Zahnweh ade

Ich hatte letztes Wochenende Zahnweh. Am Mittwoch konnte ich einen Zahnarzttermin ergattern. Die Beschwerden waren bis dahin weitgehendst weg. Aber ich habe meinen Mut zusammen genommen und habe meine Zahnärztin trotzdem beehrt.

Bisher kam ich ums Bohren drum herum. Ich darf nun regelmäßig dort antanzen und man spritzt mir ein Medikament. Das war am heutigen Freitag der Fall und weil es mir damit nun wirklich toll geht, ist das eindeutig ein Fall für den Freutag.

Da ich aber keine Bilder meiner Zähne anbieten möchte und ein Beitrag mit Bilder ja viel schöner ist, zeige ich Euch ein weiteres Kleidungsstück, welches ich für die Zwillingsenkel meiner Kollegin genäht habe.

Die Babyhose Broejke.  Verarbeite habe ich mal wieder ein altes T-Shirt. Ich finde grün ja eine wunderbare Farbe für Jungen. Und mit den Tupfen sieht die Hose gleich fröhlich aus.

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Und damit bin ich nun außer beim Freutag auch bei Made4Boys, Kostenlose Schnittmuster Linkparty, Kiddiskram, Sew Mini, Für Söhne und Kerle: Hosen und dem Upcycling-März zu finden.

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KreativAll in Wiesbaden

Ich habe mir heute einen Kreativ-Bummel-Tag gegönnt. Die Messe KreativAll ist zwar nicht in Wiesbaden, sondern in Wallau, aber dank eines kostenloses Shuttlebusses recht gut von Wiesbaden aus zu erreichen.

Ich hatte von dieser Messe bisher noch nie was gehört. Dieses Jahr bin ich über ein Plakat gestolpert. Da die Anreise machbar war, habe ich mich dann für einen Besuch entschieden.

Die Anreise klappte wunderbar. Wobei ich am Zielort fest stellte, dass der Shuttlebus einen ganz bescheidenen Fahrplan hat.Mein Ansinnen zum vergünstigten Eintrittspreis die heiligen Hallen betreten zu dürfen klappte auch.

Die Messe war sehr übersichtlich. Sprich so sehr viele Aussteller waren dort nicht. Ok ich habe als Vergleich auch nur die Kreativ-Messe, die seit 2 Jahren in Frankfurt stattfindet und vorher in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden zu Gast war.

Irgendwann erblickte ich, dass Nähfrosch ihre Babyhose RAS dort nähen wird. Da ich eh warten musste, weil die Busverbindungen so bescheiden waren, habe ich mich schon mal darauf eingestellt, mir die Vorführung mal anzusehen.

Als ich vor der Vorführung noch mal schnell die Hallen verließ, sah ich ein Kind, bei dem ich dachte, das kenne ich irgendwoher. Sah näher hin und erblickte den Mann von Nähfrosch mit Nachwuchs. Woran ich die Beiden erkannt habe, kann ich noch nicht mal wirklich sagen. Die Kombination aus großer Kamera und Baby vielleicht?

Die Vorführung war sehr nett gestaltet. Wobei ich die Babyhose RAS schon mal genäht habe und mit der Anleitung sehr gut zurecht kam. Ich habs ja nicht unbedingt mit Anleitungen. Ein Foto von meiner RAS gibt es leider nicht. Die Hose habe ich so halb zwischen Tür und Angel genäht und verschenkt und die Mutter um ein Foto gebeten und dann haben wir uns aus den Augen verloren – oder so.

Es wurde mehrfach gefragt, ob man die Hose auch mit einer normalen Nähmaschine genäht werden kann. Da zögerte man irgendwie mit der Antwort. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das klappt wunderbar! Zumindest wenn man Jersey schon mal genäht hat.

Ich persönlich hätte gerne noch genauer gesehen, wie das mit Und dann ziehen wir einen Gummi ein! genau gemacht wird. Würde mir nämlich generell besser gefallen.

Ein wenig seltsam fand ich das Ansinnen des Moderators, der meinte, man würde die zwei Damen lieber ausgezogen sehen. Irgendwie stehe ich auf solche sexistischen Sprüche nämlich leider gar nicht.

Gekauft habe ich nicht wirklich viel. Ein klein wenig Stoff und Ausstecherle. Eigentlich darf ich keine Ausstecherle mehr kaufen, denn ich habe sicherlich über 100 Stück – und irgendwie verwende ich eh immer wieder die selben. Aber eigentlich sind die dieses Mal auch für was anderes gedacht.

Besonders gefallen hat mir, dass Upcycling Thema war. Wenn auch nur an ein paar Ständen. Ich glaube, ich werde demnächst mal den Fahrradklempner im Haus nach „Abfall“ fragen.

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Irgendwie hat mich der Messebesuch glücklich gemacht, auch wenn die Ausbeute gering war. Aber demnächst ist ja in Wiesbaden Stoffmarkt.

Ach ja, ich habe mich leider nicht getraut Nähfrosch anzusprechen – ich bin da ein wenig schüchtern.

Und mein Beitrag passt eindeutig zum Freutag!

Schokoladen Weihnachtsbäume als kleine Präsent

Ich kann leider keine Weihnachtsgeschenke zeigen – ich nehme an einer Wichtelaktion teil und die Leute kennen meinen Blog. Aber schlauerweise habe ich die Schokoladen Weihnachtsbäume nicht in mein Wichtelpaket gepackt. Ok ich hoffe, dass ich dies nicht getan habe.

Ich habe in der Weihnachtszeit gerne ein Geschenk, welches sich in größerer Menge relativ schnell und preisgünstig herstellen lässt. Bei Schnabelina stieß ich auf die Schokoladen Weihnachtsbäume. Die sind, mit ein wenig Übung, recht fix hergestellt. Beim ersten Versuch verzweifelte ich noch an den Tütchen aus Backpapier.

Ich habe mittlerweile 2 Sorten Kügelchen im Haus – ich habe schlussendlich darauf verzichtet. Die Dingen wollten nicht wie ich.+

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Ich habe mich auch mit nur Gummibärchen als Dekoration zufrieden gegeben. Mir gefallen die kleinen Mitbringsel allerdings recht gut. Ich habe sie in durchsichtiger Folie verpackt und sie kamen bisher super an.

Ein wenig war das auch als Upcycling-Projekt gedacht. Ich dachte mir so, das bereits verwendete Backpapier von meinen Vanillekipferl würde sich wunderbar eignen und würde der Schokolade noch mal eine besondere Note geben. Was ich nicht bedacht habe, dass dieses Backpapier fettig ist und sich deshalb nicht wirklich gut kleben lässt.

Trotz allem bin ich aber ein Fall für den creadienstag.

Das erste Geschenk

Ich bin noch lange nicht beim ersten Weihnachtsgeschenk angekommen. Erst mal ist die Geburtstagsrunde dran. Nachdem ich schon nichts selbst gemacht habe, habe ich das Geschenk zumindest selbst verpackt. Dieses Mal mit sehr viel Liebe, denn ich hatte Zeit.

Auch wenn das Geschenk für einen Mann ist, habe ich das rosa Geschenkpapier gewählt. Es war die einzige Rolle, an die ich ohne Probleme in meinem momentanen Bastelvorbereitungschaos dran kam.

Dafür habe ich mir Mühe mit dem Verpacken gegeben. Und als Dekoration kamen noch Schleifen drauf. Dieses Mal ein Upcycling-Werk. Irgendwie geht es bei mir ja nicht mehr ohne oder?

Vor vielen, vielen Jahren, als ich dachte, ich als Singlefrau brauche unbedingt einen Weihnachtsbaum, habe den Christbaum damals mit massig selbst gemachten Schleifen geschmückt. Sah Klasse aus. Die Bänder habe ich immer noch und verwende sie nun zum Verzieren von Geschenken.

Und das Geschenkpapier – als ein Freund mit seinem Vater umzog, klagte er mir sein Leid, dass sein Vater Geschenkpapier in allen Farben hat. In einer so großen Menge, dass fraglich ist, wen er alles beschenken möchte. Ich spottete nur, ich würde es gerne nehmen. So kam u.a. dieses Geschenkpapier in meinen Haushalt.

Diverse Freunde haben damit verpackte Geschenke erhalten. Kommentar eines Freundes: MIR hat jemand ein rosa Päckchen geschickt! Ja ihm, der rosa hasst. Gute Nachricht, ich habe heute alle Reste verbraucht!

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Das war auf alle Fälle eine prima Übung für Weihnachten – wobei ich kaum Weihnachtsgeschenke verschenken werde.

Damit finde ich mich nun auf den letzten Drücker beim creadienstag ein und auch den Upcycling-November beehre ich mal wieder.

Kartoffelbreiauflauf mit Spitzkohl und Rosenkohl

Ich war die letzte generell sicherlich fleißig, aber irgendwie bekomme ich gerade kein Projekt fertig.

Als ich heute mein Abendessen vorbereitet habe, dachte ich so, irgendwie ist das gerade ja auch Upcycling. Ich mache aus Etwas, was eigentlich ein Rest ist, was absolut Neues. Gebe dem Rest ein neues und spannenderes Leben.

Irgendwie liebe ich Kartoffelbrei. Aber nur selbst gemacht. Was aber an sich für meinen Singlehaushalt in keinem Kosten-Nutzen-Verhältnis steht. Die Herstellung dauert seine Zeit, das Saubermachen ist auch nicht ohne. Zumindest finde ich Kartoffelbreireste oft nur schwer zu entfernen. Selbst wenn ich den Topf einweiche. Oder sagen wir aufwendiger als bei vielen anderen Gerichten.

Wobei ich den Herstellungsprozess schon stark minimiere. Und ich koche meistens reichlich Kartoffelbrei und verwerte den am nächsten Tag noch in irgendeiner Form. Als Kartoffelplätzchen oder zur Zeit zu Auflauf.

Nun fanden sich in meinem Kühlschrank auch noch Rosenkohl und Spitzkohl. Und ich ging ans Werk. Ich habe beide Gemüsesorten geputzt und gewaschen und in Streifen geschnitten. Ich werde nie wieder Rosenkohl in Streifen schneiden, denn das nahm kein Ende. Auch Schinken und Zwiebeln habe ich in Streifen geschnitten. Alles zusammen wurde leicht angeschmort. Der Kartoffelbrei wurde in eine Auflaufform gefüllt und dann das Gemüse darauf gegeben und dann kam noch eine Soße aus Sahne, Milch, Eiern, geriebenem Käse und Gewürzen drüber.

Und heute Abend kam der Auflauf für 40-60 Minuten in den Backofen. Er war ausgesprochen lecker und ich werde nun die nächsten Tage ein Abendessen haben. Bei mir ist das Abendessen die Hauptmahlzeit.

So sah mein Auflauf nach dem Backen aus.

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Zutaten:

Kartoffelbrei vom Vortag

Spitzkohl

Rosenkohl

Zwiebeln

Schinken

Butter und Öl

Käse

Sahne

Eier

Milch

Gewürze

Zubereitung:

Ich habe meinen Kartoffelbrei gestern gekocht. Einfach Kartoffeln schälen und würfeln und in Salzwasser kochen. Ich gieße das Wasser dann ab, gebe ein wenig Butter dazu und Sahne und nehme dann mein Handrührgerät zur Hilfe – Handrührgerät und nicht den Pürierstab. Mein Brei wird fabelhaft, hat aber durchaus noch Stückchen.

Spitzkohl, Rosenkohl und Zwiebeln putzen. Dann in Streifen schneiden. Den Schinken habe ich auch in schmale Streifchen geschnitten.

Die Zwiebeln in heißem Fett leicht anbräunen. Dann Gemüse und Schinken dazu geben. Mit Salz, Gemüsebrühpulver (ich mache das auch selber) und Pfeffer (ich habe einen Paprikapfeffer zu Hause) würzen. Ich habe noch eine Prise Zucker dazu gegeben, weil der Rosenkohl gerne bitter wird. Nun ein wenig Flüssigkeit zugeben und das ganze gute 20 Minuten vor sich hin schmurgeln lassen. Bei der Flüssigkeitsmenge sollte man aufpassen, sonst wird der Auflauf sehr flüssig.

Eine Auflaufform einfetten und den Kartoffelbrei rein geben. Das gekochte und abgeschmeckte Gemüse auf den Kartoffelbrei geben.

Ich reibe meinen Käse selber. Ich nehme in der Regel Gouda. Dann habe ich noch 4 Eier (die mussten weg), Sahne und Milch dazu gegeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Ich gebe für die Farbe meistens noch eine Prise Paprikapulver dazu, denn ich bin der Meinung, dann bräunt die Käsemasse appetitlicher. Das dann gleichmäßig auf dem Auflauf verteilen.

Ich habe den Auflauf noch ein paar Stunden kalt gestellt und später bei etwa 170 Grad eine knappe Stunde gebacken. Und mein Auflauf war ausgesprochen lecker.

Ich finde, so kann man schnöden und einfachen Kartoffelbrei wunderbar aufwerten.

Da die Idee auf meinen Mist gewachsen ist und ich eindeutig kreativ war, reihe ich mich auf den letzten Drücker beim creadienstag ein. Da ich aus einem Rest was tolles Neues gemacht habe und ich das als Upcycling der anderen Art ansehe, wandere ich auch mal zum Upcycling-November.

 

Stoffmarkt 2016

Ich bin weiterhin mit meiner Häkeldecke beschäftigt. Wobei ich die Woche viele Fäden vernäht habe, neue Sterne gehäkelt habe und so weiter und somit kein großer Fortschritt zu sehen ist.

Außerdem versuche ich gerade meiner Stoffberge Herr zu werden. Da ich in meinem Wohnzimmer sowohl nähe, esse und lebe, sieht es da oft chaotisch aus. Und ich habe ein wenig den Überblick verloren. Wobei mein Bestand ja hauptsächlich aus nicht gekauften Stoffen besteht, da ich ja viel mit gebrauchter Kleidung oder Bettwäsche arbeite. Das Ergebnis sieht bisher nicht schön aus, ist aber praktisch. Vielleicht gibt es davon auch mal Bilder.

Am Wochenende war in Wiesbaden Stoffmarkt. Das genieße ich ja immer. Wobei es so voll war, dass ich es als ungemütlich empfunden habe. Aber immerhin hat es nicht konstant geregnet.

Meine Stoffmarktausbeute ist für meine Verhältnisse relativ groß. Das übliche Päckchen Vlieseline. Dann noch einen Meter Vliesofix und drei Röllchen Garn. Bei Garn bin ich ja vorsichtiger geworden, da meine Nähmaschine Billiggarne sehr ungerne verarbeitet. Und um Kinderstoffe habe ich auch einen Bogen gemacht. So viele Babys wird es in meinem Umfeld nicht mehr geben.

Oben zu sehen zwei Fleece-Stoffe. Ich stehe ja auch Türkis und Lila. Noch dazu waren die wirklich günstig, mit 2 Euro pro Meter. Lila Sterne gehen auch immer und dazu noch ein gestreifter Stoff. Und ich liebe ja Paisley-Muster. Den Stoff gab es leider nicht in Lila, deshalb eben in Türkis. Das gibt auf alle Fälle ein Top. Mit den anderen Stoffen überlege ich noch. Aber ich habe noch reichlich Dinge auf meiner To Do Liste.

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Ich verlink mich damit dann mal beim creadienstag.

25 Jahre Tag der Deutschen Einheit in Frankfurt

Ich bin ja Wiesbadnerin. In diesem Jahr richtet Frankfurt, welches fast um die Ecke ist, die Feierlichkeiten rund um den Tag der Deutschen Einheit aus. So nutzte meine ich die Gelegenheit und besuchte am 2.Oktober, in Begleitung meiner Familie, die Feierlichkeiten. Denn in Frankfurt war ganz schön was los.

Ich habe ein paar Fotos mitgebracht. Wir waren zu sechst unterwegs und da ist es nicht ganz so einfach mal Fotos zu machen, weil irgendwie ständig jeder wo anders hin wollte oder so. Aufregend war es auf alle Fälle. Die Stadt Frankfurt und alle Beteiligten haben sich wirklich sehr viel Mühe gegeben. Was mir noch ein wenig gefehlt hätte, war ein Stadtplan, mit einer Übersicht, wo man alles findet. Ja den findet man im Internet, aber ich erinnere mich an frühere Zeiten, als es solche Helfer immer auf Veranstaltungen gab.

Ich finde den Mauerfall als eine der tollste Ereignisse Deutschlands. Die Freiheit die sich für viele Menschen, die zwar in einem Land mit Deutsch im Namen hatten lebten, ergab, halte ich für sehr wichtig. Und gerade im Anbetracht der momentanen Flüchtlingsströme sollte uns bewusst sein (oder werden) welch wertvolles Gut Freiheit ist!

An der Alten Oper hing dazu passend ein Banner mit dem Wort Freiheit.

Auch am alten Römer, den Wahrzeichen Frankfurts, war eine Bühne aufgebaut, wie auch an vielen anderen Stellen in der Frankfurter Innenstadt auch.

Auf den beiden Seiten des Mains waren verschiedene Stände vertreten. Einmal eben die Stände der einzelnen Bundesländer, aber auch Stände verschiedener Hilfsorganisationen und Behörden.

Am Stand der Aktion Mensch waren Teile der Berliner Mauer, die von jugendlichen aus geförderten Projekten gestaltet wurden. Wie dieses Stück hier:

Die einzelnen Bundesländer haben Wahrzeichen ihrer Bundesländer präsentiert.

Wie zum Beispiel des Hermann-Denkmal:

Natürlich war auch eine Miniatur des Kölner Doms zu sehen. Ich mag den Kölner Dom und er ist einer der wenigen nicht hessischen Bauwerke, die ich schon mehrfach live gesehen habe.

Mich fasziniert auch die Wuppertaler Schwebebahn. Alleine wegen ihr würde ich ja Wuppertal mal besuchen.

Für mich ist das Brandenburger Tor ein ganz typisch deutsches Bauwerk. Außerdem eben auch ein Zeichen des Mauerfalls.

Ich liebe ja LILA und die Lila Kuh von Milka hat es mir deshalb durchaus angetan. Was aber Milka nun mit dem Tag der Deutschen Einheit zu tun hat, erschließt sich mir nicht wirklich. Was aber eher zweitrangig ist. Denn die Lila Kuh war auch ein Teil der Feierlichkeiten. Man konnte auch auf das Boot drauf, aber der Hit war es nicht wirklich, gebe ich zu.

Mich hat besonders die Untermainbrücke fasziniert. Dort war ein riesiges Schild angebracht.

Irgendwann setzte Musik ein und das Schild veränderte sich farblich immer wieder. In dem Rahmen kamen dann unter der Brücke auch Jetskis unter der Brücke hervor und fuhren mit den Fahnen der Bundesländer über den Main. Eine absolut geniale Show. Wobei ich eben gelesen habe, dass heute Abend dort im nächtlichen Frankfurt eine richtig Show gemacht wird.

Auf der Bühne an der Alten Oper traten auch verschiedene Stars auf und man konnte ein Konzert, draußen, live und kostenlos genießen. Nun waren wir eigentlich nicht dafür nach Frankfurt gefahren und dachte an sich auch nicht, dass wir wirklich so lange in Frankfurt bleiben. Da wir aber durchaus Interesse an Namika hatten, traten wir den Weg vom Main an die Alte Oper an.

Die Stadt Frankfurt hat von 1994 bis 2004 ein Musikfestival veranstaltet, welches unter The Sound of Frankfurt bekannt war. Damals traten auf vielen Bühnen rund um die Zeil verschiedene Bands und Interpreten auf. Und die Veranstaltungen waren einfach nur genial. Ich habe sie geliebt und finde es schade, dass es SoF nicht mehr gibt. Umso mehr hoffte ich natürlich, ein wenig des damaligen Feelings einfangen zu können.

An der Alten Oper ist klar wenig Platz. Aber aus dem Alter, in dem man direkt an der Bühne stehen muss, sind wir alle schon lange draußen. Und immerhin gibt es ja auch Leinwände. Mir persönlich hat früher das Feeling und die Leinwand immer gereicht, so lange ich die Musik halbwegs hören konnte. Mitten in die Masse musste ich nie.

So sehr weit entfernt von der Bühne standen wir nicht wirklich. Die Moderatorin hatten wir auch ganz gut verstanden. Dann fing Namika irgendwann, mit reichlich Verspätung, endlich an. Und außer das da irgendeine Musik spielte, die man nicht wirklich verstand, hörte man kaum was. Wobei, laut war es durchaus. Aber das da Namika sang, das musste man wissen.

Wir mussten einer unserer älteren Begleitpersonen erklären, dass die Sängerin auf Deutsch singt, da selbst das unklar war, weil man einfach nichts wirklich verstand/hörte. Wir fanden es alle enttäuschend und sind recht bald wieder gegangen.

Besonders gut gefallen hat mir auch, dass bei den Ständen auch einige Organisationen dabei waren, die sich für Flüchtlinge einsetzen. Infomaterial habe ich reichlich eingepackt und werde mich da die nächsten Tage mal durch kämpfen.

Heute bin ich ehrlich gesagt absolut platt. Allerdings bin ich sonst auch nie so lange unterwegs.

Ich überlege noch, ob ich morgen noch mal alleine nach Frankfurt fahre. Das Tagesticket gilt ja, dank einer Aktion des RMV, das ganze Wochenende. Wenn sich jemand mir anschließen möchte, würde ich mich natürlich freuen.