Neues Leben für „alte“ Perlen – Maschenmarkierer

Ich bin gerade dabei, meinen Haushalt ein wenig zu minimalisieren. Ok, wirklicher Minimalist werde ich wohl nie werden. Aber ich muss mich eindeutig mal von ein paar Sachen trennen.

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Bei einer Räumaktion vor ein paar Wochen tauchten Perlen auf. Die Perlen hatte ich Ende der 80er Jahre/ Anfang der 90er Jahre gekauft und habe daraus Schmuck gemacht. Ich kann mich noch erinnern, dass mich die Perlen damals ein halbes Vermögen gekostet haben. Zumindest gemessen an meinem Lehrlingsgehalt.

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Die Perlen nun einfach weg schmeißen, dafür war ich nicht wirklich bereit. Mal davon abgesehen, dass ich die Perlen immer noch hübsch finde. Deshalb machte ich daraus Maschenmarkierer und hoffe damit anderen eine Freude machen zu können.

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Mittlerweile gehen mir Maschenmarkierer einfacher von der Hand. Längst sind die nicht mehr so ein Aufwand wie die letzten Maschenmarkierer, die ich gemacht habe. Und Perlchen von der letzten Aktion waren auch noch, die sich nun prima kombinieren ließen.

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Wie man sieht, hatte ich schon in den 80er Jahren einen Lilatick. Lila und Türkis habe ich schon damals geliebt.

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Meine Maschenmarkierer werden nun folgende Linkpartys beehren: Creadienstag, Froh und Kreativ, Upcycling-Love.

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Ein neues Leben für Kisten und CDs

Irgendwo stieß ich auf Gegenstände, die mit Stückchen von alten CDs und DVDs beklebt waren. Keine Ahnung mehr wo. Ich vermute in einer Upcycling-Gruppe oder einem Upcycling-Blog.

Nun ja, CDs und DVDs, mit denen ich irgendwas basteln könnte, habe ich massig. Schon früher habe ich mit CDs gebastelt. Aber ich wollte mal was anderes machen. Außerdem finde ich kleben durchaus meditativ.

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Der erste Versuch lief weniger gut. Der Kleber und die Kiste mochten sich nicht unbedingt. Die beklebten Stellen wellten sich total doof. Zum Glück hatte ich aber noch einen anderen Kleber gekauft und damit ging es wesentlich besser.

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Verwendet habe ich einmal eine Kiste, die ich irgendwo vorm Abfall gerettet habe. Oben war sie aus einer Art grünen Stoff. Unten golden. Die Kiste sah auch so schon gut aus. Aber ich brauchte ein Erfolgserlebnis und die Kiste ist sehr stabil.

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Die CDs habe ich ein breite Streifen von unterschiedlicher Länge geschnitten und habe die Stücke relativ ordentlich rund herum oben drauf geklebt.

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Die Seiten habe ich dann mit gleichlangen Streifen gestaltet.

Trotzdem wollte ich noch versuchen, wie es aussieht, wenn man mehr Freestyle klebt. Vor Weihnachten hatte ich von einem Nachbarn alle Kisten mitgenommen, die ich bekommen konnte. Dabei waren auch ein paar kleinere Kistchen mit Deckel.

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Am schwierigsten war das Kleben der Lasche. Aber irgendwie ging auch das.

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Sicherlich würde die Kiste noch besser aussehen, wenn ich sie vorm Bekleben einfarbig angemalt hätte. Da ich aber ein reines Upcycling-Projekt, ohne großen Aufwand wollte, finde ich das Braun der Kiste durchaus passend.

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Da es letzte Woche so tolles Wetter war, habe ich die Gunst der Stunde genutzt und habe die Kisten eingepackt und mich erst zum Lesen in die Sonne gesetzt und habe dann die Kisten noch geknipst.

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Mir gefallen die Kisten ziemlich gut. Den Nachbar, von dem ich die braune Kiste habe, wollte ich auch schon beglücken. Aber er will keine Kiste. Er findet sie einfach zu schön, als das sie in seiner Werkstatt untergeht.

Diese Woche findet ihr mich bei folgenden Linkpartys: Creadienstag, Einfach nachhaltig Leben.

 

 

SuDoKu Kalender Deluxe

Mein Vater liebt SuDoKus. Nachdem er vor ein paar Jahren auch ein SuDoKu to go bekommen hatte, habe ich dieses Jahr noch ein wenig zugelegt und habe einen Kalender mit täglichen SuDoKus und Zitaten gebastelt.

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Verwendet habe ich einen Taschenkalender in DIN A 5. Die SuDoKus habe ich aus einem Buch ausgeschnitten, welches ich aus einem öffentlichen Bücherschrank hatte. Wirklich ansehnlich war das nämlich nicht mehr und ein paar SuDoKus waren auch schon ausgefüllt.

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Aus dem Internet habe ich diverse Zitate und Lebensweisheiten gesucht. Zum Schluss müsste ich um die 35 Seiten mit jeweils 14-18 Zitaten gehabt haben. Die habe ich auch noch unterschiedlich formatiert. Also bunt, verschiedene Schriften und ich habe mit den Schriftgrößen variiert. Die habe ich dann ebenfalls ausgeschnitten.

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Dann habe ich alles eingeklebt. Für jeden Tag ein Zitat und ein SuDoKu. Was ich nicht bedacht hatte, das Buch wird dadurch enorm dick. Zum Glück hatte ich auch noch eine SuDoKu Zeitschrift in einem Ein-Euro-Laden mitgenommen, da waren die Seiten dünner, als in dem SuDoKu Buch.

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Schlussendlich war ich froh, als ich nach mehreren mehrstündigen Klebesessions endlich das Buch fertig hatte. Den Zeitaufwand habe ich nämlich auch überschätzt.

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Wenn ich so was noch mal machen würde, dann würde ich eher dazu tendieren, alles in einem Ringbuch oder Ordner abzuheften. Und ich würde eindeutig mehr Zeit einplanen.

Damit reihe ich mich bei folgenden Linkpartys ein: Creadienstag, Upcycling-November, Froh und Kreativ.

 

Statementkugelschreiber oder wie aus rechts links wurde

Dieser Beitrag enthält Werbung, weil ich Parteien und Orte nennen werde.

Vor jeder Wahl mache ich mir einen Spaß daraus, bei den Wahlwerbeständen, die samstäglich in der Innenstadt zu finden sind, eine Runde zu drehen. Ziel ist immer ein Kurzwahlprogramm zu bekommen und dann sammle ich diverse Gimmiks.

Ich spotte dann regelmäßig, dass ich die Partei, mit den schönsten Kugelschreibern wählen werde. Was mir schon mal Spott eines guten Freundes einbrachte, was ich denn machen würde, wenn eine der rechten Parteien tolle Kugelschreiber hätte. Nun ja, zu meinem Glück war das bisher nie ein Problem, da die rechten Parteien NIE irgendwas außer Wahlwerbung hatten.

Mittlerweile hat sich Wahlwerbung geändert. Unter anderem finden sich mittlerweile nicht mehr nur Kugelschreiber an den Ständen. Ab und an gibt es wirklich schöne Dinge, mit denen um Wähler geworben wird. Wobei mich das weiterhin wenig beeindruckt. Mir ist mittlerweile unter anderem wichtig, wie die Parteien mit ihren potentiellen Wählern umgehen. Dabei hat sich eine der großen Parteien leider vor der letzten Bundestagswahl bei mir ins Aus geschossen.

Leider habe ich dieses Jahr erst letzten Samstag die Zeit gefunden, die Wahlwerbestände zu besuchen. Ziel waren vor allem Kurzwahlprogramme. So ganz schlüssig bin ich mir nämlich noch nicht, wen ich am nächsten Sonntag wählen werde. Ok es gibt eine kleine Liste, wen ich auf keinen Fall wählen werde.

Mein Vater wollte mich vom Stand der AfD schon weg ziehen. Aber wenn schon, denn schon. Ich wollte ja von allen Parteien ein Wahlprogramm. Vor der Bundestagswahl bin ich mit dem Flyer der AfD wieder zurück und habe den Wisch einer Dame wieder in die Hand gedrückt, mit den Worten, so was will ich nicht daheim haben.

Dieses Jahr hat sich meine Einstellung geändert. Jedes Teil, was den Wahlwerbestand der AfD verlässt und bei Leuten, wie mir landet, schmälert das Sortiment der Partei. Denn es ist klar, ich werde weder die AfD wählen, noch werde ich den Flyer irgendwie im Sinne der Partei verwenden. Und ich hatte irgendwie im Hinterkopf, davon gelesen zu haben, dass es eine Organisation gibt, die Flyer der AfD sammelt und dafür etwas an Exit spendet. Nun ja, ich dachte und so weiter – ich finde die Aktion nicht mehr.

Exit ist eine Organisation, die Menschen dabei unterstützt, aus der rechten Szene auszusteigen. Finde ich eine gute Sache. Ganz besonders toll fand ich den Spendenlauf, der bei einem Aufmarsch Rechter in Wunsiedel.

Aber zurück nach Wiesbaden und dem Wahlkampf. Die AfD hatte tatsächlich Kugelschreiber. Ein Grund mehr, den Stand zu besuchen. Ich überlegte vorher noch, ob ich meinen Rucksack mit dem großen Peace-Zeichen meinem Vater in die Hand drücken sollte. Man beäugte mich zwar ein wenig, aber ich bekam sowohl das Kurzwahlprogramm, wie auch einen Kugelschreiber.

Ach ja, die Zugabe an Gimmicks war dieses Jahr bei allen Parteien eher mau. Was aber auch daran liegen könnte, dass ich doch ziemlich spät dran war. Dafür überraschte mich eine Partei, mit ihrer wirklich freundlichen Art. Obwohl man noch nicht fertig aufgebaut hatte, haben Mitglieder von Die Linken mir freundlich ein Kurzwahlprogramm raus gesucht und ich wurde gefragt, ob ich auch einen Kugelschreiber möchte. Und das ohne das ich danach gefragt hatte.

Als ich Nachmittags dann bei Freunden Online davon berichtete, dass ich nun einen AfD Kugelschreiber habe, waren die Meinungen gemischt. Wobei man an sich meine Einstellung zu der Partei ganz genau kennt. Aber jemand, von dem ich es nicht erwartet hatte, gab den entscheidenden Tipp. Ich soll den halt aufhübschen, meinte man zu mir.

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Am Sonntag hat es mir sehr viel Freude gemacht, aus dem Kugelschreiber etwas passendes zu machen. Mit Word habe ich einen passenden Schriftzug erstellt, einen Regenbogen hinzugefügt und habe das ausgedruckt, ausgeschnitten und um den Kugelschreiber geklebt.

Nun passt der Kugelschreiber eindeutig besser zu mir. Vielen Dank liebste AfD, dass ihr mir so sehr geholfen habt, meine Meinung so klar deutlich zu machen!

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Eine Bekannte, die den Kugelschreiber schon live sehen durfte, meinte dazu nur: Nun kann man mit dem Stift endlich schreiben!

Ich finde, das ist ein wirklich tolles Upcycling-Objekt oder nicht? Ich brauche nun eindeutig noch mehr Kugelschreiber!

Deshalb findet ihr mich diese Woche beim Creadienstag und beim Upcycling-Oktober.

 

Endlich perfekte Maschenmarkierer

Seit dem ich Socken Toe Up stricke und die Ferse von Sylvie Rasch verwende, empfinde ich Maschenmarkierer als ein sehr nützliches Utensil. Früher dachte ich immer, so was brauche ich nicht, ich kann ja zählen.

Ich hatte ja schon mal Maschenmarkierer gemacht. Die sich zum Großteil als eher hinderlich heraus stellten. Also mussten Neue her. Da aber mein Bastelladen nun schon über ein Jahr geschlossen hat, brauchte ich ein wenig, um die Zutaten dafür zusammen zu bekommen.

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Draht bekam ich in meinem Holzfachgeschäft. Perlen hatte ich noch zu Hause. Ok ich habe noch eine gebrauchte Kette besorgt, die ich auseinander genommen habe. Und dann konnte es los gehen.

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Irgendwie hat es Spaß gemacht, die Perlen auf den Draht zu fädeln. Die Enden unten hatte ich erst mal nur umgebogen. Für mich wären die Maschenmarkierer so ausreichend gewesen. Allerdings verhakten sich die Enden durchaus mal im Strickwerk.

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Bei meiner Suche im Internet entdeckte ich dann, dass ich ja Quetschperlen auf die Enden machen kann. Es dauerte wieder seine Zeit, bis ich diese im Haus hatte. Am Wochenende wollte ich dann die Maschenmarkierer mit Quetschperlen versehen. Was soll ich sagen? Es war eine Fummlerei, den Draht durch die Quetschperlen zu bekommen. Die Quetschperlen ließen sich auch quetschen, wie es ja an sich angedacht ist. Nur hielten sie nicht wirklich fest.

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So setzte ich mich dann mit meiner Heißklebepistole hin, entfernte die unterste Perle, tauchte den Draht in Heißkleber und steckte die Perle wieder drauf. Als ich dann die Enden abknipste, hatte ich wieder das gleiche Problem, dass ich Drahtenden hatte, die ich verhaken könnten. Also packte ich die Heißklebepistole noch mal aus und tauchte die unterste Perlen in Heißkleber. Nun sind sie kratzfrei und ich voller Freude. Die ersten Erfahrungen habe ich damit schon sammeln können, bevor ich sie kratzfrei gemacht habe.

 

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Und damit reihe ich mich diese Woche bei folgenden Linkpartys ein: Creadienstag, Froh und Kreativ, Upcycling-August.

 

Die ganz besondere Jeanskiste

Ende letzten Jahres haben ein paar Frauen und ich beschlossen, dass wir eine gemeinsame Freundin überraschen wollen. Geplant war ein Tuch, welches ihr so gut gefallen hat, ein Wenn Buch und die persönliche Überreichung von ein paar Damen aus der Gruppe.

Da die Beschenkte meine Jeanskiste im Dezember bereits so sehr bewundert hatte, habe ich auch für sie eine Jeanskiste gewerkelt. jeanskistegudrun3

Dieses Mal habe ich auf einer der kurzen Seiten Jeanstaschen befestigt. Die Idee gefiel mir sehr gut. An der Umsetzung sollte ich demnächst noch mal üben.

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Die andere kurze Seite habe ich mit kleinen Stückchen Jeans wild beklebt. Damit es enfach mal ein anderes Design gibt.

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Die Beschenkte hat sich über alle Geschenke sehr gefreut. Sie erzählte mir, dass die Schenkerin mit der Kiste rein kam und darüber ein Mantel war. Wäre der Mantel nicht gewesen, hätte sie sofort die Kiste als mein Werk erkannt. Das geht runter wie Öl.

Diese Woche besuche ich folgende Linkpartys: Creadienstag und Upycling-März.

Glitzersocken aus selbstgefärbter Wolle

Eine Freundin von mir färbt Wolle selbst. Ich bewundere diese Kunst ja sehr und bestaune auch immer wieder ihre Fotos, wenn sie ihre Wolle in einer Handarbeitsgruppe veröffentlicht. Ende 2016 durfte ich einen Strang ihrer selbstgefärbten Wolle, in den Farben Lila und Türkis mit Glitzer, auspacken. Die Wolle lag seit dem in Sichtweite und ich habe sie regelmäßig gestreichelt.

Anfang 2018 rief besagte Freundin zu einer Strickrunde in besagter Handarbeitsgruppe auf. Sie schlug dafür das Sockenmuster Cath vor. Das Muster hat mir ehrlich gesagt nicht wirklich gefallen. Nach dem aber die meisten anderen in der Gruppe sich am gemeinsamen Socken stricken beteiligen wollten, war ich doch irgendwie angefixt.

Ich habe früher schon mal Socken gestrickt. Habe das aber irgendwie ganz aufgegeben. Vor allem weil ich die gstrickten Socken anderer viel toller fand als meine. Aber wegen dem Gemeinschaftsgefühl stieg ich also in die gemeinschaftliche Arbeit ein.

Ich zog durch die Stadt um die ultimative Sockenwolle zu kaufen. Aber irgendwie fand ich nichts, von dem ich dachte: Boah die ist es. Also schnappte ich mir beim nächsten Fernsehabend den Strang selbstgefärbter Wolle, zog den über meine Oberschenkel, stellte die Beine an und wickelte die Wolle zu einem Knäuel. Das ging erstaunlich gut. Und de Wolle sah gewickelt noch viel toller aus, als als Strang.

Und dann fing ich an zu Stricken. Ich war sofort wieder drin. Irgendwie verlernt man stricken wohl nicht wirklich oder? Und wisst ihr was? Es hat mir umgehend wieder riesigen Spaß gemacht. Ich habe als ich fertig war, meine Wollvorräte gesichtet um weitere Socken stricken zu können.

Und um meine Socken brauchbar präsentieren zu können, habe ich mir eine Art Sockenbrett selbergemacht. Aus einem Rest Karton. Mehr hatte ich leider nicht mehr im Haus. Demnächst gibt es bessere Sockenbretter aus Karton.

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Und damit verlinke ich mich heute bei folgenden Linkpartys: creadienstag, Liebste Maschen, Upcycling-Februar, Gehäkeltes und Gestricktes, Froh und Kreativ, Auf den Nadeln, Stricklust. 

Diesen Beitrag widme ich meiner Weihnachtswichteloberfee aus D.

Geschenke zur Goldenen Hochzeit

Meine Tante und mein Onkel haben am Wochenende ihre Goldene Hochzeit feiern dürfen. Über die Einladung zu einer kleine Feier habe ich mich sehr gefreut.

Irgendwie ist es aber auch ein komisches Gefühl. Ich erinnere mich noch an die Goldene Hochzeit meiner Großeltern. Irgendwie kam mir da das Hochzeitspaar fürchterlich alt vor. Meine Tante und mein Onkel kommen mir aber gerade nicht wirklich alt vor. Vielleicht liegt es aber auch einfach nur daran, dass auch ich älter geworden bin? Und der Altersunterschied nicht ganz so groß ist?

Mein Vater durfte das Geschenk besorgen. Ich durfte es dann einpacken. Irgendwie dachte ich, da muss noch was selbst gemachtes von mir dazu. Nur was schenkt man einem Paar zur Goldenen Hochzeit?

Ich habe mich dann entschlossen, mal wieder Herztäschschen zu nähen. Irgendwie passt das ja zum Thema Liebe. Ich habe dieses Mal auch kein reines Upcycling-Objekt gemacht. Für den Außenstoff habe ich Meterware verwendet. Gefüttert sind die Täschchen allerdings mit geupcyceltem weißem Stoff. Die Reißverschlüsse sind auch aus meinem Fundus und die Anhänger sind aus Lederresten. Ich habe die Täschchen an das Geschenk gebunden.

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Zu so einem Anlass braucht es auch eine Karte. Ich habe lange überlegt, wie ich diese gestalte. Nähen, Malen oder wie sonst sollte ich die Karte gestalten? Ich habe mich dann doch für das Nähen entschieden.

Aus einem der Stoffe habe ich ein Herz ausgeschnitten. Dann die Initialen des Brautpaars und die Zahl 50 appliziert.

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Dann das ganze auf eine Karte genäht. Dieses Mal eine Klappkarte und keine Postkarte.

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Und dann habe ich die Grüße via Handlettering in die Karte geschrieben. Ok es war schon sehr spät, sonst wäre das Ergebnis sicherlich noch schöner gewesen.

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Die Feier war sehr schön und ich hoffe sehr, dass sich meine Tante und mein Onkel über das Geschenk gefreut haben.

Ich verlinke mich diese Woche bei folgenden Linkpartys: Creadienstag, Upcycling-Januar, Taschen und Täschchen, Herzensangelegenheiten.

Jeanskiste

Im vorweihnachtlichen Verpackungswahn habe ich diverse Kartons organisiert. Meine letzte Quelle hat leider geschlossen, also blieb nur Quelle 2. Dort wurde mein Wunsch nach leere Kartons mit einem Lachen quittiert. Man bot mir dann aber ein paar Kartons an. Besser als Nichts und zusammen basteln kann ich mir die benötigen Größen auch.

Ein Karton war besonders hübsch. Da gab es den Deckel extra dazu und der passt über die ganze Kiste. Die Kiste stand dann auch erst mal vor meiner Wohnungstür und jedes Mal wenn ich daran vorbei kam, blitzte die Idee auf, dass diese Kiste sich wunderbar als Jeanskiste eignen würde.

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Nun habe ich dieses Jahr mal wieder gewichtelt. Die Empfängerin hat großes Interesse an Upcycling. Und da ich ja massig Material daheim habe, dachte ich mir, so eine Upcycling-Kiste kommt sicherlich gut an. Andere Wünsche gab es auch noch, die ich aber ebenfalls gebraucht organisieren konnte.

Für die Kiste habe ich Jeans in breitere Streifen geschnitten und dann noch mal in Rechtecke. Der Karton wurde Bahn für Bahn mit Heißkleber eingeschmiert und dann die Jeansstücke darauf befestigt.

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Zwei Jeanstaschen habe ich auch noch angebracht. Für Kleinkram, dachte ich mir. An einer Ecke hatte ich nicht wirklich sauber geklebt und da habe ich noch ein Stück vom Bund einer Jeans aufgeklebt.

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Gefüllt wurde die Kiste mit Stoffresten, Knöpfen, Kugeln, Nähgarn, Bilderrahmen. Und ich weiß bereits, dass die Kiste voll den Geschmack getroffen hat.

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Ich habe die Kiste in Geschenkpapier gepackt und bewusst als unterstes Geschenk in die Versandkiste gepackt. Drumherum und obendrauf andere Geschenke. Und an allen Päckchen habe ich Zahlen befestigt, damit auch ja die Jeanskiste als Letztes ausgepackt wird.

Ich habe nun die letzten Wochen bewusst nichts gebloggt, was mit in das Wichtelgeschenk kam. Ich habe einen anderen Absender verwendet. Die anderen Geschenke waren auch eher nicht typisch für mich.

Das die Jeanskiste für mich absolut typisch ist und ich beim Auspacken des letzten Päckchens auffliegen würde, war mir bewusst. Aber ich wollte die Spannung ja aufrecht erhalten. Vor allem da ich in der Jeanskiste auch noch Geschenke hatte, die als von mir bekannt waren.

Die Empfängerin erzählte nun, dass sie die riesige Kiste (der Versandkarton war entsprechend groß) ausgepackt hat und da schlug ihr Lavendelduft entgegen und da wusste sie, die Kiste ist von Alex. Daran hatte ich nicht gedacht.

Die abstehenden Fäden, die mir nun erst auf den Fotos wirklich bewusst wurden, waren an sich gewünscht. Used-Look eben. Auch wenn es erst mal vielleicht als störend gesehen werden könnte.

Ich hoffe, ihr hattet ein paar schöne Feiertage :-)

Ich reihe mich diese Woche ein beim CreadienstagUpcycling-Dezember, Alt trifft Neu und der Weihnachtszauberlinkparty.

Jeans Upcycling für Geldgeschenke

Irgendwo stieß ich mal auf die Idee, Jeanstaschen in Bilderrahmen zu kleben und die Jeanstaschen könnte man dann ja mit Gutscheinen oder Geldgeschenken bestücken. Ich selber verschenke in dem Sinne nichts wirklich zu Weihnachten und vor allem mache ich keine Geldgeschenke oder Gutscheine.

Aber ich kenne Menschen, die das durchaus machen und für diese machte ich mich nun ans Werk. Bilderrahmen habe ich seit etwa 20 Jahren, könnten auch 25 Jahre sein, in meinem Bastelschrank. Jeans habe ich auch immer im Haus.  Ok ich habe schon lange bewusst die besonders tollen vorderen Taschen gesammelt.

In meinem Vorrat befindet sich auch Nagellack. Ein toller blauer Nagellack. Der auf den Rahmen aber eher lila schimmert. Was die Gestaltung dann doch schwieriger machte. Allerdings finde ich die Bilderrahmen in Natur auch ganz hübsch. Deshalb gab es eben eine Mischung.

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Die Knöpfe habe ich teilweise dann auch noch von den Jeans abmontiert – fragt besser nicht, was ich da rum gewürgt habe. Aber das Ergebnis mit den Knöpfen finde ich schon recht toll.

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Und bei einer Jeans fand ich die Stickerei auf der Gesäßtasche so toll, dass ich sie unbedingt verwenden musste. Außerdem habe ich auch noch ein Label eingesetzt, bzw. war innen in der Jeans der Herstellername als Band eingenäht.

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Also ich verwende ziemlich viele Einzelteile einer Jeans – die Reißverschlüsse trenne ich meistens auch noch raus. Von vielen Jeans habe ich oft nur die Nähte und den Bund als Rest über.

Damit melde ich mich die Woche bei: creadienstag, Upcycling-Dezember, Alt trifft Neu, Taschen und Täschchen und dem Weihnachtszauber.