Upcycling mit Retrostoffen

Kennt ihr das? Ihr seht einen Stoff und wisst eigentlich sofort, was ihr daraus zaubern könntet? So ging es mir vor Kurzem mit einem Vorhang, der durchaus in die Wohnung meiner Eltern gehangen haben könnte. Also so Anfang der 70er Jahre. Da sind die Vorhänge zwar nicht her – aber sie dürfen nun in meiner Stoffsammlung leben.

Kommentar meiner Lieblingskollegin: ICH würde mir die nicht aufhängen! – Ich auch nicht. ABER … ich habe da noch einen Stoff mit orangen Äpfeln und zusammen würde das doch sicherlich hübsche Taschen geben.

Das schien auch meiner Kollegin gefallen zu haben. Ok mittlerweile weiß sie, glaube ich zumindest, dass ich da sehr treffsicher was tolles daraus werkeln kann.

Daheim fiel mir ein, dass ich ja noch jemand eine Kosmetiktücherbox versprochen hatte. Irgendwie boten sich die Stoffe hier an. Selbe Generation und so. Und wenn ich schon dabei war, gab es für noch jemanden eine Kosmetiktücherbox – zwar nicht mein Jahrgang, aber ich ahnte vorher, dass ihr die Box gefallen wird. Und schlussendlich wurden auch mal meine Lieblingsnachbarn beglückt.

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Alle drei waren sehr angetan von der Kosmetiktücherbox. Den Satz: Das ist sooo Retro und passt irgendwie, habe ich die Tage deshalb mehrfach verwendet. Ich habe aber von beiden Stoffen noch massig und das wird wohl doch Taschen geben.

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Ich sollte allerdings den roten Stoff vorher mal waschen. Irgendwie scheint der zu Färben. Auf einem Apfelstoff habe ich nämlich irgendwie nach dem Bügeln rote Flecken gehabt.

Und ich wende mich nun dem creadienstag und dem Upcycling-August zu.

 

Kreative Ziele – Monatsrückblick Juli 2017

Diesen Monat kommt mein Monatsrückblick ein wenig später, ich war andersweitig ziemlich abgelenkt.

Irgendwie habe ich Listen für mich entdeckt. Listen mit Zielen, die ich abhaken kann. Und ich habe für 2017 beschlossen, eine nette Liste mit kreativen Zielen abzuarbeiten.

24x creadienstag – ich möchte gerne mindestens 24 x am creadienstag teilnehmen (28/24)

3x geschafft

24 x Upcycling – ich möchte mindestens 24 Upcycling-Projekte zeigen (31/24)

4x geschafft

12 x Backen – ich möchte dieses Jahr mal wieder mehr backen (4/12)

12 x Zwischenziele – die Zwischenziele werde ich einmal monatlich zusammen fassen (7/12)

1x geschafft

6 x was anderes machen als Nähen – ich möchte auch mal andere Projekte als Nähen machen (2/6)

1x geschafft

6  x neues versuchen – ich habe so viele Ideen, die ich irgendwie mal umsetzen will. Bzw. habe ich auch noch Schnittmuster hier liegen, die ich unbedingt mal versuchen möchte. (15/6)

1x geschafft

6 x Taschen Sew Along – ich habe bei greenfietsen den Taschen Sew Along 2017 entdeckt. Ich bin zwar kein Taschentyp, nähe sie aber trotzdem gerne. Deshalb möchte ich mindestens 6 x am Taschen Sew Along teilnehmen. (6/6)

5 x  MeMadeMittwoch – ich will mehr für mich nähen. Als Anreiz möchte ich mindestens 5 x am MMM teilnehmen. (2/5)

5 x RUMS – auch hier das Ziel mehr für mich zu machen. (4/5)

1x geschafft

Ein Jahr – 100 Ziele. Manches wird sich sicherlich überschneiden. Denn ich neige ja dazu vieles als Upcycling zu machen. Aber wir werden sehen.

10 Ziele geschafft – ich könnte mehr machen 🙂

Und abschließend das Projekt der letzten Tage. Ich bin ja immer noch mit dem Nähen der Lavendelsäckchen beschäftigt. Ich habe nun gute 500 Stück die auf ihre Befüllung warten.

Zwischenzeitlich binde ich ein paar Schleifchen, die nachher an die Lavendelsäckchen kommen sollen. Ich binde die vor, damit ich die nachher in einem Rutsch alle fertig machen kann.

Verwenden werde ich dafür: Obst- und Gemüsenetze, Fliegengitter, Krepppapier (lag meinem Geburtstagspaket bei – Danke Gudrun) und Jerseyreste. Hier seht ihr eine kleine Auswahl:

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Die Lavendelsäckchen werden also ein tolles und vielseitiges Upcycling-Projekt.

Und hier noch der Monat Juli in Bildern:

Und ich reihe mich nun ein beim Creadienstag und dem Upcycling-August.

Wendetaschenparade

Vor Jahren habe ich zu Weihnachten Wendetaschen verschenkt. Die kamen damals sehr gut an. Wobei das noch in einer Zeit war, bevor ich entdeckte, wie toll Upcycling ist. Nun unterhielt ich mich die Tage mit einer der Empfängerinnen, die ihre Tasche immer noch heiß und innig liebt. Deshalb musste ich mich da nun doch nochmal dran wagen.

Als erstes holte ich einen Stoff aus meinem Vorrat, den ich für besondere Zwecke aufgehoben hatte. Ein passender Stoff für die Innentasche fand sich auch sehr schnell.

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Tierisch ging es dann auch weiter. Der Fischestoff gefällt mir ja wegen seiner tollen Farben. Als Innenstoff habe ich einen Stoff mit Kuhfleckenmuster gewählt – so bleibt es tierisch. Wobei ich zwei unterschiedliche Träger angebracht habe.

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Lila darf bei mir nicht fehlen. Von dem Bettbezug, aus dem ich das Mädchenkleid genäht habe, hatte ich noch das Kopfkissen. Außerdem wartete noch ein weiterer Bettbezug in Lilatönen in meiner Restekiste auf seine Verwendung.

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Zum Schluss musste noch was ganz anderes her. Den Stoff mit den Kreisen habe ich irgendwie mal aus einer Restekiste mitgenommen. Der andere Stoff waren mal Vorhänge. In dieser Variante mit lange Trägern.

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Bei allen Taschen habe ich außerdem noch eine Schlaufe angebracht, an die ein Karabiner soll, damit man dort seine Schlüssel befestigen kann.

Ich reihe mich diese Woche bei folgenden Linkpartys ein: creadienstag Upcycling-Juli und Taschen und Täschchen.

Knistertücher für Zwillinge

Ich bin heute zu einem Nähkurs eingeladen. Meine Kollegin wird ihre Tochter und die zwei Zwillingsenkelchen mitbringen. Ich habe mich deshalb an die Nähmaschine gesetzt, um für die beiden Buben was zum Spielen zu Nähen. Ok ich befürchte, ich werde mehr mit Babys bespaßen als mit Nähen beschäftigt sein.

Dafür habe ich einen meiner schönsten Stoffe ausgewählt. Ich finde die blauen Rehe einfach zu niedlich. Auf der Rückseite habe ich Teile zweier Herrenoberteile verwendet. Ich habe bewusst zwei verschiedene gewählt, damit jedes Kind sein eigenes Knistertuch hat.

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In eine Ecke habe ich jeweils noch 2 Glöckchen eingenäht. Die Tücher knistern nun also nicht nur, sondern bimmeln auch noch. Ich gebe zu, selbst ich könnte mich damit ja stundenlang beschäftigen.

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Damit reihe ich mich diese Woche bei folgendes Linkpartys ein: creadienstag, Upcycling-Juli, Made4Boys , SewMini und Kiddikram.

 

 

Unterhosen mit Herzchen

Ich brauche bei Gelegenheit mal wieder neue Unterhosen. Also kramte ich meinen Schnitt mal wieder hervor. Stoff fand ich auch bald. Ein schwarzer Jersey mit weißen Herzen. Für ein T-Shirt oder ähnliches gefiel mir der Stoff nicht unbedingt.Für das Innenteil des Zwickels habe ich ein altes Shirt verwendet.

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Da der Stoff nicht wirklich weit reichte, habe ich bei zwei Unterhosen das Vorderteil halbiert und einen Kontraststoff eingesetzt. Ebenfalls von einem alten Shirt.

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Beim Zwickel habe ich den Trick, das innere Teil schmaler zuzuschneiden mal beherzigt. So wird der Rand nicht so dick.

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Ich habe auch versucht eine Anleitung zu fotografieren. Die sichte ich die Tage noch mal und werde versuchen sie in verständliche Worte zu fassen.

Diese Woche reihe ich mich nun beim RUMS und beim Upcycling-Juli ein.

Lavendelsäckchen Part 1

Vor wenigen Jahren habe ich für eine soziale Einrichtung vor Ort zu Weihnachten Taschentüchertäschchen genäht. Ganze 500 Stück. Die kamen damals auch gut an. Hier habe ich noch ein Bild von den TaTüTas gefunden:

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Vor ein paar Monaten wurde ich gefragt, ob ich Lavendelsäckchen für diese soziale Organisation zu Weihnachten nähen würde. Ich erinnerte mich daran, dass ich vor Jahren mal eine ziemlich heftige Reaktion auf Lavendel hatte. Trotzdem reizte mich die Aufgabe. Im Zweifelsfall suche ich mir halt doch Leute zum Füllen.

Ich habe lange überlegt, wie ich die Aufgabe am schlauesten umsetze. Stichwort war an sich Lavendelkissen und nicht Lavendelsäckchen. Ich finde die aber irgendwie praktischer, wenn man sie aufhängen kann. Außerdem hätte ich bei Kissen das Problem, dass da eine Wendeöffnung schließen muss. Das knappkantige Absteppen ist nicht mein Ding und ich sah mich schon 500 (oder mehr) Wendeöffnungen mit der Hand schließen.

Ich fragte nun mal in die Runde handarbeitsbegeisterter Frauen und prompt hatte G., die ich hier erwähnte eine Idee. Sie verwies mich auf den Blog von Lapika. Die Idee habe ich umgesetzt. Wobei ich viele verschiedene Größen zugeschnitten habe.

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Die ersten 90 sind auch bereits genäht, umgedreht, gebügelt und ich habe den Rand schon nach innen geklappt.

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Hier könnt ihr eines von innen sehen. Ich habe die meisten so zugeschnitten, dass ich die beiden Seitennähte zum Nähen habe.

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Für die nächsten weiß ich, dass lang und schmal besser sein wird als breit und kurz. Das wird sich beim Befüllen noch erweisen. Aber momentan sagt mir das mein Gefühl beim Bügeln.

Verwendet habe ich Textilien aus Altkleidersäcken. Bettwäsche, Vorhänge, Hemden, Hosen und Röcke. Zubinden werde ich sie mit Geschenkband und plane noch ein Schleifchen aus Obst und Gemüsenetzen rein zu binden. So für die Optik. Wobei ich auch noch Fliegengitter im Haus habe, was sich ja auch anbieten würde. Momentan wird jeder von mir angesprochen, dass ich dieses Jahr Geschenkband und Obst- und Gemüsenetze sammle.

Geplant sind vorerst 500 Stück. Wenn es 1000 werden, würde ich das auch machen. Ich hoffe nur, dass ich genügend Lavendel bekomme. Ich habe nun auch schon jeden den ich kenne, der einen Garten hat, angequatscht.

Ist der Zeitpunkt damit anzufangen nicht passend? Immerhin ist es kein halbes Jahr mehr bis Weihnachten 🙂

Außerdem möchte ich an die Abstimmung von Lunaju erinnern, die ja am Wochenende neu angesetzt werden musste.

Meine Lavendelsäckchen sind diese Woche beim Creadienstag, Taschen und Täschchen und dem Upcycling-Juni zu finden.

Auf bunten Socken zum RUMS

Bisher dachte ich, meine Leidenschaft für das selber nähen von Unterhosen aus alten T-Shirts ist an Spleenigkeit nicht mehr zu übertreffen. Nun fand ich aber die Möglichkeit aus Jersey Socken zu nähen. Das musste ich unbedingt ausprobieren.

Die Anleitung ist von Cherry Picking und heißt Sockenliebe.Aufmerksam darauf wurden ich bei Swafing.

Ich liebe diese Socken. Und ich liebe es, wie einfach sie zu nähen sind, wenn man erst mal durch die Anleitung durch gestiegen ist. Ich gestehe allerdings, ich hatte meine Probleme mit der Anleitung. Bis ich irgendwo ein Foto der fertigen Socken fand, die sich nicht gerade in Schuhen befanden und so den entscheidenden Schritt auch endlich nachvollziehen konnte. Deshalb habe ich die einzelnen Schritte mal fotografiert, um die Anleitung besser verständlich zu machen. Mir fällt Nähen nach Bildern irgendwie einfacher.

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Den Stoff des unteren Sockenteils, wie im Schnittmuster angegeben falten und fest stecken

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In der Anleitung wird dazu geraten, dass man das Oberteil dann an den Seiten fest steppt. Ich habe den Teil übersprungen und habe Ober- und Unterteil zusammen gesteckt.

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Genäht habe ich dann von der Oberseite.

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So sehen die Eulensocken von innen aus. Nach dem Ober- und Unterteil zusammen genäht wurden, kann man noch ein Bündchen annähen.

Ich wollte bewusst kurze Socken und habe beim Schnittmuster nur etwa 5 – 10 Zentimeter zugegeben.

Ich habe nun mehrere Paar Socken genäht. Bei manchen haben ich ein Bündchen angenäht, bei manchen habe ich einfach ein faules Bündchen genäht (endlich weiß ich wie das funktioniert) und bei manchen habe ich den Bund des verwendeten T-Shirts einfach verwendet und brauchte mir oben um den Abschluss keine Gedanken machen. Bei meinen allerersten Socken habe ich allerdings den Fehler gemacht und hatte ein Shirt erwischt, bei dem sich der Bund kaum dehnen ließ. Die Socken bekomme ich kaum über die Füße und sie schneiden am Bein ein.

Aber nun mal eine kleine Auswahl meiner Socken:

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Die Eulensocken sind aus einem Kinder T-Shirt, welches mit einem Bund aus farblich passendem Sternchenstoff abgesetzt war. Da habe ich gleich beide Stoffe verwenden können.

Die Socken in Lila sind aus den Armen eines Langarmshirts. Das reichte vollkommen aus.

Und die Socken mit den Pilzen sind aus einem Stoffrest.

Damit verlinke ich mich heute beim RUMS, Upcycling-Juni, Kostenlose Schnittmuster.