Blaue Strickdecke für die Private Obdachlosenhilfe Wiesbaden

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus oder so. Ich warne gleich mal vor, ich hole nun zu einer längeren Geschichte und Bilderflut aus. Für diejenigen, die nicht so gerne viel Text lesen wollen, beginne ich mit einer Kurzfassung.

Ich habe aus Sockenwollresten eine Decke gestrickt. Und das ganze in Blautönen. Die Decke besteht aus 70 Quadraten, die ich von der Mitte raus gestrickt habe und später mit einem Maschenstich miteinander verbunden habe. Die Decke ist etwa 120 cm x 180 cm groß und wiegt gut 1 Kilo. Sie soll nun für die Private Obdachlosen Hilfe Wiesbaden versteigert werden.

Und nun zur langem Fassung oder wieso warum ich so eine Decke gestrickt habe

Ich habe Anfang der 90er Jahre, während meiner Ausbildung zur Fleischereifachverkäuferin, von meiner Lehrherrin Socken stricken gelernt. In Runden stricken konnte ich bereits, aber die Ferse kannte ich bis dahin noch gar nicht. Bis vor wenigen Jahren habe ich immer mal wieder Socken gestrickt. Aber eigentlich habe ich eher andere Sachen im Handarbeitsbereich gemacht.

Vor ein paar Jahren bildete sich ein kleiner Kreis handarbeitsbegeisterter Menschen im Netz. Nachdem da auch meine Freundin ihre tollen Socken zeigte, beschloss ich, ich stricke nie wieder Socken. Denn soo toll waren meine nie. Dem Vorhaben blieb ich auch eine Zeit lang treu, bis man mich dann doch anfixte. Kommt, lasst uns gemeinsam Socken stricken, hieß der Auftrag, in Strickkreisen auch als KAL (Knit Along) bekannt. Und ich machte einfach mal mit. Und da war es um mich geschehen. Ich stellte fest, wie gut mir Socken stricken bekommt und wie viel Freude ich daran habe.

Es folgte noch das eine oder andere Paar Socken. Nur kenne ich niemand, der selbstgestrickte Socken trägt. Außerdem ist Sockenwolle teuer und ich habe wenig Geld. Da dachte ich mir, ich stricke Socken für Obdachlose. Aus anderen Städten weiß ich, dass es dort durchaus Sockenaktionen für Kältebusse gibt. Ich suchte also noch einer Möglichkeit, wo ich meine Socken innerhalb Wiesbadens an den Mann, bzw. die Frau bringen kann. Bei meinen Recherchen stieß ich bei Facebook auf die Privaten Obdachlosenhilfe.

Wie gesagt, Geld ist knapp bei mir, aber ich habe ja durch Handarbeitsgruppe viele Leute, die immer Wollreste haben. Und so fragte ich mal in die Runde, ob mir jemand Wollreste schicken mag, damit ich daraus Socken für Obdachlose stricken kann. Und seitdem bekomme ich mehrmals im Jahre Wollpakete geschickt.

Im ersten Jahr strickte ich Socken, die dann zwar nicht zur Privaten Obdachlosenhilfe gingen, sondern an Bettina Weiler, die jedes Jahr ein Weihnachtsfest für Obdachlose macht. Im Jahr drauf strickte ich Handschuhe, die ich allerdings noch habe, da ich eine rechtzeitige Abgabe zum Weihnachtsfest nicht geschafft hatte.

Für ein Projekt für dieses Jahr hatte ich mich lange noch nicht entschieden. Fakt ist aber, ich habe bergeweise Wolle. Wobei ich die Wollspenden, in Absprache mit den Spendern, teilweise auch bereits an andere verteilt habe, die ebenfalls wenig Geld haben.

Und dann kam Corona und viel Zeit. Und mit meinem Projekt Pullover stricken kam ich nicht weiter und Kikos Strickschule war auch geschlossen. Außerdem habe ich immer gerne ein kleineres Projekt, das sich gut mit in den Park nehmen kann. Denn im Sommer verbringe ich meine Zeit gerne am Warmen Damm.

Irgendwann stieß ich auf Quadrate, die von der Mitte aus gestrickt werden. Ich hab dann gegoogelt, bis ich eine Anleitung gefunden habe und habe dann rum probiert. Das bot sich definitiv prima an für meine Sammlung an Wollresten. Ich hatte mich schnell entschieden, dass die Decke in Blautönen sein soll. Die ersten Quadrate habe ich allerdings wieder aufgemacht und habe dann beschlossen, die Wolle doppelt zu nehmen, damit das Projekt halbwegs übersehbar ist.

So strickte ich fleißig vor mich hin. Ein Quadrat nach dem anderen wurde fertig. Die einzelnen Quadrate habe ich allerdings nicht abgekettet, sondern habe nur einen Faden durch die Maschen durch gezogen. Zusammengefügt werden sollten die Quadrate mit einem Maschenstich. Da wurde ich allerdings bei Youtube und Google nicht wirklich glücklich und habe damit dann Hilfe bei Kiko in Kikos Strickschule gesucht und gefunden.

Die entstandenen 70 Quadrate habe ich dann erst in einer Reihe zusammengefügt und dann habe ich die Reihen zu einer Decke zusammengefügt. Den Schritt würde ich definitiv beim nächste Mal anders machen. Lieber kleinere Teile zusammenfügen, statt die recht langen Reihen zusammen zu nähen.

Und irgendwann waren alle Quadrate zu einer Decke zusammengefasst. Nun stand ich vor der Qual der Wahl, wie ich den Abschluss mache. Da ich seit Kurzem total auf I-Cord stehe, war bald klar, dass ich einen I-Cord machen werde. Das zog sich natürlich, aber es sieht einfach toll aus.

Obwohl ich einen Teil der Fäden gleich mit eingestrickt hatte, stand nun das Vernähen gefühlter 1000 Fäden auf dem Plan. Auch das war dann irgendwann mal erledigt.

Die fertige Decke schleppte ich dann zu Kikos Strickschule, damit Kiko sie waschen und spannen kann. An dieser Stelle vielen Dank an Kiko, die mir einmal mit Rat und Tat zur Seite stand, aber auch Wolle spendete und die Decke echt toll spannte.

Danach brachte ich die Decke zu Fynn von Kutzschenbach von den Marketing Bees, der mir die wirklich schönen Fotos machte. An dieser Stelle vielen Dank an Fynn, der sogar auf meine Extrawünsche eingegangen ist!

Die „knallharten“ Fakten

Zusammengefasst habe ich sicherlich 250 Stunden investiert. Die Wolle war alle gespendet. Zum Großteil Reste. Wobei da durchaus auch ganze Knäuel dabei waren, die andere aussortiert hatten. Ich habe keinerlei Wolle dazu gekauft. Die Nadeln hatte ich auch schon. Ich habe nur für eine Strickstunde bei Kiko bezahlt, was ich aber auch als Investition für andere Projekte ansehe. Die Decke wurde von Kiko kostenlos gewaschen und gespannt und Fynn hat die Bilder unentgeltlich für mich gemacht.

Danksagung

Mein Dank geht hier auch an die Leute meiner Online-Handarbeitsgruppe, die Leute des Stricktreffs bei Kiko, die mir Wolle gespendet haben und mich über Wochen motiviert haben, Solveig von Alice im Wunderladen, die mir ebenfalls Wolle gespendet hat, Kiko von Kikos Strickschule, Fynn von Kutzschenbach und Daniela von Kutzschenbach von den Marketing Bees und Andreas Rolle aus der Gruppe Lust auf Wiesbaden bei Facebook, der mich dabei unterstützen wird, die Decke meistbietend zu versteigern. Den Link zur Auktion werde ich noch nachreichen, wenn die Auktion läuft.

Und hier ist der Link zur Auktion.

Mich und meine Decke findet ihr die Woche bei folgenden Linkparyts: Creadienstag, Froh und Kreativ, HoT, DvD, Upcycling-Love, Stricklust, Auf den Nadeln, CreativLovers, Lieblingsstücke

KAL Loop aus der Simpy Collection von Tin Kan Knits

Ich weiß nun endlich was Springwolle ist – ok ich kenne Sprindinge an sich schon, bisher konnte ich mich meistens beherrschen. Als allerdings in Kikos Strickschule die neue 6-fach Wolle der Opal Lifestyle Wolle eingetroffen war, musste ein Knäuel einfach mit.

Nur habe ich wissentlich noch nie 6-fach Wolle verstrickt. Da bat es sich dann an, dass Kiko in ihrer Ravelry-Gruppe einen KAL gestartet hatte. Über den KAL wurde sich dann auch bei unserem allwöchentlichen Online- Stricktreff ausgetauscht. Klang auch nicht sooo schwer. 3 Nadel glatt und 1 Nadel kraus.

So schritt ich dann auch zur Tat. Mal was einfaches, was einfach mal schnell geht. Ich strickte fleißig das Bündchen und legte dann los: 3 Nadeln rechte Maschen und 1 Nadel linke Maschen. Und zum Abschluss noch mal Bündchen.

Der Loop war wirklich fix fertig und ich habe ihn heute zum ersten Mal probegetragen.

Schlauerweise habe ich den Llop bereits letzte Woche in Kikos Strickcafe geknipst. Zusammen mit Kikos Loop. Und Kiko entdeckte auch sofort den Fehler, den ich gemacht hatte. In der Anleitung, in die ich natürlich nie rein gesehen habe, wird das Muster in einer Runde als linke Maschen gestrickt und in der nächsten Runde als rechte Maschen.

Mir selber fällt der Fehler ja nicht wirklich auf. Und die Farbe passt definitiv zu mir.

Mich findet ihr die Woche bei folgenden Linkpartys: Creadienstag, Froh und Kreativ, Auf den Nadeln, Stricklust, HoT, DvD, CreativLovers

Strickdecke in Rottönen

Ich hatte ja bereits erwähnt, dass ich dieses Jahr an größeren Projekten arbeite. Das erste dieser Projekte ist fertig und davon werde ich nächste Woche ausführlich berichten. Momentan ist es nämlich zum Waschen und Spannen außer Haus.

Derweil habe ich bereits mit dem nächsten Großprojekt begonnen. Einer Strickdecke in Rot – und Orangetönen. Wenn die fertig ist, soll sie für einen guten Zweck versteigert werden.

Ich stricke nun also fleißig aus Restewolle Quadrate. Aus der Mitte heraus. Statt die Quadrate abzuketten, ziehe ich einen Faden durch und die Quadrate werden dann später im Maschenstich aneinander genäht.

Für dieses Projekt zeige ich mehr oder weniger regelmäßig den Fortschritt auf meinem Instagram- Account.

Die ersten 10 Quadrate habe ich bereits gezeigt und ich habe beschlossen, hier alle 10 Quadrate von meinem Fortschritt zu berichten.

Und ich reihe mich nun bei folgenden Linkpartys ein: Creadienstag, Froh und Kreativ, Auf den Nadeln, Stricklust, HoT, DvD, Upcycling-Love, CreativLovers

Fußmatte aus Jeans

Hier ist es stiller geworden. Ich bin mit zwei größeren Projekten beschäftigt. Und zwischendurch habe ich noch Masken für Griechenland genäht. Wobei die Arbeit daran ruht, weil ich zwischenzeitlich auch noch gekränkelt habe.

Vor Kurzem führte mir eine Bekannte ihre Tonwerkstatt vor. Ich gestehe, darum beneide ich sie, denn die ist echt toll. Vor ihrem Atelier hatte sie vor Kurzem neues Laminat (oder so) verlegt. In einer dunklen Farbe. Ihr ahnt es sicherlich schon – es gibt nette Fußabdrücke, wenn sie ihr Atelier verlässt.

Ich so: Leg doch eine Fußmatte innen vor die Tür. Wurde als eindeutig gute Idee bezeichnet. Und in mir brodelte mein Upcyclingherz. Ein paar Tage später bat ich darum, eine Fußmatte nähen zu dürfen. Aus Jeans. Ich erntete erst mal ungläubige und skeptische Blicke. So ist das halt, wenn man mich noch nicht soo sehr lange kennt und meine Exzesse mit Jeans noch nicht kennt.

So schritt ich also ans Werk. Jeans war schnell organisiert und auch andere Stoffe sind zur Genüge vorhanden.

In dem für mich üblichen Muster auf ein Stück Stoff genähte Streifen. Das geht mir mittlerweile recht flott von der Hand.

Und dann noch eine Rückseite angenäht und dabei die Ecke abgerundet. Die letzte kleine Naht an der Wendeöffnung habe ich dann wieder per Hand geschlossen.

Mir gefällt die Fußmatte ganz gut. Durch die Struktur, die sich durch das Muster ergibt, müsste sie sich prima als Fußmatte eignen. Die Empfängerin wird sie wo anders als in ihrer Werkstatt nutzen und kommentierte die Matte schon mit: Alex, die ist doch viel zu schade als Fußmatte!

Ich reihe mich nun bei folgenden Linkpartys ein: Creadienstag, Froh und Kreativ, HoT, DvD, Upcycling-Love, CreativLovers

52 Bilder – Die Fotoreise Blüten und Blumen

Ich bin sehr geschockt darüber, was gerade in Griechenland los ist. Vor allem halt in Moria. Wäre ich mobiler und gesünder, wäre ich wahrscheinlich auf dem Weg dort hin, um zu helfen.

Da ich aber weder mobil, noch gesundheitlich in der Lage bin, freute es mich sehr, als ich letzte Woche den Aufruf las, Masken dort hin zu schicken. Bewaffnet mit einem neuen Schnittmuster, welches ich unbedingt mal ausprobieren wollte, ging ich ans Werk.

Entstanden sind einige Masken. Eine habe ich tatsächlich mal für mich behalten und heute starte ich nachher die nächste Runde.

Und da das Blumenmuster wirklich super zum Thema Blüten und Blumen passt, hatte ich nun auch schon ein Foto für die Fotoreise vom Blogzimmer.

Mich findet ihr die Woche außerdem bei folgenden Linkpartys: Creadienstag, Froh und Kreativ, DvD, HoT, CreativLovers

52 Bilder – Die Fotoreise Mein Wegbegleiter

Ich habe ganz vergessen, letzte Woche ein passendes Foto für die Bilderreise zu machen und zu veröffentlichen. Das will ich dann jetzt mal nachreichen.

Ich habe mich allerdings entschieden, ein älteres Bild zu nehmen. So tolle Fotos bekomme ich nämlich selten noch mal hin.

Im August 2018 habe ich meinen Rucksack mit einem Peace Motiv verschönert. Passenderweise in meinen Lieblingsfarben. Anlass war ein Konzert gegen Rechts, welches ich besuchen wollte.

Noch heute begleitet mich der Rucksack fast überall hin. Ob Einkaufen, Spazierengehen, Bummeln, Restaurantbesuch – der Rucksack muss mit. Und deshalb passt der Rucksack wunderbar zum Thema Mein Wegbegleiter. Und meine Leidenschaft im Kampf gegen die Ausgrenzung „Anderer“ gehört auch immer zu meinem Leben dazu.

Socken mit Lochmuster

Vor einigen Woche fragte jemand in meiner Handarbeitsgruppe, ob sich jemand findet, der ihr aus gekaufter Wolle Socken mit Lochmuster für den Sommer strickt. Ich gestehe, ich hatte wenig Lust darauf Socken mit Lochmuster zu stricken. Und eigentlich bin ich gerade auch mit einem anderen Mammutprojekt beschäftigt. Deshalb regte ich mich auf die Nachfrage erst mal nicht.

Es wurde ein Bild der Wolle eingestellt, die ebenfalls so gar nicht meine Farbe hatte. Sie war zwar Lila, aber nun ja. Wobei ich vermute, dass die Wolle in Natura viel toller aussieht. Aber das Auge isst halt mit.

Die Banderole der Wolle löst dann allerdings eine Diskussion aus. Außer Bambus waren nämlich ziemlich viele Polytierchen darin verarbeitet. Einige der Gruppenmitglieder verstricken nur handgefärbte Wolle, damit liegt also der Anspruch durchaus hoch.

Mir fiel dann ein, dass Kiko doch auch Wolle mit Baumwollanteil hat. So befragte ich sie und sie verwies mich auf die Cotton Premium Serie von Opal. Als ich mir die Wolle Online angesehen habe, sprang mich sofort ein Knäuel in Lila und Türkis an. Genau meine Farben. Aber ob die Farben auch zu meiner Bekannten passen würden?

Die Dame schickt mir regelmäßig Wolle, die ich zu Socken und Handschuhe für Obdachlose verstricke. Da ich weiß, dass sie wenig Geld hat, ich außerdem Kiko weiter unterstützen wollte und mein Wollberg bereits hoch genug ist, beschloss ich, ich stricke die gewünschte Socken mit Lochmuster.

Ich schickte ihr den Link zur Wollansicht und sie sollte sich 2 Farben aussuchen. 2, falls Kiko die ausgesuchte nicht mehr im Sortiment hat und damit es eine Überraschung bleibt. Was freute ich mich, als meine favorisierte Wolle unter den für schön befundenen Farben war.

lochsocken1

Dann ging die Suche nach einem Muster los. Aber wozu haben wir denn eine Handarbeitsgruppe und ich fragte halt mal in die Runde. Aber irgendwie war das richtige für mich nicht dabei. Also durchsuchte ich weitere meine favorisierten Seiten und wurde bei Fido fündig. Das Croco-Muster empfand ich als passend und so legte ich, nachdem Wolle und Nadeln im Haus waren, endlich mal los. Schließlich sollten es Sommersöckchen sein und im Herbst braucht die niemand mehr.

lochsocken3

Wie immer Toe Up. Maschenzahl teilbar durch 4. Da ich zum ersten mal mit Nadelstärke 2,5 strickte, ging ich davon aus, dass 16 Maschen pro Nadel passen werden. Nun ja, als ich die ersten Mustersätze gestrickt hatte, stellte ich fest, das wird arg weit. Die habe sogar ich, mit Wasser in den Füßen, über den Fuß bekommen und sie saßen megalocker.

Also ging ich runter auf 14 Maschen pro Nadel und verteilte die Maschen auf 16 und 12 Maschen auf zwei Nadeln. Die Sohle stricke ich eh immer mit einer Nadel, da konnten die 28 erst mal bleiben. Dabei blieb ich auch beim Schaft, ich hatte eh reichlich Maschenmarkierer gesetzt.

lochsocken2

Das Muster hatte ich bald drin und die Socken gingen dann auch flott von der Nadel. Ich habe mal wieder die Fishlipkiss-Ferse gestrickt, die mir auch immer besser und leichter gelingt. Ein Bündchen habe ich nicht gemacht. Da die letzte Reihe eh ein Rechts-Links-Mustersatz war, wird sich da auch nichts rollen. Ich habe die Socken bewusst so kurz gemacht, weil sie ja für den Sommer sein sollen.

Die Söckchen haben ihre Reise auch schon angetreten und sind bereits wohlbehalten bei ihrer neuen Besitzerin angekommen, die sich sehr gefreut hat.

lochsocken4

Ich war natürlich vorher noch bei Kiko und habe die Socken präsentiert. Und mit einem netten Wimpernaufschlag gefragt, ob ich die Söckchen schnell mal auf ihren Sockenbrettern knipsen dürfte.

Das Stricken hat Spaß gemacht und war auch ein wenig eine Herausforderung. Ich bin ja eigentlich dazu übergegangen statt Umschlägen einfach Maschen zu verdoppeln und nun musste ich Umschläge stricken.

Und da es FÜR jemand ist, passt der Beitrag dann auch wieder zur Fotoreise.

fuer

Mich findet ihr die Woche bei folgenden Linkpartys: Froh und Kreativ, Auf den Nadeln, DvD, HoT, Stricklust, Blogzimmer, CreativLovers,  SewLaLa

52 Bilder – Die Fotoreise Leider….

Die Woche war es ja noch relativ warm. Zum Glück scheint es nun abzukühlen. Wobei ich ja finde, dass wir dieses Jahr einen kurzen Sommer hatten.

Am Mittwoch Abend gab es bei mir Blätterteigtaschen. Das geht schnell, man steht nicht ewig in der warmen Küche und außerdem musste der Blätterteig weg. Ich schnappte mir also ein Backblech, legte das mit Backpapier aus und packte dann meinen Blätterteig aus. Den ich dann mit dem darin enthaltenem Backpapier auf mein Backblech legte. Das mache ich sonst nie. Also das Backpapier in den Blätterteigpackungen verwenden.

Ich packte diverse Sachen in den Blätterteig – auch aus der Kategorie Muss dringend weg! Und schob dann alles in den Backofen. Beim Verspeisen dachte ich so, dass die Kombination zwischen lecker und das muss ich das nächste Mal anders machen schwankte.

Als ich Nachts noch mal in meine Küche kam, sah ich unter dem Backpapier aus der Blätterteigpackung was blutrotes vorblitzen. Erster Gedanke war: Ich hatte doch gar nichts Rotes drin, was ist denn da ausgelaufen?

Als ich mir das Ganze näher ansah, sah ich, dass ich mein Lieblingsmesserchen mitgebacken hatten. Schlauerweise hatte ich den Backofen zum Schluss noch auf 200 Grad hoch gedreht, das wird ihm den Rest gegeben haben.

leider1

Das Kneipchen, wie man hier in Hessen dazu sagt, hat mich seit Mitte der 90er Jahre begleitet. Der Griff war schon nicht mehr schön, aber es lag halt sooo toll in der Hand und schnitt noch dazu sehr gut.

Noch habe ich es nicht weg geschmissen. Einmal als Mahnung, ein wenig sorgfältiger zu arbeiten und dann mit dem Hintergedanken, vielleicht kann ich es doch noch Upcyclen und einfach einen neuen Griff machen.

Aber egal was ich mache, das Bild passt sehr eindeutig zum Thema Leider… bei der Fotoreise von Blogzimmer.

leider2

52 Bilder – Die Fotoreise Mein Platz

Mir machte die Hitze Ende der letzten und Anfang dieser Woche sehr zu schaffen. Deshalb war es hier auch sehr ruhig. Da ich aber weiter am Projekt Fotoreise teilnehmen möchte, gibt es ein kurzes Lebenszeichen von mir.

Da ich in einer sehr warmen Dachgeschosswohnung lebe, sehe ich zu, dass ich an besonders heißen Tagen meine Mini-Sauna sinnvoll verlassen kann. So schnappe ich in der Regel mein Fahrrad und fahre in den Park. Dort habe ich schon seit Jahren einen festen Platz. Dort ist es ruhig, das Gras ist teilweise grün, es ist Schatten und die Toiletten sind in der Nähe.

Dabei habe ich immer was zum Handarbeiten. Dieses Jahr ein Strickgroßprojekt. Welches ich aber bereits in Anbetracht des nahenden Sommers parktauglich begonnen habe.

meinPlatz1

In Wiesbaden dörren Wiesen leider vor sich hin. Ich liege meistens links im Schatten. Dort ist auch das Gras schön grün, da die Stelle den ganzen Tag im Schatten liegt.

Das ein Foto von dieser Stelle wunderbar zum Thema Mein Platz passen würde, wusste ich schon länger. Aber ich musste erst mal einen Zeitpunkt erwischen, an dem nicht zu viele Menschen dort sind. An sich ist da kaum jemand, aber dieses Jahr war dort meistens noch jemand, wenn ich kam.

Am letzten Mittwoch, der ja sehr drückend war, saß ich relativ lange dort. Bevor ich ging, sah der Himmel so aus:

meinPlatz3

Bevor ich den Heimweg antrat, kam ich allerdings noch mit einem Mann ins Gespräch, der Flaschen und ähnliches sammelte. Schlussendlich haben wir 1,5 Stunden geplaudert. Er hat wirklich interessant erzählt und ich glaube, uns beiden tat das Gespräch gut. Allerdings wurden wir schön nass. Was aber irgendwie sehr angenehm war nach der Hitze.

meinPlatz2

Die Verwandlung einer Tischdecke zur Hose

Ich brauchte diesen Sommer ganz dringend neue Sommerhose. Vor ein paar Jahren hatte ich mir ja bereits eine tolle Hose aus Bettwäsche genäht. Die passt, aufgrund ihres Musters, leider nicht wirklich zu meinen Oberteilen. Aber sie sitzt ganz gut. Leider gibt es die Webseite, von der ich das Muster hatte, nicht mehr und ich hatte auch wenig Lust auf kleben und so weiter. Also nahm ich einfach die Hose als Schnittvorlage.

Da an sich geplant war, dass ich mir noch ein Shirt dazu nähe, fiel meine Stoffwahl auf eine tolle lila Tischdecke. Die habe ich mal vor der Altkleidersammlung gerettet. Mir gefiel das Ton in Ton Muster so sehr.

hose2

 

Die graue Hose war schnell aufgelegt. Ich wusste vorher, dass ich dieses Mal keinen Bund aus Bündchenware annähen möchte, sondern einfach nur Gürtelschlaufen. So schnitt ich alles ein wenig länger zu.

 

Die Beine waren schnell zusammen genäht und dann kam das Erwachen, die Hose war zu eng. Da ich noch reichlich Tischdecke hatte, vor allem mit dem tollen Muster, schnitt ich die Beine einfach seitlich auf und setzte jeweils ein Stück der Länge nach ein. Nun ist sie riesig, aber bequem. Die Weite lässt sich ja prima mit meinem neuen Gürtel regeln.

hose4

Da das Schnittmuster nicht mehr Online ist, ich deshalb nicht mehr wusste, wie die Taschen eingenäht wurden, habe ich Aufsatztaschen aufgenäht. Die haben ich bewusst doppellagig gemacht, damit sie nicht gleich durch gescheuert sind.

hose5

Gürtelschlaufen kamen auch noch dran und dann eben noch dran. Und ich mag die Hose, auch wenn sie ein wenig aufträgt.

Da ich, dank Corona, keinen Fotografen hatte, habe ich mich mal mit Selbstauslöser am Smartphone versucht.

hose1

Und da die Hose einfarbig Ton in Ton ist, ist sie auch ein Fall für die Fotoreise von Blogzimmer zum Thema Einfarbig.

einfarbig

Mich findet ihr nun bei folgenden Linkpartys: Creadienstag, Froh und Kreativ, MMM, Upcycling-Love, Blogzimmer, CreativLovers, HoT, DfDmD