Gestrickte Spüllappen oder wie Spülen Spaß machen kann

Ich bin ziemlich pienzig, was Spüllappen betrifft. Diese Schwammtücher mag ich gar nicht gerne verwenden. Die Spüllappen, die ich bis vor Kurzem am Liebsten verwendet habe, bekommt man kaum noch irgendwo. Vor wenigen Jahren hatte ich mal in einem Billigladen Spültücher mitgenommen, die ich an sich nur wegen der Eule, mit der sie bedruckt waren, gekauft habe. Die habe ich vor Kurzem mal verwendet und war begeistert. Die haben irgendwie Struktur und damit ging einiges viel besser.

Nun ja, in das Geschäft, in dem ich die Tücher gekauft hatte, komme ich so schnell nicht mehr. Außerdem war das damals ein Restposten. Also musste was anderes her.

So stand ich beim letzten Besuch in Mainz mal wieder in diesem schnuckligen Wollgeschäft und erzählte der Verkäuferin gleich, dass ich Spültücher stricken möchte. Dazu bräuchte ich Wolle, 100 % Baumwolle und kochfest bitte und natürlich in LILA.

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Tja, wenn ich LILA Wolle mit meiner Kochwäsche waschen würde, dann wäre die Wolle danach weiß, meinte die Verkäuferin. Da ich regelmäßig wasche, täglich spüle, habe ich nun doch Wolle genommen, die ich bis 40 Grad (oder waren es 60 Grad?) waschen kann. Da ich eh Hygienespüler an meine Buntwäsche mache, sollte das kein Problem sein.

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Gekauft habe ich ein Knäuel Wolle in Lila, eines in Türkis und eines mit einem Farbverlauf Lila/Türkis. Daheim habe ich mich dann auch umgehend ans Werk gemacht.

Ich habe einfach Pi mal Daumen drauf los gestrickt. Ich wusste, ich möchte was mit Struktur und habe mich für ein Rechts-Links-Muster entschieden. Zwei Reihen 1 Rechts 1 Links und dann zwei Reihen 1 Links 1 Rechts.

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Der erste Spüllappen war recht klein. Ich habe den dann noch mit Zacken umhäkelt. Den zweiten Spüllappen habe ich größer gestrickt. Bisher hatte ich aber nur den kleinen Spüllappen im Gebrauch und der war prima. Definitiv nicht zu klein.

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Ich habe die Tücher vorm ersten Gebrauch mal mit gewaschen. U.a. weil ich auch noch Essig statt Weichspüler benutze, um die Farbe ein wenig zu fixieren. Ich spüle nämlich recht heiß und hatte Sorge, dass ich sonst Lila Spülwasser habe.

Mir hat das Stricken sehr viel Spaß gemacht. Das Spülen geht mir nun auch freudiger von der Hand. Ich werde definitiv noch mehr Spültücher stricken. Davon mal abgesehen, dass die Spültücher einfach hübscher sind, als die gekauften, finde ich sie auch viel nachhaltiger. Immerhin reduziert das auch den Plastikabfall, in dem gekaufte Spüllappen in der Regel eingepackt sind. Wenn ich mich nicht ganz irre, sind die gekauften auch aus Acryl.

Man mag nun sicherlich darüber diskutieren können, ob meine Spüllappen noch nachhaltig sind, wenn ich zum Waschen einen Hygienespüler verwende. Den verwende ich leider aus gesundheitlichen Gründen. Dafür reduziert sich aber nun meine Kochwäsche noch mal, was ja auch wieder nachhaltig ist.

Diese Woche reihe ich mich bei folgenden Linkpartys ein: Creadienstag, Einfach nachhaltig Leben, Froh und Kreativ, Stricklust,  Liebste Maschen

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