Rosenkohl-Bratwurst-Kartoffelkuchen

In meinem Singlehaushalt gibt es bei der Essenszubereitung ein paar Regeln. So koche ich meistens selber. Ganz selten kommt mal ein Fertigprodukt auf den Tisch. Eine andere Regel besagt, dass ich möglichst wenig zum Spülen habe. So mag ich durchaus gerne Aufläufe, weil eben wenig zum Spülen ist.

Seit meinem Wirsingkuchen gefällt mir allerdings die Idee eines herzhaften Kuchens. Als ich am Wochenende beschloss, meine Rosenkohlvorräte mal zu minimieren und auch noch Bratwurst da war, dachte ich eigentlich an einen Auflauf. Dann schwenkte ich doch zum Kuchen. Als mir dann klar wurde, die Bratwürste reichen für den Boden nicht, habe ich noch Kartoffeln gerieben und unter die Bratwurstmasse gegeben. Ein Ei kam auch noch dazu und da alles sehr flüssig war, kam noch Paniermehl dazu.

Vom rein optischen bin ich mit dem Kuchen mehr als zufrieden. Geschmacklich – sagen wir es so, ich hätte weniger Paniermehl nehmen sollen. Aber so habe ich wenigstens noch was gelernt.

rosenkohlhack1

Ich versuche mich mal an einem groben Rezept, denn mit Mengenangaben habe ich es weiterhin nicht wirklich. Außerdem war das auch eine ziemliche Resteverwertung.

Zutaten:

Rosenkohl

Kartoffeln

Bratwürste, grob und roh

Eier

Käse

Milch

Gewürze

Zubereitung:

Rosenkohl putzen, den Strunk kreuzweise einschneiden und waschen. In kochendem Salzwasser garen. Ich mag es gerne weich. Wobei er mir dieses Mal zu weich wurde. Und da ich den bitteren Geschmack nicht mag, gebe ich immer eine gute Prise Zucker ins Kochwasser.

Kartoffeln schälen und fein reiben. Bratwürste vom Darm befreien und Kartoffeln und Bratwurstfülse vermengen. Ich habe noch ein Ei für die Bindung dazu gegeben. Und um die Masse ein wenig zu strecken. Ich habe auch noch ein wenig gewürzt, wobei Bratwurst ja bereits gewürzt ist. Also vorsichtig würzen. Und da mir die Masse dann zu flüssig war, habe ich noch Paniermehl unter geknetet. Ich dachte noch so, zu fest geht nicht. Nun ja zu sehr nach Paniermehl schmecken geht aber schon.

Die Masse habe ich dann in meine Springform gedrückt und kalt gestellt.

Ich hatte noch 4 Eier und habe die dann für den Guß verwendet. Hinzu kamen noch geriebener Käse und ein wenig Milch. Abgeschmeckt habe ich mit Salz und Paprikagewürz.

Den Rosenkohl habe ich dann auf dem Hackboden verteilt. Zum rein drücken war der Rosenkohl zu weich. Wahlweise hab ich zu viel Paniermehl verwendet und der Boden war zu fest. Dann habe ich die Ei-Käse-Masse drüber gegeben.

Gebacken habe ich meinen Rosenkohl-Bratwurst-Kartoffelkuchen etwa 50 Minuten bei 160 Grad. Damit die Kruste noch ein wenig bräunt, habe ich zum Schluss die Temperatur für ein paar Minuten hoch gedreht. Und meine Käsehaube ist doch wirklich schön geworden oder nicht?

rosenkohlhack2

Ich wende mich nun dem creadienstag zu und schwelge in den Rezepten der Rezepte-Linkparty.

 

 

Advertisements

Kartoffelbreiauflauf mit Spitzkohl und Rosenkohl

Ich war die letzte generell sicherlich fleißig, aber irgendwie bekomme ich gerade kein Projekt fertig.

Als ich heute mein Abendessen vorbereitet habe, dachte ich so, irgendwie ist das gerade ja auch Upcycling. Ich mache aus Etwas, was eigentlich ein Rest ist, was absolut Neues. Gebe dem Rest ein neues und spannenderes Leben.

Irgendwie liebe ich Kartoffelbrei. Aber nur selbst gemacht. Was aber an sich für meinen Singlehaushalt in keinem Kosten-Nutzen-Verhältnis steht. Die Herstellung dauert seine Zeit, das Saubermachen ist auch nicht ohne. Zumindest finde ich Kartoffelbreireste oft nur schwer zu entfernen. Selbst wenn ich den Topf einweiche. Oder sagen wir aufwendiger als bei vielen anderen Gerichten.

Wobei ich den Herstellungsprozess schon stark minimiere. Und ich koche meistens reichlich Kartoffelbrei und verwerte den am nächsten Tag noch in irgendeiner Form. Als Kartoffelplätzchen oder zur Zeit zu Auflauf.

Nun fanden sich in meinem Kühlschrank auch noch Rosenkohl und Spitzkohl. Und ich ging ans Werk. Ich habe beide Gemüsesorten geputzt und gewaschen und in Streifen geschnitten. Ich werde nie wieder Rosenkohl in Streifen schneiden, denn das nahm kein Ende. Auch Schinken und Zwiebeln habe ich in Streifen geschnitten. Alles zusammen wurde leicht angeschmort. Der Kartoffelbrei wurde in eine Auflaufform gefüllt und dann das Gemüse darauf gegeben und dann kam noch eine Soße aus Sahne, Milch, Eiern, geriebenem Käse und Gewürzen drüber.

Und heute Abend kam der Auflauf für 40-60 Minuten in den Backofen. Er war ausgesprochen lecker und ich werde nun die nächsten Tage ein Abendessen haben. Bei mir ist das Abendessen die Hauptmahlzeit.

So sah mein Auflauf nach dem Backen aus.

auflauf1

auflauf2

Zutaten:

Kartoffelbrei vom Vortag

Spitzkohl

Rosenkohl

Zwiebeln

Schinken

Butter und Öl

Käse

Sahne

Eier

Milch

Gewürze

Zubereitung:

Ich habe meinen Kartoffelbrei gestern gekocht. Einfach Kartoffeln schälen und würfeln und in Salzwasser kochen. Ich gieße das Wasser dann ab, gebe ein wenig Butter dazu und Sahne und nehme dann mein Handrührgerät zur Hilfe – Handrührgerät und nicht den Pürierstab. Mein Brei wird fabelhaft, hat aber durchaus noch Stückchen.

Spitzkohl, Rosenkohl und Zwiebeln putzen. Dann in Streifen schneiden. Den Schinken habe ich auch in schmale Streifchen geschnitten.

Die Zwiebeln in heißem Fett leicht anbräunen. Dann Gemüse und Schinken dazu geben. Mit Salz, Gemüsebrühpulver (ich mache das auch selber) und Pfeffer (ich habe einen Paprikapfeffer zu Hause) würzen. Ich habe noch eine Prise Zucker dazu gegeben, weil der Rosenkohl gerne bitter wird. Nun ein wenig Flüssigkeit zugeben und das ganze gute 20 Minuten vor sich hin schmurgeln lassen. Bei der Flüssigkeitsmenge sollte man aufpassen, sonst wird der Auflauf sehr flüssig.

Eine Auflaufform einfetten und den Kartoffelbrei rein geben. Das gekochte und abgeschmeckte Gemüse auf den Kartoffelbrei geben.

Ich reibe meinen Käse selber. Ich nehme in der Regel Gouda. Dann habe ich noch 4 Eier (die mussten weg), Sahne und Milch dazu gegeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Ich gebe für die Farbe meistens noch eine Prise Paprikapulver dazu, denn ich bin der Meinung, dann bräunt die Käsemasse appetitlicher. Das dann gleichmäßig auf dem Auflauf verteilen.

Ich habe den Auflauf noch ein paar Stunden kalt gestellt und später bei etwa 170 Grad eine knappe Stunde gebacken. Und mein Auflauf war ausgesprochen lecker.

Ich finde, so kann man schnöden und einfachen Kartoffelbrei wunderbar aufwerten.

Da die Idee auf meinen Mist gewachsen ist und ich eindeutig kreativ war, reihe ich mich auf den letzten Drücker beim creadienstag ein. Da ich aus einem Rest was tolles Neues gemacht habe und ich das als Upcycling der anderen Art ansehe, wandere ich auch mal zum Upcycling-November.