Grünes Wiesbaden

Enthält unbezahlte und unbeauftragte Werbung.

Ich bin leider ziemlich lauffaul. Um meine Kondition ein wenig zu verbessern, versuche ich nun mehr spazieren zu gehen. Spazieren gehen ist generell ja eher langweilig. Die Tage war ich schon mal unterwegs, da hatte ich aber mir selber einen Auftrag erteilt und habe bewusst die Geschäfte angesteuert, wo ich den gesuchten Artikel finden könnte.

Also brauchte ich eine neue Aufgabe – neudeutsch könnte man es sicherlich auch Challenge nennen, klingt auf alle Fälle cooler. So bat ich eine Person meines Vertrauens, die ich hiermit mal herzlich grüße, mir eine Zahl zwischen 1 und 20 zu nennen und eine Farbe. Aber nichts zu ausgefallenes und grün oder braun sollte man besser meiden.

Es wurde GRÜN – irgendwas zwischen grün und blau-grün-türkis oder so und die Zahl 11. Somit war meine Challenge komplett: 11 grüne Dinge in Wiesbaden fotografieren. Welch ein Glück, dass Wiesbaden so viele Bäume hat.

Ich zog also los. Geplant war: erst mal bei Netto mein Leergut los werden, dann von dort aus weiter durch die Stadt und dann zu einem neueren Aldi und von dort aus zur neuen Fußgängerzone und nach Hause, mit einem Umweg über Netto, um meinen Einkauf zu erledigen.

Das erste GRÜN konnte ich schon auf dem Weg zu Netto fotografieren.

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Weiter ging es dann am Unverpacktladen, Oxfam und Alnatura vorbei. Ohh wunder, die haben alle GRÜNE Schilder.

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Weiter ging es Richtung Luisen-Forum. Dort wurde am Fußgängerüberweg die Grünfläche sehr schön neu bepflanzt. Ich kann mich nicht erinnern, dass es dort schon mal so schön aussah.

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Schon beim Überqueren der Kreuzung fiel mein Blick auf das Parkhausschild. Da ist ja auch GRÜN zu sehen. Außerdem sollte man das Galeria Kaufhof Logo unbedingt fest halten, dachte ich mir. Jetzt, da Galerie Kaufhof und Karstadt fusioniert haben und es ein neues Logo gibt.

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In der Fußgängerzone musste dann auch das große Galeria Logo her halten. Denn auch dieses ist GRÜN.

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Als ich die Aktion plante, war es schön warm und ich freute mich auf einen Spaziergang in der Sonne. Warm war es heute leider nicht mehr wirklich. Deshalb verkniff ich mir auch das Eis. Aber da ist halt nun auch mal GRÜN enthalten und somit zückte ich meine Kamera.

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Ein Stück weiter drehten sich Bikinis in einem Schaufenster. Mich fasziniert so was ja total – also alles was sich dreht, bewegt und so weiter. Außerdem war auch da GRÜN zu sehen.

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Das Firmenlogo der Parfümerie Douglas ist auch GRÜN – oder sagen wir eher türkisgrün. Aber somit immerhin mal im angegebenen Spektrum.

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Gegenüber ist das Kaufhaus, welches ich mein Leben lang als Karstadt kannte. Nun ja, nun ist es Galeria Karstadt Kaufhof und das neue Logo gefällt mir definitiv gar nicht.

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Diesen Mülleimer auf dem Mauritiusplatz finde ich einfach zu cool. Und da GRÜN enthalten ist, passt er wunderbar in meine Challenge.

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Eigentlich hatte ich bei GRÜN sofort Starbucks im Kopf – obwohl ich nie Kaffee trinke und dort nicht verkehre. Nun ja, das fiel mir dann ein, als ich schon bei Aldi war und zurück laufen wollte ich dann doch nicht mehr.

Dafür erspähte mein Auge dann Grünspan an dem Brunnen vor Aldi und somit darf auch dieser Brunnen Teil meiner Fotostrecke sein.

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Nach meinem Kleineinkauf fuhr ich mit dem Aufzug im Parkhaus nach oben, denn ich wollte ja wieder Richtung Westend. Als ich das Parkhaus verließ, fiel mein Blick auf das Römertor. Ich liebe es einfach. Und da das so schön im GRÜNEN liegt …

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Während ich noch einen kleinen Rundblick wagte, fiel mein Blick auf 2 riesige Kakteen in einem Fenster.

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Nun ging es dann aber weiter die Coulinstraße lang.

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Ein Blick auf den Michelberg bescherte mir dann mal wieder was eher türkis- GRÜNES.

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Und wenn ich schon mal in dem Eck bin, dann muss auch das Holocaust-Denkmal mal wieder fest gehalten werden. Immerhin ist dort auch GRÜN zu sehen. Auf dem zweiten Bild kann man erahnen, wie windig es war.

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Auf meinem weitere Weg sah ich auch diese Mülltonnen. Ja, Mülltonnen sind nichts besonderes. Aber diese irgendwie schon.

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Schnell die Schwalbacher Straße überquert und schon war ich wieder im Westend. Auch türkische Lebensmittelhändler haben GRÜN auf ihren Schildern.

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Und nun wollte ich endlich die neue Fußgängerzone sehen. Nun ja, hier sieht man den Beginn. Mehr aufregendes ist dort leider nicht wirklich zu sehen. Wobei es schon ein wenig ungewohnt war, auf der Straße, auf der vor wenigen Wochen noch Autos fuhren, zu laufen.

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Der Gang durch diese neue Fußgängerzone war sehr unspektakulär und eher langweilig. Dafür erblickte ich um die Ecke dann ein tolles Schild mit GRÜN. Mal ein ganz anderer Grünton.

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So langsam kam ich meiner Heimat immer näher. An einer Kreuzung entdeckte ich auf einem Verteilerkasten diesen Aufkleber. Weihnachten ist zwar schon lange rum – aber eh, da ist GRÜN drauf!

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Ein Ampelmännchen in GRÜN durfte auch nicht fehlen.

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Und Wiesbaden hat auch Straßenschilder für Fahrradfahrer. Die sind ebenfalls GRÜN.

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Ich habe dann schnell noch im Hausflur meinen Einkaufstrolley geholt und zog wieder Richtung Netto. Auf dem Weg dorthin blieb mein Auge auf dem Schriftzug hängen. Die Weinstube gibt es schon lange nicht mehr. Heute ist da ein Inder oder so drinne. Aber ich verbinde den Alten Römer mit vielen Erinnerungen.

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Beim Überqueren der Straße sah ich an einer Litfaßsäule ein Plakat für eine Anne Frank Ausstellung – da muss ich mich unbedingt kundig machen, denn das würde mich durchaus interessieren. Und das Plakat sah von Weitem GRÜNlich aus.

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Das Einkaufen bei Netto war, wie eigentlich fast immer, eher frustrierend und ich bin mit fast leerem Wagen wieder nach Hause. Und diesen Baum musste ich unbedingt auch noch knipsen, weil der einfach soooo schön ist.

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Ich habe fest gestellt, dass ich mit ganz anderen Augen durch Wiesbaden gegangen bin. Sicherlich Sachen entdeckt habe, die mir so bisher nicht bewusst waren. Für nächste Woche brauche ich eine neue Challenge, denn das hat eindeutig Spaß gemacht.

Und da ich wirklich viel Freude hatte, reihe ich mich noch beim Freutag ein.

 

 

Enttäuschung auf der Kreativ-Messe Wiesbaden

Werbung, da Veranstaltungsnennung.

Als ich letztes Jahr zum ersten Mal die neue Kreativ-Messe im neu erbauten Rhein-Main-Congress-Center besuchte, war ich schon ein wenig enttäuscht. Im Vergleich zu den Messen früher in der Rhein-Main-Halle eben kein Vergleich. Aber ok, das war das erste Jahr und da schaut man, bzw. zumindest ich, über manches hinweg.

Nach dem ich im letzten Jahr ziemlich schlechte Erfahrungen mit dem angepriesenen Vorverkauf hatte, war ich dieses Jahr schlauer und bin die Tage zur Tourist Information gelatscht, um eine Eintrittskarte im Vorverkauf zu kaufen. So zog ich heute mit einem großen Rucksack, für die vielen erhofften Käufe, ausreichend Geld und guter Laune los.

Die erste Runde hatte ich relativ flott durch. Wobei ich nicht wirklich schnell bin, eher getrödelt habe – aber so wirklich was war bis dahin für mich nicht mit dabei. Aber hee, da ging es doch vorhin noch in den ersten Stock. Aber erst mal machte ich in aller Ruhe eine sehr ausgiebige Zigarettenpause und suchte dann die Toilette. Zum Glück wusste ich noch aus dem letzten Jahr, wo in etwa die betreffenden Örtlichkeiten sind.

Die Toiletten waren relativ sauber. Schöner wäre es gewesen, wenn auch alle Türen funktioniert hätte. Während ich mein Geschäft erledigte, hörte ich andere Frauen leicht fluchen, weil sie die Türen nicht geschlossen bekamen. Ich selbst hatte leicht Panik, weil ich aus meiner Kabine nur schwer raus kam. Die Tür klemmte extrem.

Während der Zigarettenpause hörte ich schon verschiedene Leute sich über die Messe unterhalten. Und alle klangen sehr enttäuscht. Da dachte ich noch, soo schlecht war die erste Halle nicht, da kann es nur noch besser werden.

Nun ging es erwartungsvoll in den ersten Stock. Ich sah mich schon im Woll- und Stoffhimmel. Nun ja, dort wurden die Torten des Tortenwettbewerbs ausgestellt. Immerhin waren es dieses Jahr mehr Torten als letztes Jahr. Ich hätte mir aber gewünscht, dass dort noch irgendwelche Informationen zu finden gewesen wären, warum dort nun dekorative Torten rumstehen. Nicht jeder ist mit dem Programm vertraut. Ich selbst wusste das Thema nämlich auch nicht mehr.

Ein paar Meter weiter wurden dann die genähten Werke des Nähwettbewerbs gezeigt. Auch hier ohne jegliche Informationen. Ich bin da erst die Tage durch Zufall drüber gestoßen, dass es einen Nähwettbewerb gab. Aber das Thema wusste ich auch hier nicht mehr. Das hätte man, genauso wie bei den Torten, wirklich liebevoller gestalten können.

Ein Stück weiter kam man in einen relativ kleinen Raum, in dem es scheinbar das Bühnenprogramm geben sollte. Es war aber erst 12.45 Uhr und die erste Vorführung sollte um 13.15 Uhr stattfinden. So lange wollte ich dann dort doch nicht warten. Wobei da auch keine Bühne war, sondern nur eine Leinwand. Aber in dem kleinen Raum hätten nicht wirklich viele Menschen Platz gefunden. Und es wäre generell sehr beengt gewesen, da die Stuhlreihen dicht an dicht standen.

Mehr war oben nicht zu finden. Deshalb bin ich erst Mal wieder runter und habe eine weitere Runde in der ersten Halle begonnen. Danach wollte ich mich kundig machen, ob es wo anders noch was gibt.

Am ersten Stand, an dem ich mich dann umschaute, bekam ich dann mit, dass eine andere Kundin zu der Verkäuferin was sagte, dass das ja nur eine Halle sei. Da wurde ich hellhörig. Ich drehte mich um und fragte nach. Die Kundin bestätigte ihre Aussage und die Verkäuferin meinte nur, sie hat das schon gehört und hofft, dass der Eintrittspreis gemindert worden sei. Was aber nicht der Fall war.

Bis dahin hatte ich noch kein Stück gekauft. Ich drehte dann in Ermangelung einer guten Alternative noch eine zweite Runde. Schon in der ersten Runde war es zwar gefüllt, aber nicht sonderlich voll. Meine zweite Runde lief noch entspannter ab, weil es mittlerweile relativ leer war.

Ich habe schlussendlich eine Zeitschrift gekauft und eine Keksausstecher. Wobei der Keksausstecher schon so ein halber Frustkauf war. Ich habe dann noch eine Zigarettenpause eingelegt und hab relativ unmotiviert noch eine halbe Runde begonnen. An einem Stand hätte ich eventuell aus Frust noch was gekauft. Da hat der Verkäuferin aber bereits eine andere Kundin angepampt, dass ich mir das nicht auch noch geben wollte. Der war sicherlich auch bereits über das negative Feedback vieler Messebesucher enttäuscht.

Schlussendlich war ich maximal 2 Stunden dort. Habe nicht wirklich was gekauft. Hatte auch nicht wirklich Spaß. Mir ist klar, dass man das Rad nicht neu erfinden kann und ich weiß vorher, dass die Chancen, dass ich was für mich Neues und Tolles entdecke zu 0 tendieren. Ich habe nicht viel Geld, deshalb halten sich meine Einkäufe bei solchen Aktionen generell im Rahmen. Aber ich habe nur deshalb nichts gekauft, weil es nichts gab, was ich hätte haben wollen.

In dem genannten Vorführraum hätte man eine Nähmaschine gewinnen können. Dazu hätte man aber bis 16 Uhr warten müssen. Ich habe um kurz nach 14 Uhr die Messe wieder verlassen, als ich das gelesen hatte, war es noch nicht mal 13 Uhr. Die Zeit hätte ich beim besten Willen dort nicht totschlagen können, da wäre ich eher an Langweile gestorben.

Eine Standbetreiberin erzählte mir, dass sie vom Veranstalter erzählt bekommen haben, dass es im letzten Jahr zwei Hallen gewesen seien. Allerdings seien in den beiden Hallen auch die Essensstände und die Bühne gewesen. Beides habe man ja nun wo anders untergebracht und deshalb würde es nur eine Halle geben.

Ich bin bitter enttäuscht und da war ich nicht die Einzige, da ich viele andere Besucher enttäuscht haben erzählen hören. Mir tut es mittlerweile leid um die Zeit, die ich dort verschwendet habe und auch um das Eintrittsgeld. Das nächste Jahr werde ich mir den Besuch sicherlich sehr, sehr, sehr gut überlegen!

Der Veranstalter hat mir zwischenzeitlich ein Gast-Ticket für nächstes Jahr angeboten. Meine Kritik hat er aber nicht öffentlich sichtbar veröffentlicht, was ich irgendwie schade finde, da ich auch von anderen Besuchern weiß, die bitter enttäuscht wurde.

Der Veranstalter teilte mir außerdem mit, dass es ja nicht wirklich wenig Aussteller seinen. Im Vergleich haben sich im letzten Jahr dort 180 Händler präsentiert und dieses Jahr 130. Ich finde 50 Aussteller weniger macht schon einen Unterschied oder nicht?

Der Termin war auch nicht wirklich schlau gewählt. In Wiesbaden fand am selben Wochenende ein Ostermarkt mit Kunsthandwerkermarkt statt. Am Sonntag fand außerdem der Stoffmarkt statt.

Dort wurde ich dann auch fündig und habe relativ viel gekauft. Zumindest für meine Verhältnisse.  Wie man sieht sehr sternenlastig und alles in Lila oder Türkis.

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Und auch wenn der Stoffmarkt gegenüber einer Kreativ-Messe ja eher eine Massenabfertigung ist, habe ich mich dort wesentlich besser aufgehoben gefühlt und empfand die ganze Veranstaltung wesentlich liebevoller gestaltet als die Kreativ-Messe.

Und damit reihe ich mich nun beim Creadienstag ein.

 

Kreativ Messe ohne neues Shirt

Der Beitrag enthält Werbung.

Schon länger wusste ich, dass ich 2. November zur Kreativ Messe nach Frankfurt wollte. Da passte ja auch der Sew Along von Küstensocke wunderbar dazu. Denn was selbst gemachtes trägt man doch gerne zu einer kreative Messe oder nicht?

Der Zuschnitt war relativ schnelle erledigt. Die ersten Teile auch relativ fix zusammen genäht. Und dann stockte es. Da ich mir Mühe gebe, nur noch tagsüber zu nähen und nicht mehr Abends vorm Fernseher, standen nicht so viele Nachmittage zur Verfügung.

An einem der Nachmittage bin ich dann lieber demonstrieren gegangen. Das war mir einfach wichtig und war ein grandioses Erlebnis. Danach war ich so platt, dass ich auch am nächsten Tag nur fertig war. Noch dazu habe ich mich am folgenden Nachmittag mit einer Bekannten verquatscht und bin dann Abends vorm Fernseher schon tief und fest eingeschlafen.

Am Sonntag war dann erst mein Haushalt dran und wählen gehen, durfte ich auch noch. Aber ich schaffte es da mal, zwei entscheidende Nähte zu machen. Bei der folgenden Anprobe war ich dann ziemlich frustriert. Irgendwie sind mir die Arme ein wenig knapp und sitzen irgendwie komisch. Ich habe den Ausschnitt aber mal angesteckt. Und dann lag das gute Stück und die Nachmittage, die ich an sich zum Nähen verwenden wollte, gingen mit anderen Dingen vorüber.

Da war irgendwann klar, dieses Shirt werde ich zur Messe nicht tragen. Aber ich hatte ja noch was anderes zur Auswahl.

Die Messe war toll und anstrengend. Ich habe für meine Verhältnisse relativ viel gekauft. Vor allem Stoffe, obwohl ich ja an sich genügend Stoff daheim habe. Da ich aber dieses Jahr tatsächlich weihnachtliche Geschenke brauche, kamen sogar Weihnachtsstoffe mit.

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Besonders toll fand ich den Hamburg Stoff. Mein Bruder schwärmt von Hamburg und ich kann ihm da was passendes draus nähen. Darauf freue ich mich schon.

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Obwohl ich keine Anleitungsbücher kaufen wollte – ein Buch mit Sockenmustern musste mit. Ich war nach der Messe noch frühere Kollegen in dem Frankfurter Bastelgeschäft besuchen. Da stand das Buch auch, aber für den doppelten Preis.

Außerdem hüpfte noch ein wenig Kleinkram in meinen Rucksack. U.a.weil sie eben günstig waren. Aber alles Dinge, die ich brauche. Also eher kein unnützes Zeugs.

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Am Sonntag habe ich dann mein Shirt fertig genäht. Und ich war froh, da nicht vorher dran gegangen zu sein. Beim geplanten Wellenrand unten war ich mehr mit neu einfädeln als nähen beschäftigt.

Das fertige Shirt gibt es wann anders zu sehen. Ich weiß aber, dass ich mit dem Schnitt kein weiteres mehr nähen werde. Für kurze Arme ist es ein super Schnitt. Aber die Arme sind sonst bei mir Thema für sich. Ich brauche also demnächst einen neuen Schnitt. Aber ich befürchte, das wird im Rahmen des Sew Along nichts mehr.

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Heute zu finden beim Creadienstag und Kuestensocke.

Statementkugelschreiber oder wie aus rechts links wurde

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Vor jeder Wahl mache ich mir einen Spaß daraus, bei den Wahlwerbeständen, die samstäglich in der Innenstadt zu finden sind, eine Runde zu drehen. Ziel ist immer ein Kurzwahlprogramm zu bekommen und dann sammle ich diverse Gimmiks.

Ich spotte dann regelmäßig, dass ich die Partei, mit den schönsten Kugelschreibern wählen werde. Was mir schon mal Spott eines guten Freundes einbrachte, was ich denn machen würde, wenn eine der rechten Parteien tolle Kugelschreiber hätte. Nun ja, zu meinem Glück war das bisher nie ein Problem, da die rechten Parteien NIE irgendwas außer Wahlwerbung hatten.

Mittlerweile hat sich Wahlwerbung geändert. Unter anderem finden sich mittlerweile nicht mehr nur Kugelschreiber an den Ständen. Ab und an gibt es wirklich schöne Dinge, mit denen um Wähler geworben wird. Wobei mich das weiterhin wenig beeindruckt. Mir ist mittlerweile unter anderem wichtig, wie die Parteien mit ihren potentiellen Wählern umgehen. Dabei hat sich eine der großen Parteien leider vor der letzten Bundestagswahl bei mir ins Aus geschossen.

Leider habe ich dieses Jahr erst letzten Samstag die Zeit gefunden, die Wahlwerbestände zu besuchen. Ziel waren vor allem Kurzwahlprogramme. So ganz schlüssig bin ich mir nämlich noch nicht, wen ich am nächsten Sonntag wählen werde. Ok es gibt eine kleine Liste, wen ich auf keinen Fall wählen werde.

Mein Vater wollte mich vom Stand der AfD schon weg ziehen. Aber wenn schon, denn schon. Ich wollte ja von allen Parteien ein Wahlprogramm. Vor der Bundestagswahl bin ich mit dem Flyer der AfD wieder zurück und habe den Wisch einer Dame wieder in die Hand gedrückt, mit den Worten, so was will ich nicht daheim haben.

Dieses Jahr hat sich meine Einstellung geändert. Jedes Teil, was den Wahlwerbestand der AfD verlässt und bei Leuten, wie mir landet, schmälert das Sortiment der Partei. Denn es ist klar, ich werde weder die AfD wählen, noch werde ich den Flyer irgendwie im Sinne der Partei verwenden. Und ich hatte irgendwie im Hinterkopf, davon gelesen zu haben, dass es eine Organisation gibt, die Flyer der AfD sammelt und dafür etwas an Exit spendet. Nun ja, ich dachte und so weiter – ich finde die Aktion nicht mehr.

Exit ist eine Organisation, die Menschen dabei unterstützt, aus der rechten Szene auszusteigen. Finde ich eine gute Sache. Ganz besonders toll fand ich den Spendenlauf, der bei einem Aufmarsch Rechter in Wunsiedel.

Aber zurück nach Wiesbaden und dem Wahlkampf. Die AfD hatte tatsächlich Kugelschreiber. Ein Grund mehr, den Stand zu besuchen. Ich überlegte vorher noch, ob ich meinen Rucksack mit dem großen Peace-Zeichen meinem Vater in die Hand drücken sollte. Man beäugte mich zwar ein wenig, aber ich bekam sowohl das Kurzwahlprogramm, wie auch einen Kugelschreiber.

Ach ja, die Zugabe an Gimmicks war dieses Jahr bei allen Parteien eher mau. Was aber auch daran liegen könnte, dass ich doch ziemlich spät dran war. Dafür überraschte mich eine Partei, mit ihrer wirklich freundlichen Art. Obwohl man noch nicht fertig aufgebaut hatte, haben Mitglieder von Die Linken mir freundlich ein Kurzwahlprogramm raus gesucht und ich wurde gefragt, ob ich auch einen Kugelschreiber möchte. Und das ohne das ich danach gefragt hatte.

Als ich Nachmittags dann bei Freunden Online davon berichtete, dass ich nun einen AfD Kugelschreiber habe, waren die Meinungen gemischt. Wobei man an sich meine Einstellung zu der Partei ganz genau kennt. Aber jemand, von dem ich es nicht erwartet hatte, gab den entscheidenden Tipp. Ich soll den halt aufhübschen, meinte man zu mir.

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Am Sonntag hat es mir sehr viel Freude gemacht, aus dem Kugelschreiber etwas passendes zu machen. Mit Word habe ich einen passenden Schriftzug erstellt, einen Regenbogen hinzugefügt und habe das ausgedruckt, ausgeschnitten und um den Kugelschreiber geklebt.

Nun passt der Kugelschreiber eindeutig besser zu mir. Vielen Dank liebste AfD, dass ihr mir so sehr geholfen habt, meine Meinung so klar deutlich zu machen!

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Eine Bekannte, die den Kugelschreiber schon live sehen durfte, meinte dazu nur: Nun kann man mit dem Stift endlich schreiben!

Ich finde, das ist ein wirklich tolles Upcycling-Objekt oder nicht? Ich brauche nun eindeutig noch mehr Kugelschreiber!

Deshalb findet ihr mich diese Woche beim Creadienstag und beim Upcycling-Oktober.

 

12 von 12 in Wiesbaden

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Das schöne Wetter heute musste ich einfach nutzen. Nach einer Runde im Haushalt, schnappte ich mein Fahrrad und fuhr an den Warmen Damm. Eine Parkanlage in Wiesbaden. Ok das Foto ist vom nach Hause kommen, denn mein Tag endete leider anders als geplant.

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Wie immer saß ich auf einer der Wiesen und habe gelesen und gestrickt. Man sieht die Bäume schon braun werden, während es noch um die 30 Grad hat. Irgendwie ein komisches Gefühl – geht es euch auch so?

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Immerhin habe ich an der zweiten Socke die Ferse fertig und kann nun heute Abend am Schaft weiter machen.

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Mein E-Book-Reader durfte auch mit. Momentan lese ich eine Dystopie. Zwar ein Kinderbuch, aber wirklich spannend.

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Ich bekam auch Besuch von Enten – erste eine, dann zwei. Ich hoffe ja sehr, dass ich nicht die Persönlichkeitsrechte der Tiere verletze!

 

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Auf der Heimfahrt musste ich noch an meinem geliebten Weiher vorbei. Leider ist die Wiese dort dieses Jahr sehr unbequem, weswegen ich eine andere Wiese eben vorziehe.

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Überbleibsel der Biennale sind auch noch zu sehen. Zumindest das Rewe-Plakat hätte man ja schon mal entfernen können. Aber nun ja.

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Den Baum bewundere ich schon länger und musste nun einfach ein Foto machen. In Natura sieht der noch toller aus.

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Zurück ging es über die Allee an der Wilhelmstraße.

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Dort konnte ich auch meinen geliebten Weiher noch mal aus einer anderen Perspektive bewundern.

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Auch am Dernsches Gelände kam ich vorbei und konnte Rathaus und Marktkirche noch im Foto festhalten.

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Ich schrieb ja letztens darüber, dass man versucht hat, am Platz der Deutschen Einheit das Westend und die Innenstadt miteinander zu verbinden. Dazu wurde unter anderem dieses Gebäude gebaut. Welches aber eher eine Schranke zwischen Innenstadt und Westend ist.

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Eigentlich wollte ich noch Einkaufen gehen. Leider bin ich mit dem Fahrrad gestürzt. Dem Fahrrad geht es gut, meine Kamera hat den Sturz auch überlebt. Mir geht es auch gut, es ist alles noch dran. Ich befürchte, morgen wird mein Gesicht bunt schillern und meine Handgelenke schmerzen auch leicht. Glücklicherweise passierte das am Platz der Deutschen Einheit und ich war bald daheim. Aber zum Einkaufen hatte ich keine Lust mehr.

Mit diesem Beitrag reihe ich mich bei 12 von 12 bei Draußen nur Kännchen ein.

Rock gegen Rechts – auch eine Form von #Wirsindmehr

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In Hessen finden dieses Jahr noch Wahlen statt und somit geht es gerade ein wenig rund. Vor ein paar Wochen besuchte ich schon eine Demonstration in Wiesbaden gegen die AfD im Landtag. Da wurden Jugenderinnerungen an die Friedensbewegung Anfang der 90er Jahre wach. Schon damals besuchte ich immer wieder Demonstrationen gegen Rechts.

Das Thema ist nun leider wieder sehr aktuell und es freut mich, dass sich gerade so viele Menschen positionieren. Auf besagter Demo wurde auch auf Rock gegen Rechts am 1.9. in Frankfurt aufmerksam gemacht.

Erster Gedanke: Boah geil, muss ich hin. Die nächsten Tage kam ich eher ins Wanken. Traute ich mir das noch zu? So viele Menschen, so große Stadt? Nach dem es dann in Chemnitz knallte, war mir klar, ich muss nach Frankfurt. In meinen Augen ist jeder Mensch wichtig, der sich in irgendeiner Form klar gegen Rechts zeigt. Und da ist so eine Veranstaltung doch eine klare Botschaft.

So fragte ich mal bei Online-Freunden nach, ob wer Lust hat mit zu gehen. Und so halbspontan entschieden sich zwei sehr nette Frauen mit zu gehen.

Am Donnerstag präparierte ich aber erst mal meinen Rucksack. Irgendwie schoss mir der Gedanke durch den Kopf, dass sich ein Peace Zeichen wunderbar auf meinem schwarzen Rucksack machen würde und nach dem ich tagelang mit der Idee schwanger ging, schritt ich zur Tat.

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Appliziert aus einem Lila Stoff mit Blumen. Das war irgendwann mal eine Bluse, die ich bereits zerkleinert hatte, um den Stoff zu was Neuem zu verarbeiten. Und so ein wenig Flower-Power ist doch durchaus passend oder nicht?

Am Samstag ging es gegen Mittag dann los. Rucksack gepackt, Bus und S-Bahn. Zum Glück kenne ich mich in Frankfurt ein wenig aus und so fand ich den Opernplatz recht einfach. Auch meine Verabredungen kamen bald. Schon irgendwie faszinierend, wir kennen uns seit vielen Jahr aus einer Community, aber ich hatte beide noch nie getroffen und erkannte beide trotzdem sofort.

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Der Opernplatz füllte sich nach und nach immer mehr. Menschen, jeden Alters, verschiedener Nationalitäten waren zu sehen. Und alles ging so friedlich ab. Im eher konservativen Wiesbaden wäre das so wahrscheinlich gar nie möglich. Also friedlich wäre es in Wiesbaden auch gewesen, aber ob man da so viele Generationen zusammen bekommen hätte?

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Das Wetter spielte auch mit. Nicht so heiß, wie die letzten Wochen, aber auch noch nicht so kühl, wie es sonst der September so mit sich bringt. Also wirklich passend. So passend, dass wir nach einem kurzen Abstecher auf das Weinfest in der Fressgass´und einem Besuch der Stände rund um den Opernplatz, dem Konzert auf einer angrenzenden Wiese lauschten.

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Der Opernplatz liegt ja direkt bei den Bank Türmen und ich finde es total schön, wie viel grün in der Gegend doch zu sehen ist. Wobei ich den Opernplatz, mit der Alten Oper und den vielen Altbauten und alten Lampen irgendwie ja schöner finde.

Ich selber bin ja ganz stolz darauf, dass Alex im Westerland fast heutnah sehen konnten. Ich wäre alleine NIE so nah an die Bühne gegangen.

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Viele Fotos habe ich nicht gemacht. Wir waren mehr mit uns und dem Konzert beschäftigt. Deshalb musste ich gestern jemand bitten, doch ein Tragefoto meines Rucksacks zu machen.

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Wie man sehen kann, ist das Denkmal von Erdogan zwischenzeitlich entfernt worden. Ok zwischenzeitlich ist hoch gegriffen. Noch in der Nacht meines letzten Posts musste die Feuerwehr Erdogan entfernen, da es zu Ausschreitungen kam. Ich habe den Schritt ehrlich gesagt sehr begrüßt.

Chemnitz ist leider für eine Besuch bei #Wirsindmehr zu weit entfernt gewesen.

Ich bedanke mich bei meinen beiden netten Begleiterinnen, die den Tag zu etwas ganz Besonderem gemacht haben. Das werden wir sicherlich mal irgendwann wiederholen!

Ein großes Lob an die Veranstalter und allen Beteiligten. Geile Show!

Und somit reihe ich mich ein beim Creadienstag und dem Upcycling-September.

Biennale in Wiesbaden – Ist das Kunst oder kann das weg?

Dieser Beitrag wird unbezahlte Werbung enthalten und ganz viel eigene Meinung.

In Wiesbaden läuft seit dem 23.8. die Biennale. Ehrlich gesagt, verstehe ich den Sinn und Zweck dieser Veranstaltung nicht wirklich, aber es geht in irgendeiner Form um Kunst und somit um das Kreativ sein. Und ich warne euch vor, es kommt eine Bilderflut!

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Thema des Ganzes ist: BAD NEWS. In meinen Augen würde auch was wäre wenn passen. Denn das beschreibt es irgendwie passender. Wobei schlechte Nachrichten auch passt.

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So ist in das Theater ein REWE eingezogen. Wobei man hier auch den Namen nachgenutztes Theater verwendet. Was an sich so viel Aussagen soll wie: Was könnte mit dem Theater passieren, wenn es kein Theater mehr ist. Außerdem gibt es ein Autokino im oder am Theater und ein Pornokino.

In der seit Jahren leerstehenden City-Passage findet auch irgendwas statt. Hier irgendwie passend, da die einstmal ansehnliche Passage eben seit Jahren leer steht und immer mehr zum Schandfleck Wiesbadens wird.

Heute Nacht ging es dann schon durch die Sozialen Medien, dass am Platz der Deutschen Einheit eine goldene Statur von Erdogan stehen würde. Ich hielt das für einen dummen Scherz und die Bilder für gute Fotomontagen. Und würde ich nicht im vierten Stock ohne Aufzug wohnen, wäre ich wohl selber noch mal runter, um nach zu sehen.

Bis ich heute gegen Mittag aus dem Haus bin, war schon klar, es stimmt. Und da ich eh in die Richtung musste und selbst wenn ich nicht in die Richtung gemusst hätte, DAS musste ich mir ansehen.

Da steht er nun, alleine und gülden und umvölkert von Schaulustigen.

Passenderweise hat jemand ein Grablicht und ein Schild mit der Aufschrift Pressefreiheit an das Denkmal gelegt.

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So viele Menschen hab ich dort noch nie gesehen und erst Recht nicht sooo viele Menschen, die Fotos gemacht haben.

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Auch der Verkehr, der dort eh schon durch ein Nadelöhr fährt, wurde in Mitleidenschaft gezogen. Autos in 2. Reihe, aus denen die Fahrer ausstiegen, um sich das Denkmal anzusehen.

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Nach meinem dienstäglichen Sport fuhr ich weiter zum Theater, weil ich mir den REWE unbedingt ansehen musste.

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Außen groß angekündigt muss man erst die Treppen hoch und dann durch die Theaterkollonaden, um zum Eingang zu kommen. Aber riesige Fahnen tragen dazu bei, dass man den Eingang nicht verfehlen kann.

Innen sieht das schon irgendwie faszinierend aus. Das eher barocke Theater und dann die moderne Ladeneinrichtung.

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Wahrscheinlich sind mehr Leute dort um Fotos zu machen, als zum Einkaufen. Was ich auch durchaus verstehen kann.

Faszinierend fand ich, wie die Einrichtung in das Theater eingepasst wurde.

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Und auch diverse Elemente das Theaters mit einbezogen wurden.

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Auf dem Heimweg musste ich ja noch mal bei Herrn Erdogan vorbei. Nicht nur ich wurde von der Statur wie magisch angezogen.

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Ob sich die Leute, die sich davor fotografieren lassen, wohl alle im Klaren darüber sind, wer er ist?

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Aber ich die Presse war fleißig rund um das Denkmal beschäftigt, auch am späten Nachmittag noch.

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Und ich zog dann so langsam mal von dannen und „bewunderte“ die Rückseite des Denkmals.

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Tja, ist das Kunst oder kann das weg? um mal meinen Überschrift wieder aufzugreifen. Aufmerksamkeit hat die Aktion auf alle Fälle gefunden. Der Standort könnte auch nicht besser gewählt sein, denn immerhin wurde der Platz in der jetzigen Form mal geschaffen, um das Westend mit der Innenstadt zu verbinden. Ok das hat man definitiv nicht geschafft. Das Westend an sich, heißt bei uns Wiesbadenern Klein Istanbul, ohne das in irgendeiner Form als wertend zu sehen.

Ich selber stehe Erdogan kritisch gegenüber. Denn mir sind Werte wie Freiheit in allen Formen sehr wichtig. Auch in Anbetracht der Vorfälle in Chemnitz die letzten Tage, finde ich es nicht wirklich ratsam, da noch in irgendeiner Form Salz in die Wunden zu streuen.

Ein Denkmal, eines Mannes, der so weit ab von dem deutschen Rechtssystem ist, in Wiesbaden, ist aber definitiv eine Bad News. Somit zwar durchaus passend. Ich selber finde aber, damit wurde eine Grenze überschritten. Aber ich denke, darüber sind viele Wiesbadener gerade nicht immer einer Meinung.

Und ich befürchte, man wird noch weitere Schlechte Nachrichten in den nächsten Tagen sehen.

Aber einen Zweck hat das Denkmal auf alle Fälle erfüllt, man denkt mal nach.

In diesem Sinne, weil kreativ, bin ich beim Creadienstag zu finden.

 

Erschwitzte Verpeiltheiten

Eigentlich, ja eigentlich, ziehe ich alle zwei Wochen Montags los und knipse die 2 bis 3 Paar Socken, die in den letzten 2 Wochen entstanden sind. Am gestrigen Montag wäre mal wieder ein Knipsmontag gewesen.

Obwohl ich gestern eigentlich von meiner Montagsroutine abgewischen bin, packte ich die Socken und die Kamera ein. Die geplanten Aktivitäten hatten sich dann aber geändert und ich landete schlussendlich in einem Wiesbadener Park. Dort bin ich in der letzten Zeit oft, weil es in meiner Dachgeschosswohnung einfach zu warm ist. Meistens nehme ich allerdings das Fahrrad. Da ich aber gestern eh eine Tageskarte für den Bus gekauft hatte, fuhr ich mit dem Bus.

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Ich saß auf einer Parkbank und habe mich in meinen E-Book-Reader vertieft. Bis mir dann einfiel, dass ich ja noch Fotos machen wollte. Zum bewegen hatte ich aufgrund der Hitze wenig Lust. Somit musste die Parkbank herhalten.

Meiner Kamera schien es aber zu heiß zu sein, denn die machte nicht, was ich wollte. Als ich dachte, ich habe alle Bilder im Kasten, zog ich Richtung Heimat weiter. Als ich daheim die Fotos sichtete, stellte ich fest, dass die Kamera wirklich viele Bilder gar nicht gemacht hat.

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Als ich dann heute zum Sport los bin, packte ich schon mal ein Paar Sachen für den Park zusammen, um nach dem Sport Sachen und Fahrrad zu holen. Auch die Kamera packte ich ein, da ich ja noch die Socken noch mal knipsen wollte. Außerdem packte ich mein Strickzeug ein. So stundenlang lesen ist nicht immer mein Ding und stricken kann man auf einer Decke auf einer Wiese genauso gut.

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Das Wetter schien zwar zwischenzeitlich Richtung bewölkt zu tendieren, trotzdem packte ich mein Rad und fuhr in den Park. Immer noch besser als meine Mini Sauna im 4. Stock. Das Wetter klarte später auch auf und ich war froh, mir die Mühe gemacht zu haben.

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Und es war herrlich. So ruhig, relativ grün, nicht ganz so arg heiß. Also so richtig schön beschaulich. Bis Polizisten, in voller Montur, den Park betraten und die nächste Stunde mit einer Gruppe Jugendlicher zu Gange war. Irgendwie fühlte ich mich wie beim Dementoren-Überfall in Little Whinging.

Was aber auch irgendwie passte, weil ich ein Buch von Robert Galbraith auf dem Reader habe. Rowling hat unter dem Pseudonym Robert Galbraith eine Krimireihe geschrieben, die es mir gerade angetan hat.

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Als mir dann einfiel, dass ich ja die Socken noch knipsen wollte, waren die Polizisten schon lange wieder weg. Leider habe ich in einem Anfall von erschwitzter Verpeiltheit die Socken daheim vergessen. Aber ich hatte ja mein Strickzeug dabei und kann so mindestens ein Bild der folgenden Socken zeigen. Näheres zu den Socken gibt es dann in ein paar Wochen mal. Dafür gibt es heute ein paar Bilder von meiner geliebten Wiese, auf der ich im Sommer oft zu finden bin.

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Und damit reihe ich mich nun bei folgenden Linkpartys ein: Creadienstag, Stricklust, Froh und Kreativ.

Zahnweh ade

Ich hatte letztes Wochenende Zahnweh. Am Mittwoch konnte ich einen Zahnarzttermin ergattern. Die Beschwerden waren bis dahin weitgehendst weg. Aber ich habe meinen Mut zusammen genommen und habe meine Zahnärztin trotzdem beehrt.

Bisher kam ich ums Bohren drum herum. Ich darf nun regelmäßig dort antanzen und man spritzt mir ein Medikament. Das war am heutigen Freitag der Fall und weil es mir damit nun wirklich toll geht, ist das eindeutig ein Fall für den Freutag.

Da ich aber keine Bilder meiner Zähne anbieten möchte und ein Beitrag mit Bilder ja viel schöner ist, zeige ich Euch ein weiteres Kleidungsstück, welches ich für die Zwillingsenkel meiner Kollegin genäht habe.

Die Babyhose Broejke.  Verarbeite habe ich mal wieder ein altes T-Shirt. Ich finde grün ja eine wunderbare Farbe für Jungen. Und mit den Tupfen sieht die Hose gleich fröhlich aus.

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Und damit bin ich nun außer beim Freutag auch bei Made4Boys, Kostenlose Schnittmuster Linkparty, Kiddiskram, Sew Mini, Für Söhne und Kerle: Hosen und dem Upcycling-März zu finden.

KreativAll in Wiesbaden

Ich habe mir heute einen Kreativ-Bummel-Tag gegönnt. Die Messe KreativAll ist zwar nicht in Wiesbaden, sondern in Wallau, aber dank eines kostenloses Shuttlebusses recht gut von Wiesbaden aus zu erreichen.

Ich hatte von dieser Messe bisher noch nie was gehört. Dieses Jahr bin ich über ein Plakat gestolpert. Da die Anreise machbar war, habe ich mich dann für einen Besuch entschieden.

Die Anreise klappte wunderbar. Wobei ich am Zielort fest stellte, dass der Shuttlebus einen ganz bescheidenen Fahrplan hat.Mein Ansinnen zum vergünstigten Eintrittspreis die heiligen Hallen betreten zu dürfen klappte auch.

Die Messe war sehr übersichtlich. Sprich so sehr viele Aussteller waren dort nicht. Ok ich habe als Vergleich auch nur die Kreativ-Messe, die seit 2 Jahren in Frankfurt stattfindet und vorher in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden zu Gast war.

Irgendwann erblickte ich, dass Nähfrosch ihre Babyhose RAS dort nähen wird. Da ich eh warten musste, weil die Busverbindungen so bescheiden waren, habe ich mich schon mal darauf eingestellt, mir die Vorführung mal anzusehen.

Als ich vor der Vorführung noch mal schnell die Hallen verließ, sah ich ein Kind, bei dem ich dachte, das kenne ich irgendwoher. Sah näher hin und erblickte den Mann von Nähfrosch mit Nachwuchs. Woran ich die Beiden erkannt habe, kann ich noch nicht mal wirklich sagen. Die Kombination aus großer Kamera und Baby vielleicht?

Die Vorführung war sehr nett gestaltet. Wobei ich die Babyhose RAS schon mal genäht habe und mit der Anleitung sehr gut zurecht kam. Ich habs ja nicht unbedingt mit Anleitungen. Ein Foto von meiner RAS gibt es leider nicht. Die Hose habe ich so halb zwischen Tür und Angel genäht und verschenkt und die Mutter um ein Foto gebeten und dann haben wir uns aus den Augen verloren – oder so.

Es wurde mehrfach gefragt, ob man die Hose auch mit einer normalen Nähmaschine genäht werden kann. Da zögerte man irgendwie mit der Antwort. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das klappt wunderbar! Zumindest wenn man Jersey schon mal genäht hat.

Ich persönlich hätte gerne noch genauer gesehen, wie das mit Und dann ziehen wir einen Gummi ein! genau gemacht wird. Würde mir nämlich generell besser gefallen.

Ein wenig seltsam fand ich das Ansinnen des Moderators, der meinte, man würde die zwei Damen lieber ausgezogen sehen. Irgendwie stehe ich auf solche sexistischen Sprüche nämlich leider gar nicht.

Gekauft habe ich nicht wirklich viel. Ein klein wenig Stoff und Ausstecherle. Eigentlich darf ich keine Ausstecherle mehr kaufen, denn ich habe sicherlich über 100 Stück – und irgendwie verwende ich eh immer wieder die selben. Aber eigentlich sind die dieses Mal auch für was anderes gedacht.

Besonders gefallen hat mir, dass Upcycling Thema war. Wenn auch nur an ein paar Ständen. Ich glaube, ich werde demnächst mal den Fahrradklempner im Haus nach „Abfall“ fragen.

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Irgendwie hat mich der Messebesuch glücklich gemacht, auch wenn die Ausbeute gering war. Aber demnächst ist ja in Wiesbaden Stoffmarkt.

Ach ja, ich habe mich leider nicht getraut Nähfrosch anzusprechen – ich bin da ein wenig schüchtern.

Und mein Beitrag passt eindeutig zum Freutag!