Das erste Geschenk

Ich bin noch lange nicht beim ersten Weihnachtsgeschenk angekommen. Erst mal ist die Geburtstagsrunde dran. Nachdem ich schon nichts selbst gemacht habe, habe ich das Geschenk zumindest selbst verpackt. Dieses Mal mit sehr viel Liebe, denn ich hatte Zeit.

Auch wenn das Geschenk für einen Mann ist, habe ich das rosa Geschenkpapier gewählt. Es war die einzige Rolle, an die ich ohne Probleme in meinem momentanen Bastelvorbereitungschaos dran kam.

Dafür habe ich mir Mühe mit dem Verpacken gegeben. Und als Dekoration kamen noch Schleifen drauf. Dieses Mal ein Upcycling-Werk. Irgendwie geht es bei mir ja nicht mehr ohne oder?

Vor vielen, vielen Jahren, als ich dachte, ich als Singlefrau brauche unbedingt einen Weihnachtsbaum, habe den Christbaum damals mit massig selbst gemachten Schleifen geschmückt. Sah Klasse aus. Die Bänder habe ich immer noch und verwende sie nun zum Verzieren von Geschenken.

Und das Geschenkpapier – als ein Freund mit seinem Vater umzog, klagte er mir sein Leid, dass sein Vater Geschenkpapier in allen Farben hat. In einer so großen Menge, dass fraglich ist, wen er alles beschenken möchte. Ich spottete nur, ich würde es gerne nehmen. So kam u.a. dieses Geschenkpapier in meinen Haushalt.

Diverse Freunde haben damit verpackte Geschenke erhalten. Kommentar eines Freundes: MIR hat jemand ein rosa Päckchen geschickt! Ja ihm, der rosa hasst. Gute Nachricht, ich habe heute alle Reste verbraucht!

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Das war auf alle Fälle eine prima Übung für Weihnachten – wobei ich kaum Weihnachtsgeschenke verschenken werde.

Damit finde ich mich nun auf den letzten Drücker beim creadienstag ein und auch den Upcycling-November beehre ich mal wieder.

Sternendecke Nummer 2

Ich hatte ja im letzten Jahr begonnen eine Sternendecke zu häkeln. Leider reicht die Wolle nicht und das Projekt liegt erst mal auf Eis. Da ich aber im Sommer eine Handarbeit brauchte, die sich leicht mit nehmen lässt, habe ich mit einer weiteren Sternendecke begonnen. Dieses Mal in Blautönen, als Weihnachtsgeschenk – die Empfänger mögen blau.

Mit der Sternendecke bin ich nun seit Wochen beschäftigt. Ich habe insgesamt 300 Sterne gehäkelt und umhäkelt. Um mich zu motivieren, wollte ich eigentlich ALLE Teile in meinem Flur ausbreiten und die dann auch sortiert weg packen zum zusammen Nähen.

Nun ja, es passten nicht alle in meinen Flur. Ich habe dann beschlossen, ich nähe die nun so zusammen wie es passt. Ok die auffälligsten Teile, bzw. die, von denen ich am meisten habe, habe ich getrennt gepackt.

Hier ein Teil meiner Sterne zu 20er Stapeln gestapelt.

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Und hier der Versuch alle Teile in meinem Flur auszubreiten.

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Verarbeitet habe ich mal wieder Wollreste. Die Wolle am Rand ist zugekauft. Ein paar Knäuel Wolle habe ich ebenfalls zugekauft. Nun geht es an das zusammen Nähen.

Meine Sternendecke ist diese Woche eindeutig ein Fall für den Upcycling-November und den Creadienstag.

Kreativ-Welt 2016

Am letzten Wochenende war es mal wieder so weit und die Kreativ-Welt in Frankfurt hat ihre Tore geöffnet. Ich vermisse ja immer noch den sehr nahen Veranstaltungsort in Wiesbaden. Aber die Messe ist mir so wichtig, dass ich dafür auch nach Frankfurt fahre.

Die Messe war schon größer als damals in Wiesbaden. Aber irgendwie habe ich (mal wieder) mehr erwartet. Zumindest gab es weniger Stände mit Stoffen als letztes Jahr. Dafür wurde wesentlich mehr Wolle angeboten. Mein Wollbedarf ist allerdings weit gedeckt.

Wirklich neue Inspirationen habe ich leider keine gefunden. Ich habe deshalb auch nur eine neue Schneidematte, ein paar Nadeln, zwei Stoffe und Kleinkram gekauft.

Aus dem Stoff mit den Totenköpfen soll ein Shirt für meinen Bruder zum Geburtstag werden. Ich muss aber erst mal einen Schnitt suchen. Außerdem brauche ich noch einen Kontraststoff. Vielleicht fällt mir bei der Suche noch anderer Stoff in die Finger und ich vernähe den Stoff doch für mich. Mal sehen.

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Neues Material also für meine Teilnahme beim creadienstag!

Kartoffelbreiauflauf mit Spitzkohl und Rosenkohl

Ich war die letzte generell sicherlich fleißig, aber irgendwie bekomme ich gerade kein Projekt fertig.

Als ich heute mein Abendessen vorbereitet habe, dachte ich so, irgendwie ist das gerade ja auch Upcycling. Ich mache aus Etwas, was eigentlich ein Rest ist, was absolut Neues. Gebe dem Rest ein neues und spannenderes Leben.

Irgendwie liebe ich Kartoffelbrei. Aber nur selbst gemacht. Was aber an sich für meinen Singlehaushalt in keinem Kosten-Nutzen-Verhältnis steht. Die Herstellung dauert seine Zeit, das Saubermachen ist auch nicht ohne. Zumindest finde ich Kartoffelbreireste oft nur schwer zu entfernen. Selbst wenn ich den Topf einweiche. Oder sagen wir aufwendiger als bei vielen anderen Gerichten.

Wobei ich den Herstellungsprozess schon stark minimiere. Und ich koche meistens reichlich Kartoffelbrei und verwerte den am nächsten Tag noch in irgendeiner Form. Als Kartoffelplätzchen oder zur Zeit zu Auflauf.

Nun fanden sich in meinem Kühlschrank auch noch Rosenkohl und Spitzkohl. Und ich ging ans Werk. Ich habe beide Gemüsesorten geputzt und gewaschen und in Streifen geschnitten. Ich werde nie wieder Rosenkohl in Streifen schneiden, denn das nahm kein Ende. Auch Schinken und Zwiebeln habe ich in Streifen geschnitten. Alles zusammen wurde leicht angeschmort. Der Kartoffelbrei wurde in eine Auflaufform gefüllt und dann das Gemüse darauf gegeben und dann kam noch eine Soße aus Sahne, Milch, Eiern, geriebenem Käse und Gewürzen drüber.

Und heute Abend kam der Auflauf für 40-60 Minuten in den Backofen. Er war ausgesprochen lecker und ich werde nun die nächsten Tage ein Abendessen haben. Bei mir ist das Abendessen die Hauptmahlzeit.

So sah mein Auflauf nach dem Backen aus.

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Zutaten:

Kartoffelbrei vom Vortag

Spitzkohl

Rosenkohl

Zwiebeln

Schinken

Butter und Öl

Käse

Sahne

Eier

Milch

Gewürze

Zubereitung:

Ich habe meinen Kartoffelbrei gestern gekocht. Einfach Kartoffeln schälen und würfeln und in Salzwasser kochen. Ich gieße das Wasser dann ab, gebe ein wenig Butter dazu und Sahne und nehme dann mein Handrührgerät zur Hilfe – Handrührgerät und nicht den Pürierstab. Mein Brei wird fabelhaft, hat aber durchaus noch Stückchen.

Spitzkohl, Rosenkohl und Zwiebeln putzen. Dann in Streifen schneiden. Den Schinken habe ich auch in schmale Streifchen geschnitten.

Die Zwiebeln in heißem Fett leicht anbräunen. Dann Gemüse und Schinken dazu geben. Mit Salz, Gemüsebrühpulver (ich mache das auch selber) und Pfeffer (ich habe einen Paprikapfeffer zu Hause) würzen. Ich habe noch eine Prise Zucker dazu gegeben, weil der Rosenkohl gerne bitter wird. Nun ein wenig Flüssigkeit zugeben und das ganze gute 20 Minuten vor sich hin schmurgeln lassen. Bei der Flüssigkeitsmenge sollte man aufpassen, sonst wird der Auflauf sehr flüssig.

Eine Auflaufform einfetten und den Kartoffelbrei rein geben. Das gekochte und abgeschmeckte Gemüse auf den Kartoffelbrei geben.

Ich reibe meinen Käse selber. Ich nehme in der Regel Gouda. Dann habe ich noch 4 Eier (die mussten weg), Sahne und Milch dazu gegeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Ich gebe für die Farbe meistens noch eine Prise Paprikapulver dazu, denn ich bin der Meinung, dann bräunt die Käsemasse appetitlicher. Das dann gleichmäßig auf dem Auflauf verteilen.

Ich habe den Auflauf noch ein paar Stunden kalt gestellt und später bei etwa 170 Grad eine knappe Stunde gebacken. Und mein Auflauf war ausgesprochen lecker.

Ich finde, so kann man schnöden und einfachen Kartoffelbrei wunderbar aufwerten.

Da die Idee auf meinen Mist gewachsen ist und ich eindeutig kreativ war, reihe ich mich auf den letzten Drücker beim creadienstag ein. Da ich aus einem Rest was tolles Neues gemacht habe und ich das als Upcycling der anderen Art ansehe, wandere ich auch mal zum Upcycling-November.

 

Willbert im Jeans-Sorgen-Wunderland

Heute möchte ich Euch Willbert vorstellen. Willbert ist eine Art Kuscheltier mit Reißverschlusstasche. Allgemein wohl auch unter dem Namen Sorgenfresser bekannt. Entstanden ist er aus einem geliebten Stoff mit Elchen (ok könten auch Renntiere sein). In der Anleitung wird der Bauch an sich aus Streifen gearbeitet, was mir aber nicht gefiel.

Willbert bewacht auf dem Foto diverse Jeansabschnitte. Ich bin nämlich eigentlich dabei Jeanstaschen zu nähen. Als ich damit anfing, zog ich meine Kisten, die mit Jeans gekennzeichnet waren, hervor und stellte fest, brauchbare Jeans sind da nicht mehr wirklich drin.

Ich habe aber noch Jeans organisieren können, die ansonsten in der Altkleidersammlung gelandet wären und war erst mal damit beschäftigt, alle nicht benötigten Teile zu entfernen.

sorgenfresser

Willbert beehrt heute auch den 250. creadienstag und er darf auch mal beim Upcycling-Oktober vorbei schauen, auch wenn er nur Teile des Upcycling-Projektes bewacht.

Marmorlebkuchen mit Alibi-Apfel

Viele Familien haben ja Familien-Backrezepte. Bei uns gibt es so was leider nicht. Wobei ich aber eine große Auswahl an Rezepten habe, die ich immer wieder backe.

Irgendwann durfte ich mal einen Kuchen probieren, den ich einfach genial fand. Als ich das Rezept endlich erhalten habe, war ich doch sehr verwundert, dass es sich um Lebkuchen vom Blech handelt. Denn mit den typischen Lebkuchen hatte dieser Kuchen wenig gemeinsam – außer die Gewürze.

Ich variiere ja gerne mal. Die Gewürze oder Nüsse austauschen oder den Teil halbieren und mit Kakao „färben“. Das Rezept ist schnell gebacken und man bekommt einen wunderbar saftigen Kuchen.

marmorlebkuchen

Auf dem Bild gab es noch einen Alibi-Apfel dazu.

Das Rezept – die Änderungen, die ich vornehme, schreibe ich dazu.

Zutaten:

350 Gramm Mehl

300 Gramm Zucker

1 Vanillinzucker (oder 3-4 Teelöffel selbst gemachten Vanillezucker)

1 Backpulver

100 Gramm gemahlene Haselnüsse (ich verwende grundsätzlich Mandeln)

1 Päckchen Lebkuchengewürz (hier variiere ich – statt dem Lebkuchengewürz Zimt oder Zimt und Anis)

250 ml Milch

150 Gramm flüssige Butter oder Margarine

2 Esslöffel Honig (ich verwende hier gerne die Reste oder kristallisierten Honig)

4 Eier

Nach Wunsch Backkakao

Zubereitung:

Ich gebe in der Regel Milch, Honig (hier kann man wunderbar seine Honigreste los werden) und Butter in einen Topf und lasse die Butter schmelzen.

Dann die trockenen Zutaten und die Eier unterrühren. Die Masse wird recht flüssig!

Ich habe nur einen Teil der Masse auf das Backblech und unter den Rest noch Backkakao gerüht und dann über die helle Masse gegeben. Beim Backkakao mache ich immer nach Gefühl.

Auf einem Backblech bei 170 Grad 20 Minuten backen.

Wer mag kann noch eine Schokoladenglasur drauf machen. Ich habe auch schon einen Klecks geschmolzene Schokolade drauf gemacht und M&Ms rein gedrückt.

Da der Kuchen sich super eignet um irgendwelche Reste los zu werden oder auch sehr gut mit Schokoladenhasen oder Schokoladennikoläuse, die man schmelzen lässt, verzieren lässt, reihe ich mich mal in den Upcycling-Oktober ein.

Vom Bett zum Discounter

Ich versuche gerade mein Leben ein wenig zu minimieren. So räumte ich Letztens auch mein Schrankfach mit Bettwäsche und Tischwäsche auf und fragte mich, ob ich die vorhandenen Mengen wirklich brauchen würde. Die eine Bettwäsche gefiel mir zwar noch gut, aber ich weiß, auf dem Bett möchte ich sie nicht mehr haben. Bei der anderen Bettwäsche fehlte der Kopfkissenbezug. Kann also Beides weg und ich habe mehr Platz.

Einkaufsbeutel kann ich immer gebrauchen. So verarbeitete ich die Bettwäsche nun zu Einkaufsbeuteln. Und dabei fiel mir auch ein weißer Stoff mit Punkten und Karos in die Finger – ich vermute, das war auch mal Bettwäsche. Als Henkel habe ich ein altes Laken in Streifen geschnitten. Irgendwie reichte die Bettwäsche nicht für Henkel.

Ein paar Einkaufsbeutel habe ich schon verschenkt. Die kamen gut an.

Bettwäsche ist wirklich sehr ergiebig für solche Aktionen. Ich habe aus einem Bezug 6 Taschen raus bekommen und ich nähe eher größere Beutel.

Diese Bettwäsche finde ich ja wirklich hübsch, aber es fehlt der Kopfkissenbezug.

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Diese Bettwäsche habe ich geliebt, aber sie entspricht nicht mehr meinen Träumen vom schönen Bett.

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Dieser Stoff fiel mir aus meinen Stoffbergen ins Auge. Ich fand die Idee, beide Seiten unterschiedlich zu gestalten, sehr ansprechend.

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Damit wende ich mich nun dem creadienstag zu – kann mir jemand sagen, warum nicht mehr über die Webseite verlinkt werden kann? Wie ich mittlerweile feststelle, kann ich mich gar nicht verlinken😦

Und ich bin heute eindeutig auch ein Fall für den Upcycling-Oktober und Taschen und Täschchen.