Rucksackreparatur

Ich bin kein typischer Handtaschentyp. Meinen Rucksack schleppe ich aber fast überall mit hin. Und den lasse ich auch selten los, was oftmals als liebenswert spleenig angesehen wird. Kann ich mit leben.

Nun nutze ich seit längerem einen schwarzen Bundeswehrrucksack. Irgendwie gaben alle Rucksäcke vorher recht schnell den Geist auf. Was eigentlich kein Wunder ist, da ich alles mögliche damit durch die Gegend trage. Beim letzten Rucksackkauf war ein Kriterium, der Rucksack muss stabil sein und er muss groß genug sein, um da auch meine Einkäufe rein zu bekommen. Am liebsten ist es mir, wenn ich auch mal sechs 1,5 Liter Flaschen da rein bekomme. Farblich sollte er neutral sein. Und all zu teuer sollte ein neuer Rucksack auch nicht sein, wenn man meinen Verschleiß betrachtet.

Damals fiel meine Wahl eben auf einen schwarzen Bundeswehrrucksack. Der ist groß, in der Farbe schwarz eindeutig neutral. Und eigentlich dachte ich mir, den kann ich ja noch aufpeppen. Und außerdem war er günstig.

Die Träger lösten sich recht bald auf und ich hatte einen Träger auch schon mal geflickt. Im Herbst löste sich dann das Polster aus einem Träger. Trotzdem ließ sich der Rucksack benutzen und ich legte das Polster bei Seite. Letztes riss dann genau der Träger. Da der Rucksack verstellbare Träger hat, konnte ich den einfach oben an den Haltegriff knoten. Was aber nicht wirklich schön aussah, vor allem da sich die Träger eben auflösten und genau dieser Träger an sich hauptsächlich aus schwarzen Fäden bestand, die doof rum hingen.

Nun ja zurzeit ist in meinem Budget kein neuer Rucksack vorgesehen. Ich dachte mir nun, ich könnte ja auch einfach über die vorhandene Träger einen schönen Stoff drüber nähen. Dachte zu erst an richtig flippig mit Krawatten. In einem neu eröffneten Stoffgeschäft vor Ort entschied ich mich für einen schwarzen Stoff, der mir gefiel. Bedruckt waren die allerdings recht teuer und man schneidet in dem Laden leider erst ab 0,5 Meter zu. In Anbetracht meiner Stoffberge und meines Geldmangels war mir das zu teuer. So entschied ich mich für einen schwarzen Stoff mit kleinen weißen Sternen. Ich liebe ja Sterne.

Zwei Nähmaschinennadeln später und ich habe endlich wieder einen halbwegs passabel aussehenden Rucksack. Ich bin nämlich schon auf den kaputten Rucksack angesprochen worden. Und bevor mir nun jemand einen Rucksack aufdrängt, der nicht meinen Bedürfnissen entspricht, habe ich meinen zu besserem Leben erweckt. Und ich finde das auch richtig toll mit den neuen Trägern.

Ach ja die alten Träger blieben dran und ich zog quasi eine Schutzhülle drüber und nähte diese fest und den kaputten Träger neu oben dran.

 

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Endlich ein Vorhang

Momentan bin ich unmotiviert. Ich habe in der letzten Woche zwar meine neuen Vorhänge umgesteckt und wollte sie auch nähen. Erst scheitere es daran, dass ich Abends, eher spät Abends, nicht die superlaute Nähmaschine benutzen wollte. Die leise Nähmaschine zickt. Dann hatte ich kein passendes Garn. Was eher ein Weltwunder ist, denn ich brauchte LILA Garn und ich mit meinem LILA Tick habe kein LILA Garn?

Nun ja Garn im Haus. Vorhänge sind fertig. Und ich bin richtig stolz auf mein ersten Vorhänge! Ok da müssen noch ein paar mehr von diesen Gardinenrollen dran. Aber vorerst erfüllt der Vorhang seinen Zweck. Und zur Belohnung habe ich heute Nachmittag auch gleich mit einem Top aus Krawatten begonnen. Ratet mal in welcher Farbe?

 

 

Wäschenetz

Ich bin letztes Jahr umgezogen. Da taucht ja so einiges auf, was man entweder schon ewig irgendwo im Schrank hatte oder es fallen Dinge an, die man in der neuen Wohnung nicht mehr würde gebrauchen können. Bei mir waren das unter Anderem Fliegengitter. Irgendwie habe ich da reichlich davon. Was aber auch daran liegen könnte, dass man eine komplette Packung günstiger bekommt, wie wenn man diese Klebestreifen extra kaufen würde.

Nun bin ich nach dem Umzug trotzdem weiter am Ausmisten und eigentlich sind mir die Fliegengitter zu schade zum wegschmeißen. Aber anbringen will ich auf keinen Fall mehr welche. Zwischenzeitlich stellte ich auch fest, dass meine Wäschenetze dringend ersetzt werden müssen. Da ich eh konstant knapp bei Kasse bin, fand ich den Gedanken 5 Euro für 3 Wäschenetze auszugeben, die ich nur einmal die Woche brauche, zu teuer. Grübelte dann ständig, ob ich nicht mit den Fliegengittern Wäschenetze machen könnte.

Durch eine Bekannte gab es dann noch Kinderschlafsäcke. Die haben lange Reißverschlüsse. Diese habe ich raus getrennt. Die Kinderschlafsäcke waren sonst nicht mehr wirklich zu gebrauchen und wurden entsorgt.

Der erste Versuch scheitere jämmerlich. Ich wollte die Fliegengitter nämlich gerne doppelt nehmen. Aber irgendwie rutsch dann alles noch mehr weg als so schon. Der zweite Versuch klappte besser. Zwar ein wenig schief, weil eher Pi Mal Daumen gearbeitet. Den ersten Waschgang durfte das neue Wäschenetz auch schon mitmachen, denn ich habe befürchtet, der Stoff ist doch zu dünn und zu elastisch. Aber klappte wunderbar.

Da ich damit eindeutig Creativ war, ist dieser Post auch bei Creadienstag zu finden.

Und ich habe eindeutig etwas altes zu neuem Leben verändert und deshalb ist der Post auch bei Upcycling-Dienstag zu finden.

Kreativer Lückenfüller

Im Moment bin ich nicht wirklich fleißig. Zumindest nicht sichtbar. Die Tage habe ich aus einem Fliegengitter und einem Reißverschluss aus einem Kinderschlafsack ein Wäschenetz genäht. Was mich bald in den Wahnsinn getrieben hat. Erst die Reißverschlüsse raus trennen. Das Annähen klappte auch nicht wie gewünscht. Dann sprang mir der Schlitten aus den Reißverschlüssen und ich hab die nur mit Mühe wieder rein bekommen und so weiter. Auf alle Fälle muss das Wäschenetz nun am Wochenende erst mal den Praxistest bestehen. Ich befürchte nämlich ein Fliegengitter ist nicht stabil genug.

Da es aber viele Bilder alter Werke von mir gibt, kann ich durchaus mal hier was verlinken. Strumpfblumen. Die waren in meiner Kindheit in den 70er Jahren irgendwie total in. Ende der 90er Jahre fragte man mich in meinem Bastelladen, ob ich das mal versuchen möchte, sie würden gerne eine Vorführung damit machen. Ich habe es hin bekommen und durfte auch die Vorführung machen. Das Material habe ich immer noch. Inklusive alter Strumpfhosen, schön bunt, wie sie in den 80er und 90er Jahren modern waren.

Irgendwann trat jemand auf mich zu, man habe einen schönen Korb. Selbst geflochten und gefärbt. Ob ich mir was zum Füllen einfallen lassen könnte. Da fielen mir die Strumpfblumen wieder ein und ich habe im 21. Jahrhundert die Sachen wieder raus gekramt.

Hier das entstandene Werk:

HandyLadeTäschchen aus Lieblingsstoff

Als ich die HandyLadeTäschchen aus Krawatten nähte, gab es auch noch eines aus meinem Lieblingsstoff. Da das beim Posten letzter Wochen aber auf dem Weg als Geschenk war, muss ich es nun nach reichen.

Zum Verschließen keinen Knopf. Ich habe ein Vögelchen ausgeschnitten, mehrfach Vliesline drunter gebügelt und fest genäht. Zu dem Geschenk gab es dann noch ein TaTüTa, welches u.a. einen der Stoffe enthielt.