Jeans-Adventskalender

Vor ein paar Wochen stieß ich bei Nähfrosch auf einen Adventskalender aus Jeans. Der hatte es mir angetan. Jeans ist nun mal mein Material. Da aber bereits alle in meinem Umfeld mit einem Adventskalender versorgt sind, suchte ich nun ein Opfer.

Mir fiel dann auch jemand ein. Problem an der Sachen, sie ist Muslimin und steht gar nicht auf Glitzer Bling Bling. Aber Adventskalender gehen immer, wurde mir mitgeteilt. Nur mit dem Glitzer Bling Bling Tüdelkram wurden wir uns nicht einig. Ich mag das nämlich durchaus sehr. Und ich schwebte gedanklich schon in der Glitzerwelt.

Ich wusste, ich möchte den Adventskalender nur mit Zitaten füllen. Deshalb brauchte ich kleinere Taschen. Ich habe dann einige kaputte Kinderhosen organisiert. Erst mal einfach nur organisiert. Wie ich dann zu meiner Freude feststellen durfte, reichten die Hosentaschen der Kinderhosen für meinen Adventskalender. Mit 3 vorderen Taschen, die die verwendete Jeans hatte, brauchte ich ja nur noch 21 andere Taschen.

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An zwei oder drei Fernsehabenden trennte ich die Taschen ab. Zwischenzeitlich stolperte ich bei diversen Linkpartys auf die Idee, dass man einen solchen Adventskalender ja auch ganzjährig als Utensilo verwenden könnte. Somit war dann auch das Thema weihnachtlicher Tüdelkram vom Tisch. Denn die Idee hatte was. Ich selber mag es ja, wenn man etwas für verschiedene Zwecke verwenden kann. Die Empfängerin tickt da ähnlich.

Da ich einige farbige Hosen dabei hatte, wurde der Adventskalender auch ein wenig bunt. Was mir sehr gut gefällt.

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Da der Adventskalender das ganze Jahr als Utensilo verwendet werden soll. habe ich die Zahlen nicht direkt auf die Taschen gemalt. Ich habe kleine Wäscheklammern besorgt. In meinen Vorräten befanden sich noch Lila Sterne, die ich einfach mit Zahlen beschriftete und auf die Wäscheklammern klebte.

Da sich in meinem Haushalt irgendwie massig kleine Schokoriegel wie Twix, Snickers und Mars befanden und ich außerdem noch massig Geschenkpapierreste hatte, befüllte ich den Adventskalender doch mit Schokoriegeln und Zitaten. Ich wickelte die Schokoriegel in Geschenkpapier, wicktelte die Zitate da drum, befestigte das mit Loom Gummis und steckte das in die Taschen.

Außerdem bemalte ich einen alten Kleiderbügel mit Sternen und einen Hinweis auf die Empfängerin. Leider sieht man das auf den Fotos nicht wirklich gut. Aber so ist die Aufhängung auch gleich mit dabei.

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Die Empfängerin war auf alle Fälle begeistert. Von der Freude werde ich noch lange zehren können 🙂

Diese Woche reihe ich mich nun bei folgenden Linkpartys ein: Creadienstag, Upcycling-Dezember, Taschen und Täschen, Taschen Sew Along November ,  Weihnachtszauber,  Alt trifft Neu

 

 

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Es herbstelt – neue Restekörbchen

Mein Nähversuch mit Krawatten hatte leider nicht das gewünschte Ergebnis. Vielleicht zeige ich das misslungene Endprodukt irgendwann mal. Diese Woche müssen weitere Restekörbchen her halten.

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Ich habe dieses Mal ein T-Shirt verwendet. Aus dem Altkleidersack. Mir gefiel das Muster. Eigentlich wollte ich daraus was anderes nähen, aber mich hat die Lust verlassen. Aber für Restekörbchen war es ideal, da es so unterschiedlich gemustert war. Und das Wickeln gestaltete sich herrlich einfach, denn ich musste einfach nur einen Streifen nach dem anderen aufwickeln und musste mir mal keine Gedanken um Abwechslung machen.

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Als ich gestern unterwegs war, habe ich das trockene Wetter genutzt, um im angrenzenden Kurpark Fotos meiner Werke zu machen. Wie man sieht, wird es Herbst.

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Die drei Körbe sind unterschiedlich groß geworden. Was auch meine Absicht war. Denn so gleicht kein Körbchen dem Anderen.

Verlinkt bei: Creadienstag, Upcycling-Oktober und Alt trifft Neu.

Krawatten treffen auf Schlüssel

Meine Lieblingskollegin drückte mir Letztens die Schlüssel zu unseren heiligen Hallen in die Finger, weil sie früher gehen musste. Ich solle doch bitte abschließen. Klar kein Problem. Die Schlüssel hüte ich natürlich wie mein Erstgeborenes.

Die Schlüssel wurden aber nur von einem Gummiband zusammen gehalten. Immerhin war es ein stabiler Gummi. Ich hatte trotzdem schon alle Schlüssel einzeln zusammen gesucht. Also musste nun ein Schlüsselband her.

Momentan arbeite ich an etwas mit Krawatten. Ok mein Schweinehund und ich werden sich da gerade nicht einig – was an sich heißt, ich komme gerade nicht weiter. ABER ich habe massig Reste von den Krawatten. Die ich nun zu einem Schlüsselband verarbeitet habe.

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Wie man sieht, wirklich kunterbunt gemischt. Ok ich hatte blaue, grüne und rote Krawatten.

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An der Stelle, an der ich das Band zusammen genäht habe, habe ich ein Webettikett von den Krawatten angenäht.

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Und auf der Rückseite einen Knopf, den ich vorher noch mit einem Krawattenstück umhüllt hatte.

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Und da bei mir selten was ohne Pleiten, Pech und Pannen abgeht:

Ich hatte einen Schlüsselring, den ich verwenden wollte. Der war mir dann allerdings gestern Abend doch zu klein für das Schlüsselband. Ich wusste aber, ich habe irgendwo noch eine ganze Tüte mit Schlüsselringen. Die ich dann suchte.

Also Bastelschrank auf und rein gesehen. Ein paar Kistchen und Tütchen entnommen – leider alle ohne Schlüsselringe. Ok, dachte ich mir, dann muss der kleine Schlüsselring eben doch passen.

Nun ja, er passte nicht wirklich und ich setzte mich vor meinen Bastelschrank und fing von unten an alle Kisten zu öffnen. Bis ich am obersten Fach war. Die Kisten auf der rechten Seite hatte ich bereits alle durch. Die mittlere Kiste dann auch und ich wendete mich an die Kistchen auf der linken Seite. Da lachte mich auf einem Karton ein Schildchen entgegen, auf dem u.a. Schlüsselringe stand. Immerhin hatte ich die Kiste irgendwann bereits gekennzeichnet. Da waren sie dann auch drin.

Ich besuche nun noch den Creadienstag, den Upcycling-Oktober und Blog Party #7

Restekörbchen in Schwarz

Ich bin weiterhin fleißig am Wickeln und Nähen von Körbchen. Nun allerdings gänzlich ohne Seil. Tischdecken und ähnliches in Streifen gerissen, aneinander genäht und dann umwickelt. Klappt immer besser.

Für diese Woche habe ich mal schwarz gewählt. Die Reste sind von allem möglichen. Hemden, Tüchern und was sich sonst noch so fand.

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Ich habe drei unterschiedliche Größen genäht. Damit es nicht langweilig wird. Auch von der Höhe unterscheiden sich die Körbchen.

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Und ich finde ja, die sehen auch von unten hübsch aus.

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Und ich verlinke mich nun beim Creadienstag und dem Upcycling-September.

 

Sternenshirt mit langen Ärmeln

Ich war vor Kurzem zu einem Nähnachmittag in einem süßen kleinen Nähgeschäft in einem Wiesbadener Vorort eingeladen. Mir war vorher klar, ich möchte was mit langen Armen nähen. Für den Sommer habe ich eindeutig genug Oberteile und davon sind viele mittlerweile selbst genäht.

Die Stoffauswahl war schon schwieriger. Ok, ich bin da immer schwierig. Aber die Besitzerin hat tatsächlich einen Stoff mit Sternen gehabt. Die sind zwar nicht Lila, aber immerhin Pink. Und was grau gemustertes als Untergrund. Das ist wiederum genau mein Ding.

Lang sollte es sein, wallend – ich liebe wallende Gewänder. Da ohne Schnitt gearbeitet wir, wurde erst mal großzügig zugeschnitten. Bei der Anprobe habe ich mich sofort in die überlangen Ärmel verliebt <3.

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Die Besitzerin des süßen Stofflädchens hat mit ihrer Overlook noch einen Rüschenrand an den Armabschlüssen und dem Saumabschluss gezaubert. Ich bin immer noch ganz verliebt.

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Nun habe ich es endlich das erste Mal tragen können. Bisher war es dazu eher zu warm. Es schien die Sonne, es fing an zu tröpfeln, meine Fotografin und ich hatten gleich einen Termin und so entstanden 3 schnelle Fotos. Die anderen beiden mit Shirt und mir erspare ich euch – ich finde mich darin nur fett.

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Und deshalb bin ich diese Woche eindeutig ein Fall für den MeMadeMittwoch!

Infiziert – Rope Bowls

Auf diversen Blogs stolpert man ja bereits seit Wochen über diverse Rope Bowls. Irgendwie gefallen mir die kleinen Körbchen ja sehr gut. Außerdem sicherlich eine gute Möglichkeit Stoffreste los zu werden.

Allem vorweg startete ich dann erst mal die Suche nach geeigneter Kordel. In meinem Holzfachgeschäft gab es nur Kordel, die zu dick war. Die bekommen leider auch keine mehr nach. Mein Bastelgeschäft hat vor wenigen Monaten geschlossen. In einem anderen Bastelgeschäft wurde ich leider nicht fündig. Baumärkte sind hier nur sehr schwer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Ich gab die Suche schon fast auf.

In einem 1 Euro Laden wurde ich dann fündig. Eine Kordel, 20 Meter, weiß und das alles für 1 Euro. Damit konnte ich nicht viel verlieren. Daheim entschied ich mich für die Farbe blau und umwickelte die 20 Meter Kordel nach und nach. Danach ging es ans Nähen.

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Ich gestehe, ich saß vor dem fertigen Körbchen und dachte nur: Boah ist das geil geworden.

Mir war klar, davon möchte ich mehr nähen. Außerdem sah ich meine Stoffrestesammlung schwinden. Aber irgendwie wollte ich nicht noch Geld in die Kordel stecken. 20 Meter sind mehr eh zu wenig.

So setzte ich mich hin, griff mir eine weiße Tischdecke, riss die in Streifen, nähte die Streifen zusammen, rollte die Streifen dann und umwickelte sie mit meinen Stoffstreifen. Diesmal in Lila.

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Mir gefällt das Ergebnis recht gut. Es wird nicht ganz so „steif“ wie mit Kordel, aber das Körbchen kann sich durchaus sehen lassen. Und es ist vor allem ein kompletten Upcycling-Objekt.

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Das Wickeln macht süchtig. Ich sitze nun seit Tagen mit selbst gedrehter Kordel aus Stoffstreifen mehrerer weißer Tischdecken vorm Fernseher und es macht irgendwie glücklich. Es werden also noch ein paar der Stoffkörbchen folgen.

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Und damit wandere ich nun zum Creadienstag und dem Upcycling-September.

Heinrich trifft Paris

Meine Schwägerin hatte Geburtstag. Ich schenke ja sehr gerne was Genähtes dazu. Vor Jahren hatte ich ihr mal einen Wendeeinkaufsbeutel genäht. Den trägt sie oft bei sich, auch wenn wir uns zufällig sehen. Ich fand aber, da muss mal was Neues her.

Geplant war an sich ein Einkaufsbeutel. Ich hatte im Kopf auch schon einen Stoff, der ihr sicherlich gefallen würde. Ich habe nun alle Wiesbadener Stoffeinkaufsmöglichkeiten teilweise mehrfach abgeklappert und nichts passendes gefunden.

Mittlerweile tendierte ich dazu, eben eine Tasche aus meinem Fundus zu nehmen. Wobei ich die schönste Tasche aber erst mal an eine sehr liebe Freundin zum Geburtstag verschickt habe.

Beim Surfen fiel ich dann Ende letzter Woche über die Tasche Heinrich von Was Eigenes. Ich dachte sofort: Die ist es. Ich ging gedanklich noch mal meinen Stoffvorrat durch und kam weiter zu dem Ergebnis, da ist DER Stoff für meine Schwägerin nicht mit dabei. Aber immerhin wusste ich, dass ich einen schicken schwarzen Stoff mit Muster für das Innenfutter hatte.

Kurzerhand änderte ich meine Samstagsplanung. Früher aus dem Haus, zu Karstadt und Stoffe anschauen. Danach Vater treffen und Herrn Schulz „bewundern“ und wenn ich bei Karstadt nicht fündig geworden wäre, auf dem Heimweg noch in einem anderen Stoffladen vorbei.

Bei Karstadt fand ich dann einen schönen Stoff mit Eifelturm. Irgendwie passte der und kam mit. Wohlweislich auch gleich 60 Zentimeter. Gurtband hatten die auch und ich nahm gleich mal 2 Meter mit.

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Als ich Nachmittags endlich zum Nähen kam, kam auch bald die Ernüchterung. Der Stoff reicht nicht. Ich habe mich erst mal mit was anderem beschäftigt und mich dann entschloss, eine Seite der Außentasche eben mit dem Parisstoff zu machen und die Rückseite aus einem gestreiften Hemd. Das passte dann auch wunderbar.

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Mit dem Gurtband habe ich ein wenig experimentiert. Die angegebenen 2×50 cm erschienen mir sehr kurz. Da ich aber 2 Meter hatte, habe ich die halt geteilt. Was sich später auch als mein Glück herausstellte. Ich habe das Gurtband nämlich nicht auf die rechte Seite, sondern die linke Seite genäht. Da ich da so oft drüber bin, habe ich das Stück dann einfach abgeschnitten.

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Fazit: Ein supertolles Schnittmuster, welches wirklich einfach und eigentlich schnell zu nähen ist. Ich kann es nur empfehlen.

Die Woche bin ich bei folgenden Linkpartys zu finden: Creadienstag, Upcycling-September, Taschen und Täschchen, Kostenlose Schnittmuster.