicht mehr. Aber so wurde es halt in dem Video gezeigt, nach dem ich arbeiten wollte.

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Innerhalb der nächsten Tage suchte ich passende Tüten zusammen und klebte die mit Tesafilm schon mal zusammen und nähte dann auch den ersten Versuch. Mit dem ich dann so gar nicht glücklich war. Und so lag das angefangene Werk erst mal nur da und ich wartete auf die Erleuchtung.

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Die Erleuchtung kam auch irgendwann und ich schnitt erst mal meinen ersten Versuch wieder auseinander. Ok einen Teil trennte ich auch auf. Dieses mal arbeitete ich dann ein wenig anders, als in den beiden Videos, die ich mir angesehen hatte. So ein wenig eine Mischung aus beiden Videos, gepaart mit eigenen Ideen.

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Voila, da war sie meine Tasche aus Kaffeetüten. Und ich finde sie für den ersten Versuch doch ganz ansprechend. Nicht perfekt, aber ganz hübsch.

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Für die Träger habe ich eine alte Jeans verarbeitet. Ich wollte ja ein komplettes Upcycling-Werk.

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Die Tasche musste ich dann auch unbedingt im Freien fotografieren. Nur war das Wetter irgendwie nie passend. Letzten Freitag war es zwar knackig kalt, aber immerhin regnete es mal nicht. Und ich fragte im Fahrradladen meines Vertrauens, ob ich die Fahrräder mal als Fotokulisse verwenden darf.

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Die Tasche habe ich mittlerweile an die Dame verschenkt, die die meisten Kaffeetüten gesammelt hat. Vorerst widme ich nun erst mal anderen Dingen, bevor ich die restliche leeren Kaffeeüten verarbeiten werde.

Orientiert habe ich mich an Videos von ChezNU-Family bei Youtube. Habe das allerdings ein wenig für mich abgewandelt. Das Material ist relativ steif. Leider habe ich alle vorhandenen Kaffeetüten gnadenlos gebügelt. Wenn es Nachschub gibt, probiere ich es mal ohne Bügeln.

Mich findet ihr diese Woche bei: Creadienstag, Froh und Kreativ, Einachnachhaltigbesserleben, SewLaLa.

 

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Enttäuschung auf der Kreativ-Messe Wiesbaden

Werbung, da Veranstaltungsnennung.

Als ich letztes Jahr zum ersten Mal die neue Kreativ-Messe im neu erbauten Rhein-Main-Congress-Center besuchte, war ich schon ein wenig enttäuscht. Im Vergleich zu den Messen früher in der Rhein-Main-Halle eben kein Vergleich. Aber ok, das war das erste Jahr und da schaut man, bzw. zumindest ich, über manches hinweg.

Nach dem ich im letzten Jahr ziemlich schlechte Erfahrungen mit dem angepriesenen Vorverkauf hatte, war ich dieses Jahr schlauer und bin die Tage zur Tourist Information gelatscht, um eine Eintrittskarte im Vorverkauf zu kaufen. So zog ich heute mit einem großen Rucksack, für die vielen erhofften Käufe, ausreichend Geld und guter Laune los.

Die erste Runde hatte ich relativ flott durch. Wobei ich nicht wirklich schnell bin, eher getrödelt habe – aber so wirklich was war bis dahin für mich nicht mit dabei. Aber hee, da ging es doch vorhin noch in den ersten Stock. Aber erst mal machte ich in aller Ruhe eine sehr ausgiebige Zigarettenpause und suchte dann die Toilette. Zum Glück wusste ich noch aus dem letzten Jahr, wo in etwa die betreffenden Örtlichkeiten sind.

Die Toiletten waren relativ sauber. Schöner wäre es gewesen, wenn auch alle Türen funktioniert hätte. Während ich mein Geschäft erledigte, hörte ich andere Frauen leicht fluchen, weil sie die Türen nicht geschlossen bekamen. Ich selbst hatte leicht Panik, weil ich aus meiner Kabine nur schwer raus kam. Die Tür klemmte extrem.

Während der Zigarettenpause hörte ich schon verschiedene Leute sich über die Messe unterhalten. Und alle klangen sehr enttäuscht. Da dachte ich noch, soo schlecht war die erste Halle nicht, da kann es nur noch besser werden.

Nun ging es erwartungsvoll in den ersten Stock. Ich sah mich schon im Woll- und Stoffhimmel. Nun ja, dort wurden die Torten des Tortenwettbewerbs ausgestellt. Immerhin waren es dieses Jahr mehr Torten als letztes Jahr. Ich hätte mir aber gewünscht, dass dort noch irgendwelche Informationen zu finden gewesen wären, warum dort nun dekorative Torten rumstehen. Nicht jeder ist mit dem Programm vertraut. Ich selbst wusste das Thema nämlich auch nicht mehr.

Ein paar Meter weiter wurden dann die genähten Werke des Nähwettbewerbs gezeigt. Auch hier ohne jegliche Informationen. Ich bin da erst die Tage durch Zufall drüber gestoßen, dass es einen Nähwettbewerb gab. Aber das Thema wusste ich auch hier nicht mehr. Das hätte man, genauso wie bei den Torten, wirklich liebevoller gestalten können.

Ein Stück weiter kam man in einen relativ kleinen Raum, in dem es scheinbar das Bühnenprogramm geben sollte. Es war aber erst 12.45 Uhr und die erste Vorführung sollte um 13.15 Uhr stattfinden. So lange wollte ich dann dort doch nicht warten. Wobei da auch keine Bühne war, sondern nur eine Leinwand. Aber in dem kleinen Raum hätten nicht wirklich viele Menschen Platz gefunden. Und es wäre generell sehr beengt gewesen, da die Stuhlreihen dicht an dicht standen.

Mehr war oben nicht zu finden. Deshalb bin ich erst Mal wieder runter und habe eine weitere Runde in der ersten Halle begonnen. Danach wollte ich mich kundig machen, ob es wo anders noch was gibt.

Am ersten Stand, an dem ich mich dann umschaute, bekam ich dann mit, dass eine andere Kundin zu der Verkäuferin was sagte, dass das ja nur eine Halle sei. Da wurde ich hellhörig. Ich drehte mich um und fragte nach. Die Kundin bestätigte ihre Aussage und die Verkäuferin meinte nur, sie hat das schon gehört und hofft, dass der Eintrittspreis gemindert worden sei. Was aber nicht der Fall war.

Bis dahin hatte ich noch kein Stück gekauft. Ich drehte dann in Ermangelung einer guten Alternative noch eine zweite Runde. Schon in der ersten Runde war es zwar gefüllt, aber nicht sonderlich voll. Meine zweite Runde lief noch entspannter ab, weil es mittlerweile relativ leer war.

Ich habe schlussendlich eine Zeitschrift gekauft und eine Keksausstecher. Wobei der Keksausstecher schon so ein halber Frustkauf war. Ich habe dann noch eine Zigarettenpause eingelegt und hab relativ unmotiviert noch eine halbe Runde begonnen. An einem Stand hätte ich eventuell aus Frust noch was gekauft. Da hat der Verkäuferin aber bereits eine andere Kundin angepampt, dass ich mir das nicht auch noch geben wollte. Der war sicherlich auch bereits über das negative Feedback vieler Messebesucher enttäuscht.

Schlussendlich war ich maximal 2 Stunden dort. Habe nicht wirklich was gekauft. Hatte auch nicht wirklich Spaß. Mir ist klar, dass man das Rad nicht neu erfinden kann und ich weiß vorher, dass die Chancen, dass ich was für mich Neues und Tolles entdecke zu 0 tendieren. Ich habe nicht viel Geld, deshalb halten sich meine Einkäufe bei solchen Aktionen generell im Rahmen. Aber ich habe nur deshalb nichts gekauft, weil es nichts gab, was ich hätte haben wollen.

In dem genannten Vorführraum hätte man eine Nähmaschine gewinnen können. Dazu hätte man aber bis 16 Uhr warten müssen. Ich habe um kurz nach 14 Uhr die Messe wieder verlassen, als ich das gelesen hatte, war es noch nicht mal 13 Uhr. Die Zeit hätte ich beim besten Willen dort nicht totschlagen können, da wäre ich eher an Langweile gestorben.

Eine Standbetreiberin erzählte mir, dass sie vom Veranstalter erzählt bekommen haben, dass es im letzten Jahr zwei Hallen gewesen seien. Allerdings seien in den beiden Hallen auch die Essensstände und die Bühne gewesen. Beides habe man ja nun wo anders untergebracht und deshalb würde es nur eine Halle geben.

Ich bin bitter enttäuscht und da war ich nicht die Einzige, da ich viele andere Besucher enttäuscht haben erzählen hören. Mir tut es mittlerweile leid um die Zeit, die ich dort verschwendet habe und auch um das Eintrittsgeld. Das nächste Jahr werde ich mir den Besuch sicherlich sehr, sehr, sehr gut überlegen!

Der Veranstalter hat mir zwischenzeitlich ein Gast-Ticket für nächstes Jahr angeboten. Meine Kritik hat er aber nicht öffentlich sichtbar veröffentlicht, was ich irgendwie schade finde, da ich auch von anderen Besuchern weiß, die bitter enttäuscht wurde.

Der Veranstalter teilte mir außerdem mit, dass es ja nicht wirklich wenig Aussteller seinen. Im Vergleich haben sich im letzten Jahr dort 180 Händler präsentiert und dieses Jahr 130. Ich finde 50 Aussteller weniger macht schon einen Unterschied oder nicht?

Der Termin war auch nicht wirklich schlau gewählt. In Wiesbaden fand am selben Wochenende ein Ostermarkt mit Kunsthandwerkermarkt statt. Am Sonntag fand außerdem der Stoffmarkt statt.

Dort wurde ich dann auch fündig und habe relativ viel gekauft. Zumindest für meine Verhältnisse.  Wie man sieht sehr sternenlastig und alles in Lila oder Türkis.

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Und auch wenn der Stoffmarkt gegenüber einer Kreativ-Messe ja eher eine Massenabfertigung ist, habe ich mich dort wesentlich besser aufgehoben gefühlt und empfand die ganze Veranstaltung wesentlich liebevoller gestaltet als die Kreativ-Messe.

Und damit reihe ich mich nun beim Creadienstag ein.

 

Handschuhe für Obdachlose 4

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Und weiter geht es mit Handschuhen für Obdachlose. Dieses Mal mit einem Muster. Ich habe das Muster Hermine gestrickt. Ein einfaches, aber sehr gut wirkendes, rechts-links-Muster.

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Ich habe wieder dünne Garne doppelt genommen und so vier verschiedene Brauntöne verstrickt.

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Am Bund habe ich, wie eigentlich immer, verschränkte rechte Maschen und linke Maschen im Wechsel gestrickt.

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Das Muster habe ich nur oben gestrickt und unten glatt rechts. Die Daumen sind auch in glatt rechts gestrickt.

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Mich findet ihr die Woche bei folgenden Linkpartys: Creadienstag, Froh und Kreativ, Liebste Maschen, Stricklust, SewLaLa

 

Die ultimativen Einhornsocken

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Ich stehe ja seit Längerem total auf Einhörner. So landeten beim letzten Stoffmarkt in Wiesbaden auch zwei Einhornstoffe in meiner Einkaufstasche. Da demnächst der nächste Stoffmarkt ansteht, ich ein Geschenk für jemand brauchte, die ebenfalls Einhörner ganz toll findet, habe ich die Stoffe nun mal zu Socken verarbeitet.

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Genäht habe ich wieder nach dem Freebook von Cherry Picking. Ich habe dazu hier dazu mehr geschrieben, inklusive einer kleinen Anleitung.

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Die Socken waren rasch zugeschnitten und ich habe mich mal wieder für ein faules Bündchen entschieden. So waren die Socken auch relativ schnell fertig.

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Entstanden sind je Farbe zwei Paare. Ich habe aber jeweils ein Paar verschenkt. Kommentar der ersten Empfängerin war, ob ich wüsste, dass sie Einhörner mag? Klar wusste ich das.

Von dem zweiten verschenkten Paar hat mir die Empfängerin mittlerweile mitgeteilt, wie bequem die Socken sind. Sie hatte gedacht, die würden nie richtig sitzen und ich konnte sie überzeugen.

Eigentlich wollte ich ja heute was ganz anderes zeigen – ich habe am Wochenende nämlich Kaffeebeutel gebügelt. Aber meine Nähmaschine wollte nicht ganz so wie ich. Aber ich werde gleich noch eine Runde mit ihr liebevoll verhandeln.

Mich findet ihr diese Woche beim Creadienstag, Froh und Kreativ, SewLaLa.

Handschuhe für Obdachlose 3

Ich bin weiter am Stricken von Handschuhen für Obdachlose. Beim letzten Paar habe ich ausnahmsweise mal alle Fäden gleich vernäht und deshalb kann ich euch die neuesten vor den anderen zeigen.

Eigentlich hatte ich gestern bereits einen Beutel mit diversen Handarbeiten dabei, um diese zu Fotografieren. Dann war das Wetter blöd und es ergab sich keine Gelegenheit. Nach einer größeren Runde Hausarbeit bin ich heute erst recht spät einkaufen gegangen und habe den Beutel mal auf gut Glück mitgenommen.

Ich blieb auf dem Heimweg dann irgendwo stehen, kramte mein Täschlein und meine Kamera raus und zog auch bereits einen Handschuh an, um den zu knipsen. Und dann blieb ein junges Pärchen hinter mir stehen. Das fand ich dann so doof, dass ich weiter zog.

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Leider war es auch schon ein wenig dunkel. Aber immerhin Tageslicht! und kein elektrisches Licht in meiner kleinen Bude.

Verstrickt habe ich drei verschiedene Wollknäuel. Ein dickes Garn und zwei dünnere Garne, die ich zusammen genommen habe. So sind die Handschuhe schön warm ohne steif zu sein.

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Ich habe dieses Mal ein rechts-links-Muster gestrickt. 2 Reihen je 2 rechts und 2 links und dann zwei Reihen 2 links und 2 rechts. Beim Bund habe ich wieder verschränkte rechte Maschen verwendet.

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Die Handschuhe sind wieder ein wenig größer, als für meine Hände. Männerhände sind doch größer als meine Hände, auch wenn ich nicht gerade damenhafte Händchen habe.

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Und damit reihe ich mich nun bei folgenden Linkpartys ein: Creadienstag, Froh und Kreativ, Liebste Maschen, Stricklust und SewLaLa.

Gestrickte Spüllappen oder wie Spülen Spaß machen kann

Ich bin ziemlich pienzig, was Spüllappen betrifft. Diese Schwammtücher mag ich gar nicht gerne verwenden. Die Spüllappen, die ich bis vor Kurzem am Liebsten verwendet habe, bekommt man kaum noch irgendwo. Vor wenigen Jahren hatte ich mal in einem Billigladen Spültücher mitgenommen, die ich an sich nur wegen der Eule, mit der sie bedruckt waren, gekauft habe. Die habe ich vor Kurzem mal verwendet und war begeistert. Die haben irgendwie Struktur und damit ging einiges viel besser.

Nun ja, in das Geschäft, in dem ich die Tücher gekauft hatte, komme ich so schnell nicht mehr. Außerdem war das damals ein Restposten. Also musste was anderes her.

So stand ich beim letzten Besuch in Mainz mal wieder in diesem schnuckligen Wollgeschäft und erzählte der Verkäuferin gleich, dass ich Spültücher stricken möchte. Dazu bräuchte ich Wolle, 100 % Baumwolle und kochfest bitte und natürlich in LILA.

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Tja, wenn ich LILA Wolle mit meiner Kochwäsche waschen würde, dann wäre die Wolle danach weiß, meinte die Verkäuferin. Da ich regelmäßig wasche, täglich spüle, habe ich nun doch Wolle genommen, die ich bis 40 Grad (oder waren es 60 Grad?) waschen kann. Da ich eh Hygienespüler an meine Buntwäsche mache, sollte das kein Problem sein.

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Gekauft habe ich ein Knäuel Wolle in Lila, eines in Türkis und eines mit einem Farbverlauf Lila/Türkis. Daheim habe ich mich dann auch umgehend ans Werk gemacht.

Ich habe einfach Pi mal Daumen drauf los gestrickt. Ich wusste, ich möchte was mit Struktur und habe mich für ein Rechts-Links-Muster entschieden. Zwei Reihen 1 Rechts 1 Links und dann zwei Reihen 1 Links 1 Rechts.

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Der erste Spüllappen war recht klein. Ich habe den dann noch mit Zacken umhäkelt. Den zweiten Spüllappen habe ich größer gestrickt. Bisher hatte ich aber nur den kleinen Spüllappen im Gebrauch und der war prima. Definitiv nicht zu klein.

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Ich habe die Tücher vorm ersten Gebrauch mal mit gewaschen. U.a. weil ich auch noch Essig statt Weichspüler benutze, um die Farbe ein wenig zu fixieren. Ich spüle nämlich recht heiß und hatte Sorge, dass ich sonst Lila Spülwasser habe.

Mir hat das Stricken sehr viel Spaß gemacht. Das Spülen geht mir nun auch freudiger von der Hand. Ich werde definitiv noch mehr Spültücher stricken. Davon mal abgesehen, dass die Spültücher einfach hübscher sind, als die gekauften, finde ich sie auch viel nachhaltiger. Immerhin reduziert das auch den Plastikabfall, in dem gekaufte Spüllappen in der Regel eingepackt sind. Wenn ich mich nicht ganz irre, sind die gekauften auch aus Acryl.

Man mag nun sicherlich darüber diskutieren können, ob meine Spüllappen noch nachhaltig sind, wenn ich zum Waschen einen Hygienespüler verwende. Den verwende ich leider aus gesundheitlichen Gründen. Dafür reduziert sich aber nun meine Kochwäsche noch mal, was ja auch wieder nachhaltig ist.

Diese Woche reihe ich mich bei folgenden Linkpartys ein: Creadienstag, Einfach nachhaltig Leben, Froh und Kreativ, Stricklust,  Liebste Maschen

Ein neues Leben für Kisten und CDs

Irgendwo stieß ich auf Gegenstände, die mit Stückchen von alten CDs und DVDs beklebt waren. Keine Ahnung mehr wo. Ich vermute in einer Upcycling-Gruppe oder einem Upcycling-Blog.

Nun ja, CDs und DVDs, mit denen ich irgendwas basteln könnte, habe ich massig. Schon früher habe ich mit CDs gebastelt. Aber ich wollte mal was anderes machen. Außerdem finde ich kleben durchaus meditativ.

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Der erste Versuch lief weniger gut. Der Kleber und die Kiste mochten sich nicht unbedingt. Die beklebten Stellen wellten sich total doof. Zum Glück hatte ich aber noch einen anderen Kleber gekauft und damit ging es wesentlich besser.

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Verwendet habe ich einmal eine Kiste, die ich irgendwo vorm Abfall gerettet habe. Oben war sie aus einer Art grünen Stoff. Unten golden. Die Kiste sah auch so schon gut aus. Aber ich brauchte ein Erfolgserlebnis und die Kiste ist sehr stabil.

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Die CDs habe ich ein breite Streifen von unterschiedlicher Länge geschnitten und habe die Stücke relativ ordentlich rund herum oben drauf geklebt.

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Die Seiten habe ich dann mit gleichlangen Streifen gestaltet.

Trotzdem wollte ich noch versuchen, wie es aussieht, wenn man mehr Freestyle klebt. Vor Weihnachten hatte ich von einem Nachbarn alle Kisten mitgenommen, die ich bekommen konnte. Dabei waren auch ein paar kleinere Kistchen mit Deckel.

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Am schwierigsten war das Kleben der Lasche. Aber irgendwie ging auch das.

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Sicherlich würde die Kiste noch besser aussehen, wenn ich sie vorm Bekleben einfarbig angemalt hätte. Da ich aber ein reines Upcycling-Projekt, ohne großen Aufwand wollte, finde ich das Braun der Kiste durchaus passend.

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Da es letzte Woche so tolles Wetter war, habe ich die Gunst der Stunde genutzt und habe die Kisten eingepackt und mich erst zum Lesen in die Sonne gesetzt und habe dann die Kisten noch geknipst.

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Mir gefallen die Kisten ziemlich gut. Den Nachbar, von dem ich die braune Kiste habe, wollte ich auch schon beglücken. Aber er will keine Kiste. Er findet sie einfach zu schön, als das sie in seiner Werkstatt untergeht.

Diese Woche findet ihr mich bei folgenden Linkpartys: Creadienstag, Einfach nachhaltig Leben.

 

 

Handschuhe für Obdachlose 2

Ein weiteres Paar Handschuhe ist mir von den Nadel gehüpft. Noch bin ich in der Probierphase. Dieses Paar haben ich von den Fingerspitzen her gestrickt. Die Spitze gelingt so eindeutig besser, aber mit einem Muster ist das irgendwie blöd zu stricken.

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Da ich Handschuhe schön dick besser finde, habe ich Sockenwolle doppelt genommen. Ich habe ja noch welche im Vorrat.

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Verstrickt habe ich 4 verschiedene Rottöne. Jeweils zwei pure Rottöne und 2 gemusterte Rottöne. Jeweils gemischt 1 pur und 1 gemustert und dann jede Reihe gewechselt.

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Am Bund habe ich wieder eine Masche rechts verschränkt und eine Masche links im Wechsel gestrickt.

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Für die Daumen habe ich wieder pro Handschuhe 6 Maschen abgekettet und dann wieder zugenommen und dann dort später Maschen für den Daumen aufgenommen. Oben habe ich einfach den Faden durch alle Maschen gezogen. Das klappt bei so wenigen Maschen prima.

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Tragefotos gibt es heute keine. Die Handschuhe sind nämlich für sehr große Männerhände. Der junge Mann, der meine Handschuhe mehr oder weniger regelmäßig anprobieren muss, ist glaube ich auch so schon genervt genug.

Mich findet ihr die Woche bei folgenden Linkpartys: Creadienstag, Froh und Kreativ, Auf den Nadeln, Stricklust und SewLaLa.

Handschuhe für Obdachlose 1

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Nach dem ich nun eine Woche richtig krank war, kommt das gute Wetter sehr passend zu meiner Gesundungsphase. Also so ganz fit bin ich noch nicht, aber es wird.

Also habe ich mich vorhin warm eingepackt, hab mir meinen aktuellen Roman geschnappt, die Kamera und mein neustes Werk mitgenommen und habe schicke Fotos im Freien gemacht. Mein Buch hatte ich nämlich bald ausgelesen, weil das gabs nur noch ein paar Seiten.

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Fitzek ist ja immer wieder gut und ich bin ein wenig traurig, dass ich schon fertig bin. Ausnahmsweise gab es mal ein Buch in Papierform, weil mein E-Book-Reader, mein PC und die Onlineleihe, bzw. Adobe Digital Editions uns nicht einig werden können. ADE sagt mir ständig, ich sei nicht mit dem Internet verbunden. Nun ja, da ich gerade blogge, bin ich wohl doch verbunden.

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Als ich im Januar meine Socken für Obdachlose abgegeben habe, wurde ich gefragt, ob ich auch Handschuhe stricken könnten. Ich hab mal großherzig und mutig Ja gesagt. Daheim dachte ich so, dass ich persönlich ja Stulpen viel praktischer finden würde. Gerade wenn man auf der Straße lebt, braucht man ja durchaus auch mal die Möglichkeit was greifen zu können.

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Jemand riet mir dann doch zu Handschuhen. Ich habe dann einfach jemand gefragt, von der ich wusste, sie hat Kontakt zur Obdachloseszene hier vor Ort. Sie war beidem gegenüber nicht abgeneigt, schien aber Handschuhe zu bevorzugen.

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Die Stulpen also länger zu machen und aus dem Daumenloch Maschen aufnehmen und einen Daumen stricken, das hatte ich schnell drauf. Und ich habe mich sehr gefreut, als ich feststellte, sie passen!

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Gestrickt habe ich ein Strukturmuster von Feierabendfrickeleien. Das Muster hat es bisher nie zu Socken geschafft. Ich finde aber, auch als Handschuhe macht sich das Muster ganz toll.

Da sich letzte Woche eine Dame beschwert hat, dass sie Tragebilder wünscht, will ich mal nicht so sein.

 

Am Wochenende musste ein Freund meine Handschuhe anprobieren. Ich glaube, ich muss mir mal ein anderes Opfer suchen. Er hat gefühlt doppelt so lange Finger wie meine, trotzdem passten ihm die Handschuhe.

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Glitzersocken nur für mich <3

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Im letzten Dezember habe ich mich mit einer lieben Freundin auf dem Weihnachtsmarkt in Mainz getroffen. Mainz ist ja generell in vielen Sachen toller als Wiesbaden. Vor allem der Weihnachtsmarkt ist eher einen Besuch in Mainz wert. Auch wenn ich ja eher der totale Wiesbaden-Freak bin. Am meisten angetan haben es mir auf dem Weihnachtsmarkt in Mainz die Anti-Terror-Poller. Aus Ermangelung eines Smartphones habe ich leider kein Foto gemacht.

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Auf alle Fälle landeten wir auch in dem tollsten Wollgeschäft der Welt. Ok, soo viele Wollgeschäfte kenne ich nicht. In besagtem Wollgeschäft lande ich aber öfters, wenn ich in Mainz bin.

Da waren wir dann nun. Für ortskundige Mainzer, zwischen Karstadt in einer der Seitengassen/anbauten. Erst mal nur schauen. Die wirklich emsigen und gar nicht aufdringlichen Verkäuferinnen sprachen uns dann auch an. Ich sagte gleich, dass ich erst mal nur schauen mag. Sie nickte wissend und wollte sich gerade umdrehen mit den Worten: Falls Sie doch Hilfe brauchen… da meinte ich, mit strahlenstem Lächeln: und streicheln! Die Verkäuferin grinste dann ebenfalls wissend.

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Da fiel mir ein, ich wollte schon immer mal aus diesem komischen Garn Spülschwämme machen. Und da ich schon mal in einem Fachgeschäft war, fragte ich da halt nach. Das Gespräch mit der Verkäuferin war sehr erheiternd, für alle Beteiligten. Ich war recht bald um 3 Knäuel dieser Wolle reicher und 2 Anleitungshefte gab es auch dazu. Auch meine Freundin war kaufwillig. So standen wir dann an der Kasse.

Meine Freundin nur so, dass es ja mal wieder typisch ist, dass meine Wolle LILA ist. Ja, das ist typisch. Und ich meinte nur, dass ich da mittlerweile auch voll zu stehen würde. Während wir also zahlten oder so, stellten wir fest, dass in dem Anleitungsheft auch Einhörner waren. Einhörner sind eindeutig meine neue Leidenschaft und ich war sofort hin und weg.

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Die Verkäuferinnen dort sind wirklich sehr emsig. Denn eine meinte sofort, sie hätten auch Einhornknöpfe. Ich war stark, ich habe NUR einen mitgenommen. In Lila natürlich. Auch den bezahlte ich, bis wir zum Thema Glitzergarn kamen. Nun ja, wir fanden auch da eins mit Lila. Und somit kaufte ich auch dieses noch. Da wusste ich schon, dass das ein Paar Socken nur für mich gibt.

Nun ja Weihnachten war es dann so weit und ich strickte mir aus dem Glitzergarn ein Paar Socken. Vorher allerdings wälzte ich tagelang mein neu erworbenes Sockenmusterbuch. Ok ich habe es bereits auf der Kreativ-Messe erworben. Von Regia zu einem unschlagbaren Preis. Dort sind wirklich viele tolle Muster drin. Ich entschied mich für Zartes Apricot, edle Struktur. Ich wollte ein einfaches Muster, was aber was hermacht.

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Gestrickt habe ich wieder Toe Up mit Bumerangferse und ich habe quasi nur die Strickschrift grob übernommen. Denn statt aus irgendeinem Querfaden habe ich die Masche aus der Masche rechts verschränkt aufgenommen.

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Gestern habe ich nun endlich mal die Fäden vernäht. Und eigentlich wollte ich mit Euch heute eine kleine Fototour machen, weil ja heute der 12. ist. Nun bin ich krank und habe mich gerade mal aufgerafft, einmal um die Ecken zu gehen, eine Apotheke und Rewe anzusteuern und habe eben dort auch Fotos gemacht.

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Ich habe leider keine Ahnung, was das für genau eine Statur ist. Die steht schon länger da und ich weiß auch, wo sie vorher mal stand. Zwischenzeitlich war sie auch mal irgendwie für Pokemon Go wichtig. Leider lassen sich auch im Netz gerade keine Informationen finden.

Gestrickt aus dem Buch Die 100 schönsten Socken aus dem Topp-Verlag. Die Wolle ist aus dem bezaubernden Wollladen in Mainz, von der ich aber leider kein Schild mehr habe.

Ich reihe mich nun bei folgenden Linkpartys ein: Creadienstag, Auf den Nadeln, Stricklust, Froh und Kreativ, SewLala  –Ich habe ja eindeutig was aus einem Buch gestrickt :-)